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studiInfo Wintersemester 2007/08

Studienfinanzierung - eine Übersicht

Studienkredit, Bildungskredit, Studienbeitragsdarlehen – spätestens seit der fast flächendeckenden Einführung von Studiengebühren in der Republik schießen die Angebote von öffentlich-rechtlichen wie privaten Banken und die Förderprogramme der Bundesländer ins Kraut, mit denen Studierende ihre Ausbildung zumindest teilweise finanzieren können.

Studienfinanzierung durch Kredite
Als erste Einrichtung trat im Februar vergangenen Jahres die öffentliche KfW-Förderbank, die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau, mit ihren Studienkrediten auf den Plan – ein Programm, in das jeder Studierende relativ leicht aufgenommen werden kann. Einzige Bonitätsprüfung: Es darf keine Privatinsolvenz vorliegen. Aber auch für diesen Kredit werden Zinsen fällig, ebenso wie für sämtliche Angebote der Geschäftsbanken, die seit einiger Zeit den Studierenden angeboten werden. Darum empfiehlt es sich, bei den Möglichkeiten der Studienfinanzierung möglichst genau hinzusehen, sonst können leicht erhebliche Schuldenberge auflaufen.

Zur Finanzierung stehen neben den bereits genannten Krediten natürlich Unterhaltszahlungen der Eltern zur Verfügung, Bafög, möglicherweise Stipendien und unter bestimmten Voraussetzungen Bildungskredite der KfW. In Bundesländern, die bereits Studiengebühren eingeführt haben, wurden daneben immer auch Finanzierungsmöglichkeiten bereitgestellt, mit denen die Gebühren quasi nachträglich beglichen werden können – verzinste Darlehen, die nach dem Studium zurückgezahlt werden müssen. Vorteil: Die Konditionen sind fast immer günstiger als sonstige Angebote. Entsprechende Angebote gibt es unter anderem von der NRW-Bank, der LBank Baden-Württemberg, Landestreuhandstelle Hessen und einigen anderen.

Bafög bleibt günstig
Nach wie vor bleibt das Bafög die günstigste Möglichkeit, sein Studium zu finanzieren, ist doch nur die Hälfte dieser Unterstützung als zinsfreies Darlehen zurückzuzahlen, der Rest ist öffentlicher Zuschuss. Also erst wenn das Bafög nicht reicht und keine Möglichkeit zu einem Nebenjob besteht, ist über einen eventuellen Kredit nachzudenken. Die wohl günstigsten Bedingungen bietet der so genannte Bildungskredit der KfW, allerdings kommt der erst nach abgelegter Zwischen- oder Vordiplomsprüfung in Frage. Studierende, die einen konsekutiven Abschluss anstreben, müssen den Bachelor bereits bestanden haben. Gewährt werden maximal 300 Euro pro Monat für einen Zeitraum von höchstens 24 Monaten. Der Antragssteller darf außerdem nicht älter als 36 sein. Vier Jahre nach Ende der Auszahlung muss der Absolvent schließlich monatliche Raten von 120 Euro zurückzahlen – allerdings zu einem recht niedrigen Zinssatz, zur Zeit 4,61 Prozent.

Hoher Zinssaatz
Die Messlatte für Studienkredite liegt deutlich niedriger, dafür ist der Zinssatz erheblich höher: bei der KfW lag er im Wintersemester 2006/07 bei 5,95 Prozent, bei der Deutschen Bank bei 5,9 Prozent, die Dresdner Bank verlangt – je nach Beginn der Förderung und beruflicher Vorbildung der Studenten – zwischen rund sechs und neun Prozent.
Ein Vergleich zwischen dem Angebot der öffentlichen KfW-Bank und Geschäftsbanken kann sich also durchaus lohnen, wenn es um die Finanzierung des Studiums geht – wer will sein Arbeitsleben schon mit einem Schuldenberg beginnen, der ihn zu erdrücken droht. Weitere Informationen unter: www.kfw.de



Tipp für Studienkredite

Unterschiedliche Bedingungen der Banken beachten
Studienkredit ist nicht gleich Studienkredit – so unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Banken zum Teil erheblich. Die Dresdner Bank etwa bietet bei ihrem Studienkredit niedrigere Zinsen, wenn die Studierenden bereits passende Vorbildung zum Studium aufweisen können. Viele Banken wie etwa die Deutsche Bank bieten einen enorm langen Rückzahlungszeitraum von bis zu zwölf Jahren an, der erst drei bis zwölf Monate nach Studienabschluss beginnt.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/07
Verfasst von STUDIInfo


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