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studiInfo Sommersemester 2008„Solartechnik besitzt ungeheures Entwicklungspotenzial“Photovoltaik-Experte Patrik Müller optimiert Maschinen zur Herstellung von Solarzellen in China. Von Christian Zingel.Diskussionen um den Klimaschutz sind in diesen Tagen das beherrschende Thema in der Gesellschaft und der medialen Öffentlichkeit. Diverse Solarstromkonferenzen werden abgehalten, Passivhäuser zum Energiesparen sind der Schlager in der Baubranche und sogar die größte S-Bahn-Station der Welt in New York erhält eine Photovoltaikverglasung zur alternativen Gewinnung von Energie. Keine Frage, die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung mittels Photovoltaik oder zur Heizungsunterstützung mit Solarthermie liegen voll im gesellschaftlichen Trend der europäischen Industrieländer. Viele Chancen in der Photovoltaik Konsequenterweise widmen sich immer mehr technische Universitäten dem Thema Sonnenenergie in Form von Professuren und Teilstudiengängen. „Es stecken einfach unglaublich viele Chancen in der Photovoltaik und die technische Umsetzung durch Forschung an Hochschulen und in der Wirtschaft bietet jede Menge Herausforderungen“. Patrik Müller, seit Juli 2007 Prozessanalytiker des Unternehmens Schmid in Freudenstadt im Schwarzwald, ist fasziniert von seinem Fachgebiet. Der gebürtige Schweizer war bis vor wenigen Monaten noch selbst als Wissenschaftler an der interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs im schweizerischen Kanton St. Gallen tätig und hat dort die Begeisterung für seinen Beruf entwickelt. Bei Schmid arbeitet der Diplom-Ingenieur im Bereich des mAnlagenbaus für die Solarzellherstellung und Modulfabrikation und hilft die hergestellten Maschinen zu optimieren. „Ursprünglich habe ich von 1996 bis 1999 an der Hochschule für Technik in Buchs Feinwerktechnik studiert, das eine sehr interessante Mischung aus Mechanik und Elektronik beinhaltete. Darauf aufbauend habe ich mich auf Mikrosystemtechnik spezialisiert“, erzählt der 33-Jährige, dessen Interesse für mechanische Dinge durch seinen Vater geweckt wurde. Die Hochschule in Buchs wird interstaatlich von der Schweiz, Österreich und Liechtenstein gefördert und bot Patrik Müller nach seinem Studium eine Stelle am Institut für Mikro- und Nanotechnologie an. „In dieser Zeit wurde mein Interesse für Halbleitertechnik immer stärker, so dass der Weg hin zur Photovoltaik naheliegend war“, erläutert der Diplom-Ingenieur. „Im Rahmen der Auftragsforschung an der Uni konnten wir immer wieder Probleme lösen, für die wir Unterstützung von verschiedenen Fakultäten benötigten.“ An diese spannende Zusammenarbeit erinnert er sich gerne zurück, hat sie ihn doch zu einem Experten in seinem Fachbereich werden lassen, den der Enthusiasmus für die technischen Möglichkeiten nicht loslässt. „Die Solartechnik ist ein faszinierendes Gebiet und es reizen mich vor allem die ungeheuren Entwicklungsmöglichkeiten“, kann sich der Ingenieur immer wieder für sein Fachgebiet begeistern. „Die Photovoltaik hat das Potenzial, enorm zum Umweltschutz beizutragen und steht für eine saubere Erzeugung von Energie“. Leben und Arbeiten in China Dass Prozessanalytiker wie Patrik Müller nicht ausschließlich in Versuchs- und Testlaboren sitzen, zeigen die Zukunftspläne des Diplom-Ingenieurs. Sein Arbeitgeber, Schmid, wird den Schweizer schon in wenigen Wochen für zwei Jahre nach China schicken um Firmen bei der Optimierung der von Schmid gelieferten Maschinen zu unterstützen. Schon bald geht also auch für den Photovoltaik-Experten die dringend benötigte Sonne im (fernen) Osten auf... Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von Christian Zingel zurück |
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