20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7 |
studiInfo Wintersemester 2008/09So finanziere ich mein Studium: Papierwust wird zur Routine„Puh, ich dachte durch diese ganze Papierflut steige ich nie durch!“ Wenn sich Andreas Meierholt an seinen ersten Antrag auf finanzielle Unterstützung zum Studium im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, kurz BaföG, erinnert, ist ihm die Verzweiflung noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Unzählige Formulare, Kopien von Bankdokumenten, Beglaubigungen und Steuerlisten verteilten sich erstmalig vor rund vier Jahren auf dem Schreibtisch des 24-Jährigen. „Da galt es erst einmal durch zu steigen“, seufzt der Medizin-Student im mittlerweile achten Semester.Als Andreas Meierholt im Jahre 2004 sein Studium an der Ruhr-Universität Bochum aufnahm, war für den frisch gebackenen Abiturienten klar, dass er trotz eines Nebenjobs als Verkäufer in einem Sportswear-Geschäft weitere finanzielle Unterstützung benötigen würde. Denn nicht nur Andreas, sondern auch seine beiden Geschwister hatten sich für akademische Weihen entschieden – für Vater Gerhard Meierholt als Alleinverdiener eine unlösbare finanzielle Herausforderung. Schließlich wollten künftig das Zimmer im Studentenwohnheim, Verpflegung, Bücher, Kleidung und, und, und bezahlt sein. „Darum habe ich mich direkt nach dem Abitur über die Möglichkeiten, BaföG zu beantragen, erkundigt“, erläutert Andreas. „Hätte ich allein von meinem Nebenjob leben wollen, wäre mir kaum Zeit zum Lernen geblieben.“ Dieser Teufelskreis, in dem sich zahlreiche Studenten befi nden, wollte der angehende Mediziner vermeiden und sich stattdessen ganz aufs Studium konzentrieren. „Als ich dann aber den Berg an Dokumenten sah, war ich mir schon nicht sicher, ob sich der ganze Aufwand lohnt“, blickt Andreas zurück. Um beim Ausfüllen der verschiedenen Anträge keinen Fehler zu machen, hat sich der frisch gebackene Abiturient Hilfe beim Amt für Ausbildungsförderung in Bochum geholt. „Um ehrlich zu sein, hatte ich ein wenig Angst, etwas falsch zu machen, so dass mein Antrag abgelehnt würde“, legt der junge Mann dar, „oder unbeabsichtigt zum BaföG-Betrüger zu werden.“ BaföG seit dem ersten Semester Andreas hatte Glück – er erfüllt sämtliche Voraussetzung und bezieht seit dem ersten Semester das staatliche Darlehen. Die Anträge und Nachweise, die er dafür regelmäßig ausfüllen und erbringen muss, jagen ihm mittlerweile keinen Schrecken mehr ein. „Da bekommt man Routine“, meint er lässig. Ganz ohne Nebenjobs geht es dennoch nicht. „Wenn ich Miete, Strom und Telefon bezahlt habe, ist die Förderung schon weg.“ Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/08 Verfasst von studiInfo zurück |
|
||||||||
|
Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG |