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studiInfo Sommersemester 2010Schweizerische Hochschulen setzen auf Praxisnähe: Auf dem Weg zum (Karriere-)GipfelFranzösisch, Italienisch oder doch lieber Deutsch? Wer in der Schweiz studieren will, hat in puncto Sprache die Qual der Wahl. Zudem sind die Hochschulen des Alpenlandes bekannt für ihr hohes Niveau.Auslandserfahrung ist immer ein Pluspunkt. Bei einem Studium in der Schweiz – sei es nun im französisch-, italienisch- oder deutschsprachigen Teil – können die Studenten sicher sein, aufgrund des hohen Niveaus der Hochschulausbildung schon während des Studiums die ersten Sprossen der Karriereleiter zu erklimmen. Ausgezeichnete Praxisnähe Neben der reizvollen Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten liegt der Vorteil eines Studiums in der Schweiz in der außergewöhnlichen Praxisnähe, die Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander verzahnt. Das war auch eines der Argumente, die Andrea Bitzer davon überzeugten, ein Master-Studium in der Schweiz aufzunehmen. Mittlerweile steht die 24-jährige Deutsche kurz vor ihrem Abschluss im neu geschaffenen Masterprogramm „Product Design & Management“ der Hochschule Luzern. Nach ihrem Bachelor-Abschluss im Fach Textilmanagement an der Hochschule Reutlingen sammelte sie zunächst Erfahrungen bei renommierten Bekleidungsfirmen, wie zum Beispiel bei Hugo Boss, und besuchte eine Kunstschule. Mit der Zeit entwickelte Andrea den Wunsch, ihre Leidenschaft für Design mit wirtschaftlichem Know-how zu verbinden. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Master-Studiengangs an der Hochschule Luzern war genau das Richtige für sie. „Schon beim Vorstellungsgespräch an der Hochschule habe ich mich sehr wohl gefühlt. Es war eher eine Unterhaltung über meine Motivation als eine Prüfungssituation“, erinnert sich Andrea. Vor Studienbeginn hatte sie zunächst einige bürokratische Hürden zu überwinden: Aufenthaltsgenehmigung beantragen, Konto eröffnen, Versicherungen informieren. „Ich kann nur raten, sich für diese organisatorischen Dinge genug Zeit zu nehmen und sich genau zu erkundigen“, so die Studentin. Zum Beispiel kann es sich in einigen Kantonen lohnen, seinen Wohnsitz in die Schweiz zu verlegen, da ausländische Studenten dann beantragen können, lediglich die gleichen Studiengebühren wie ihre Schweizer Kommilitonen zu bezahlen und sich zusätzliche Abgaben sparen. Die Höhe der Studiengebühren ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt. Je nach Universität und Kanton variieren die Kosten. Neben dem von jedem Studierenden zu entrichtenden „Kollegiengeld“ fallen weitere Gebühren für die Unfallkasse, Bibliotheken und studentische Organisationen an. Die jährlichen Studiengebühren liegen etwa zwischen 650 und 1500 Euro. Inspirierender Austausch Aus ihrem Bachelor-Studiengang kannte Andrea Bitzer sehr straffe Studienstrukturen. Jetzt, beim Masterstudium in Luzern, steht abwechslungsreiche Projektarbeit auf dem Programm. „Wir können sehr viel selbst entscheiden und Schwerpunkte nach unseren Interessen ausrichten“, lobt die angehende Textilmanagerin. Gute Bedingungen für erfolgreiche Präsentationen bieten die hilfsbereiten Dozenten und die Arbeitsräume: Jeder Design-Student erhält einen eigenen Platz im Atelier der Hochschule. Auch den Austausch mit den anderen Fachrichtungen der Teilschule Design & Kunst findet sie sehr inspirierend. „Mittlerweile verstehe ich auch das Schwyzerdütsch der einheimischen Studenten ganz gut“, lacht Andrea. Während der Seminare wird ihr und den anderen ausländischen Studierenden zuliebe aber weiterhin Hochdeutsch gesprochen. Großes Studienangebot in der Schweiz Besonders qualifizierte Studiengänge – wer hat’s erfunden? Natürlich nicht nur die Schweizer, aber tatsächlich bietet die Hochschullandschaft den Studenten eine Vielzahl interessanter Studienfächer an überschaubaren, bestens ausgestatteten Universitäten – eine echte Alternative zum Studium an deutschen Hochschulen. So gilt die Universität von St. Gallen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften als eine der besten Managerschmieden Europas. Kein Wunder, dass mittlerweile trotz der Studiengebühren schon jeder vierte Student, der in den Hörsälen der schweizerischen Hochschulen sitzt, einen ausländischen Pass in der Tasche hat. Zehn Universitäten gibt es in der Schweiz, hinzu kommen zwei Eidgenössische Technische Hochschulen, neun Fachhochschulen und zahlreiche fachspezifische Hochschulen. Die Universitäten in Basel, St. Gallen, Luzern, Bern und Zürich liegen im deutschsprachigen Bereich, während sich die Universitäten von Lausanne, Neuenburg, Freiburg und Genf in der französischsprachigen Region befinden. Die Universität in Freiburg ist sowohl deutschals auch französischsprachig ausgelegt. Italienisch ist die Unterrichtssprache an der Universität in Lugano. Wer sich in der Schweiz für ein Studium bewerben möchte, wendet sich direkt an die jeweilige Hochschule. Es empfiehlt sich, schon im Vorfeld genaue Informationen über die Aufnahmekriterien einzuholen, denn schweizerische Hochschulen haben sehr hohe Ansprüche bezüglich der Vorleistungen und Sprachkenntnisse. Falls die im Abitur erbrachten Leistungen für eine Hochschulzulassung in der Schweiz nicht ausreichen, muss der Bewerber die schweizerische oder kantonische Maturitätsprüfung absolvieren. Zulassungsbeschränkungen wie den Numerus clausus kennen die schweizerischen Hochschulen darüber hinaus nicht. Einzige Ausnahme sind die medizinischen Studiengänge: Einige Hochschulen nehmen aus Kapazitätsgründen keine ausländischen Medizinstudenten auf. Weitere Informationen auf der Seite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten: www.crus.ch Tipps und Neuigkeiten zum schweizerischen Studentenleben: www.studysurf.ch Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/10 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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