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studiInfo Wintersemester 2006/07Leidenschaft und InteresseDie Sozialpädagogin Klaudia Werth, Bereichsleiterin bei der Unicef, hat sich immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und so die Karriereleiter erklommen.Leidenschaft und Interesse sind für Klaudia Werth zwei Grundvoraussetzungen, um im beruflichen Leben erfolgreich zu sein. „Nach meiner Erfahrung sind das die besten Inspirationsquellen und die größten Energiespeicher für schwierige Zeiten, die es auf jedem Weg geben wird“, sagt die Leiterin des Bereichs Arbeitsgruppen der Unicef Deutschland. Ihr Werdegang ist typisch für die jüngere Akademikergeneration: Er ist gekennzeichnet von vielen unterschiedlichen Stationen. Immer wieder hat sich Klaudia Werth neuen Herausforderungen gestellt. So studierte sie nach ihrem Abitur 1980 zunächst an der Fachhochschule Köln Sozialpädagogik, legte 1985 ihr Diplom ab und arbeitete bis 1993 als Sozialpädagogin – erst für den Sozialen Dienst der AOK, dann für zwei Vereine. Parallel zu ihrer letzten Anstellung nahm sie 1992 ein zweites Studium an der privaten Universität Witten/Herdecke auf. Unterstützung erhielt sie dabei aus den Fördertöpfen gleich zweier Stipendiengeber: einerseits vom Evangelischen Studienwerk Villigst, andererseits durch die Begabtenförderung des Bundesforschungsministeriums. Gerade die Zeit an der privaten Hochschule bot für die heute 45-Jährige Klaudia Werth „unendlich viele Anregungen durch Lehrende, Studierende und die Universitätsleitung“. Auch nachdem sie die Universität Witten/ Herdecke 1998 als frischgebackene Diplom-Ökonomin verließ, suchte Klaudia Werth sich stets neue Aufgaben bei verschiedenen Institutionen und Unternehmen. Zunächst arbeitete sie 15 Monate als Ökonomin im Fachbereich Gesundheit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), dann rund zweieinhalb Jahre für die global agierende Unternehmensberatung McKinsey & Company als Expertin für die Themen Organisation und Führung. Seit Juni 2002 ist Klaudia Werth Leiterin des Bereichs Freiwilligen-Arbeitsgruppen bei der Unicef Deutschland. „Geplant habe ich meine Karriere so nicht“, sagt sie zurückblickend. „Entscheidend für die beruflichen Stationen war die Suche nach neuen Herausforderungen, die mit meinen Interessen zusammen passen. Das ist für mich das Rezept für beruflichen Erfolg und Freude an der Arbeit.“ Dabei weiß sie aus eigener Erfahrung, dass es ebenso Mut erfordert, sich neuen Aufgaben zu stellen, wie es Freude am Lernen voraussetzt und die Bereitschaft, sich verunsichern zu lassen. Dazu gehörten aber auch auch Fleiß, Hartnäckigkeit und „Humor, wenn es mal nicht so gut läuft“. Nicht zu vergessen ein Quentchen Glück, um die für sich richtigen Angebote und Aufgaben zu finden. Eigeninitiative sei dabei nicht minder entscheidend: „Man darf auch nach erfolgreichen Schritten nicht darauf warten, entdeckt zu werden“, rät Werth. Vielmehr hieß es auch für sie immer wieder: Bewerbungen schreiben – auch auf Stellenanzeigen. Was sie heute anders machen würde? „Länger ins Ausland gehen“, resümiert die Fachbereichsleiterin der Unicef Deutschland. Und sie weiß auch, wohin: „Heute würde ich versuchen, ein Jahr in Asien zu studieren und zu arbeiten, eine Region, die sich sehr schnell verändert und für uns Europäer viel Fremdes bereithält.“ Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/06 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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