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studiInfo Sommersemester 2010„Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden“Aufgewachsen im grenznahen Emmerich, war der Weg in die Niederlande für Anne Swhajor nicht weit. Die Radboud Universiteit Nijmegen überzeugte sie bereits am „Tag der offenen Tür“ – mittlerweile hat die 26-Jährige einen Studienabschluss in Psychologie in der Tasche und ist kurz davor, ihr Zweitstudium der Religionswissenschaft zu beenden.Schon bevor sie sich entschied, zum Studieren in die Niederlande zu gehen, hatte Anne Swhajor enge Verbindungen zum westlichen Nachbarland: Ihre Mutter ist Niederländerin und vom niederrheinischen Emmerich, dem Ort, wo sie aufgewachsen ist, liegt die Grenze nur einen Katzensprung entfernt. Als es nach dem Abi darum ging, einen Studienort auszuwählen, besuchte sie deshalb auch die Informationstage niederländischer Hochschulen. Besonders gut gefiel es ihr an der Radboud Universiteit in Nijmegen, und sie war überglücklich, als sie dort einen Platz in ihrem Traum-Studiengang Psychologie erhielt. Reibungslos und unbürokratisch Der Start verlief reibungslos: „Die Einschreibung und Anmeldung war überhaupt nicht bürokratisch. Außerdem sind die Ansprechpartner und Dozenten alle sehr locker und menschlich und helfen gerne weiter“, ist Annes Erfahrung. Auch die traditionsreiche Studentenstadt Nijmegen gefiel ihr auf Anhieb, und das Kontakte-Knüpfen fiel nicht schwer. „Zuerst waren wir Studenten aus Deutschland eher unter uns, aber mittlerweile ist mein Freundeskreis sehr gemischt“, so die Studentin. Vor Studienbeginn musste Anne – trotz ihrer guten Sprachkenntnisse – wie alle ausländischen Bewerber einen Niederländisch-Test absolvieren, das obligatorische NT2-Examen. „Studienanwärter, die noch nicht so fit in der Sprache sind, können an der Uni fünf Wochen lang einen Intensivkurs belegen“, weiß die 26-Jährige. Die Teilnahmegebühren von rund 1200 Euro bekommen die Studenten zurückerstattet, wenn sie im ersten Studienjahr mindestens 30 ECTS-Leistungspunkte erreichen: Ein guter Anreiz, direkt ab Studienbeginn richtig durchzustarten. Auch Anne hat die Erfahrung gemacht, dass im ersten Studienjahr besondere Anstrengungen nötig sind: „In den Niederlanden gibt es zwar in vielen Fächern nicht so hohe NC-Hürden wie in Deutschland, dafür wird im ersten Jahr extrem ausgesiebt.“ Alle zwei bis sechs Wochen standen Klausuren auf dem Programm, ständig musste sie für mehrere Fächer parallel pauken. Am Ende des Jahres war die Zahl der Studenten um ein Viertel geschrumpft – Anne aber zum Glück noch dabei. Positive Erfahrungen Wenn sie jetzt, am Ende des Studiums, auf ihre Studienzeit in den Niederlanden zurückblickt, kommt sie eindeutig zu dem Schluss: „Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.“ Während des Psychologiestudiums spezialisierte sie sich auf Religions- und Kulturpsychologie. Dazu gehörten Seminare zu Jugendkulturen und zur multikulturellen Gesellschaft. Auch die Psychologie der Magie stand auf dem Stundenplan. Um den fachlichen Hintergrund noch zu erweitern, schrieb sie sich gleichzeitig für Religionswissenschaften ein. Dort ist sie, im Gegensatz zum Fach Psychologie, die einzige deutsche Studentin. Seit Juni hat sie nun den Master in Psychologie in der Tasche, im nächsten Jahr will sie dann ihr Zweitstudium abschließen. Sie plant, in ihrer Masterthesis das Thema „Sterben und Tod“ zu bearbeiten, unter spezieller Berücksichtigung des Buddhismus. Und nach dem Studium? Anne würde in Zukunft gerne weiter wissenschaftlich arbeiten und Fragen der Religionswissenschaft und der Psychologie erforschen. Ob in den Niederlanden, in Deutschland oder in einem anderen Land – da will sie sich nicht festlegen. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/10 Verfasst von Victoria Liesche zurück |
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