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studiInfo Sommersemester 2005Ich bin doch nicht blödMit dem Studentenausweis auf SchnäppchenjagdGähnende Leere im Portemonnaie – für viele Studenten nichts Unbekanntes. Das BaföG ist nicht gerade üppig, die Miete teuer, und auch der Besuch in der Stammkneipe kostet den einen oder anderen Euro. Dennoch müssen Studenten nicht auf die angenehmen Seiten des Lebens verzichten. Für sie gibt es vieles billiger. Wer seinen Studentenausweis immer dabei hat, kann so manches Schnäppchen machen. Gebührenfrei Fernsehen Schon gezahlt? – Auf diese Frage können Studenten ganz ungeniert mit „nein“ antworten. Im Gegensatz zu anderen Fernsehzuschauern und Radiohörern müssen sie Rundfunkgebühren nicht zwangsläufig bezahlen. Voraussetzung hierfür ist, dass das monatliche Einkommen den 1,5-fachen Regelsatz der Sozialhilfe plus Kaltmiete nicht übersteigt. Ist diese Voraussetzung erfüllt, geht die GEZ leer aus. Wer die Gebührenbefreiung in Anspruch nehmen möchte, muss sich allerdings jedes Semester mit den entsprechenden Unterlagen auf den Weg zum örtlichen Sozialamt machen, um diese zu beantragen. Günstiger Telefonieren: Quatschen non stop Ohne Handy geht heute gar nichts mehr. Dazu ein Festnetzanschluss und ein Internetzugang. Wenn die Telefonrechnung einmal im Monat im Briefkasten liegt, muss das jedoch nicht zwangsläufig zu Schweißausbrüchen führen. Einige Telekommunikationsunternehmen bieten spezielle Konditionen für Studenten. So zum Beispiel die Deutsche Telekom: Studenten können hier den Sozialtarif beantragen. Wer Bafög erhält oder bereits von den Rundfunkgebühren befreit wurde, erhält von der Telekom eine monatliche Gutschrift von 8,05 Euro auf die anfallenden Gesprächskosten. Der Sozialtarif wird Studierenden allerdings immer nur für ein Jahr gewährt. Spätestens nach 12 Monaten muss er neu beantragt werden. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten gewährt das Bonner Unternehmen Studierenden weitere Nachlässe. Beim Programm „Uni@home“ erhalten Studenten, die an einer der Partner-Universitäten studieren, den vollen Bereitstellungspreis für einen ISDN-Anschluss zurück. Auch Nutzer von DSL oder Wireless LAN haben die Möglichkeit zu sparen. Zudem gibt es vergünstigte Telefone und Modems. Im Mobilfunkbereich wird es mit dem Sparen schon etwas schwieriger, aber auch hier nehmen einige Betreiber Rücksicht auf die knappen Kassen der Studenten. Gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung gibt es Gratis-SMS oder Gesprächsguthaben. Lesen und sparen Wer viel liest, ist gut informiert, muss dafür aber auch Einiges ausgeben. Wenn Studenten viel lesen, können sie dabei sogar noch Geld sparen. Die meisten Verlage bieten Spezialkonditionen für studierende Leser an. Zu den regulären Abonnements besteht mit Ausnahme des Preises kein Unterschied. So lassen sich bei vielen Zeitungen oder Magazinen ganz einfach bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen. Welche Bank ist die richtige? Auch wenn Studenten in den meisten Fällen nicht über Unmengen von Geld verfügen – ohne ein Bankkonto kommen auch sie nicht aus. Sei es, um den Unterhalt der Eltern entgegen zu nehmen, den hart erarbeiteten Nebenverdienst einzustreichen oder um die Semestergebühren an die Universitätskasse zu überweisen. Zum Glück für die Studenten stellen fast alle Banken den Nachwuchs-Akademikern kostenlos ein Giro-Konto zur Verfügung, zu dem in aller Regel auch eine kostenlose EC-Karte gehört. Selbst wer seine Bankgeschäfte online abwickeln möchte, muss hierfür bei den meisten Kreditinstituten nichts bezahlen. Teilweise ist Online-Banking sogar Bedingung, um das kostenlose Girokonto nutzen zu können. Alles in allem unterscheiden sich die Angebote der Banken kaum. Anders sieht es da schon aus, wenn es zusätzlich zur EC-Karte noch eine Kreditkarte sein soll. Diese ist in der Regel kostenpflichtig. Zudem unterscheiden sich die Studententarife der verschiedenen Geldinstitute teilweise erheblich. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Für alle Tarife gilt jedoch: Ab dem Alter von 30 Jahren ist Schluss. Rabatt beim Onkel Doktor Die Gesundheitsreform ist in aller Munde. Und auch an Studenten geht diese nicht unbemerkt vorüber. Wer an einer Hochschule eingeschrieben ist, muss bei einem Arztbesuch genauso 10 Euro Praxisgebühr bezahlen wie alle anderen gesetzlich Versicherten. Studenten unter 25 Jahren sind jedoch noch über ihre Eltern mit versichert und sparen so rund 50 Euro pro Monat. Ab 26 müssen sich Studenten selbst versichern. Für männliche Studenten, die bereits ihren Wehr- oder Ersatzdienst geleistet haben, verschiebt sich die Altersgrenze um ein Jahr nach hinten. Studierende können sich unter bestimmten Umständen von den Zuzahlungen für Medikamente oder Reha-Behandlungen befreien lassen. Befreiungsscheine stellt die Krankenkasse nach Prüfung der persönlichen finanziellen Situation aus. Bafög-Empfänger können zudem einen monatlichen Zuschuss beantragen. Nähere Informationen rund um die Krankenversicherung für Studenten gibt es bei den verschiedenen Krankenkassen. Generell können Studenten sich auch privat krankenversichern. Hierbei sollte jedoch ein genauer Vergleich der Preise und Leistungen erfolgen, da die Angebote der Versicherer sich teilweise beträchtlich unterscheiden. Günstige PCs für kühle Rechner Ganz gleich ob für Hausarbeiten, Exposés, Internetrecherchen und E-Mails – ohne Computer geht heutzutage gar nichts. Häufig stellen Professoren Skripte und Folien ihrer Vorlesungen zum Download ins Internet, die Anmeldung zu Prüfungen kann vielerorts nur noch online erfolgen. Für Studenten heißt das: Spätestens zum Studienbeginn muss ein eigener PC her, am Besten ein Notebook, das sich bequem in die Bibliothek oder zum Arbeitsgruppentreffen mitnehmen lässt. Doch ein neuer Computer ist nicht billig. Da hilft in der Regel auch der Studentenausweis nicht weiter. Da sich die Computeranbieter regelmäßig mit neuen Sonderangeboten unterbieten, sind Rabatte extra für Studierende selten drin. Doch gerade in Hochschulstädten, im unmittelbaren Umfeld der Campi gibt es doch immer wieder Händler, die Studenten Nachlässe gewähren. Es lohnt sich also die Augen offen zu halten und Preise zu vergleichen. Anders als bei der Hardware sieht es da schon bei der Software aus. Hier hilft der Studentenausweis an der Kasse: Betriebssysteme, Textprogramme oder Grafiksoftware namhafter Hersteller gibt es nämlich auch mit speziellen Lizenzen für Hochschüler. Damit lassen sich teilweise bis zu drei Viertel des Originalpreises einsparen. Die Programme sind voll funktionsfähig und lediglich die Nutzungsrechte beschränkt. Das heißt die Programme dürfen zwar fürs Studium genutzt werden, nicht aber für gewerbliche Zwecke. Wenn die weite Welt ruft Sicherlich ist es sinnvoll die Semesterferien für Praktika, zum Verdienen des Lebensunterhalts oder zum Schreiben von Hausarbeiten zu nutzen. Dennoch schadet eine gelegentliche Pause in Form eines Urlaubs nicht. Die positive Wirkung einer Reise auf das Wohlbefinden und somit auch auf die Motivation fürs Studium lässt sich nicht von der Hand weisen. Hier und da eine Auszeit hat also durchaus ihr Gutes. Urlaub, na klar! Aber wovon bezahlen? – Dass die Urlaubskasse der meisten Studenten nicht gerade üppig gefüllt ist, hat inzwischen auch die Tourismusbranche verstanden. Darum haben Reiseunternehmen und Fluglinien spezielle Angebote für Studenten im Programm. Einige Airlines locken Hochschüler, bei denen das Fernweh ausgebrochen ist, mit Sondertarifen in ihre Flieger. Und auch Reisebüros gewähren zunehmend Rabatte. Die Reisebüro-Kette STA-Travel hat sich sogar ausschließlich auf Studenten spezialisiert und bietet in mehr als 20 Städten spezielle Flüge für die angehenden Akademiker. Und auch die Bahn denk mit: Gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung gibt es die Bahncard 50 zum halben Preis. Wer sich in den Semesterferien zeitweise aus Deutschland verabschiedet, sollte auf jeden Fall an einen internationalen Studentenausweis denken (ISIC). In über 100 Ländern weltweit finden die Ausweisbesitzer verbilligte Unterkünfte, Eintrittspreise, Flüge und Bahnfahrten. Die ISIC-Card gilt maximal 16 Monate. Sie ist für 10 Euro bei den Studentenwerken, Asten und studentischen Reisebüros erhältlich. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/05 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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