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studiInfo Sommersemester 2008

Hotelmanagement bietet rosige Aussichten

Service in Perfektion
Für den Einstieg in die gehobene Gastronomie ist eine fundierte Ausbildung zentrale Voraussetzung.

Jährliche Zuwachsraten von 3,9 Prozent auf einem enorm hohen Niveau, das bereits jetzt einen Jahresumsatz von 5,4 Billionen Euro übersteigt – kaum einer Branche prophezeien Marktforscher eine so rosige Zukunft wie dem Bereich Reise und Tourismus. Bis 2017, so haben der globale Branchenverband World Travel & Tourism Council und die Unternehmensberatung Accenture errechnet, soll der Umsatz auf mehr als 9,9 Billionen Euro steigen.
Kein Wunder also, dass allenthalben neue Hotels entstehen. Dabei sind Adlon, Burj al Arab und Luxor nur die Spitze des Eisberges. Eine Spitze jedoch, die einen enormen Personalbedarf hat, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden: Perfekter Service, der weit über das Erwartete hinaus geht und internationales Management auf höchstem Niveau. Wenn der Gast einen Wunsch hat, den er noch nicht formulieren konnte, weil er ihm noch nicht klar genug war, sollten die Mitarbeiter des Hotels im Prinzip schon die nötigen Vorbereitungen getroffen haben, um diesen Wunsch zu erfüllen. Hinter den Fassaden arbeiteten 2005 weltweit rund 221 Millionen Menschen, bis 2015 sollen es laut Prognose rund 260 Millionen sein. Die Branche beschäftigt zur Zeit 600 000 Führungskräfte und diese Zahl wird sich in wenigen Jahren verdoppeln.
Die Palette der Tätigkeiten im Gastgewerbe ist nahezu unendlich, zusammengehalten werden die Arbeiten aber in der Regel von gut und international ausgebildeten Führungskräften, die nicht nur ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben sondern mit allen Management-Kenntnissen ausgestattet sind, die es ihnen erlauben komplexe Betriebe erfolgreich durch den globalen Wettbewerb der Hospitality-Branche zu führen.

Hoher Standard der Ausbildung
Relativ sichere Eintrittskarte in die führenden Hotels der Welt ist ein Studium an den spezialisierten Hotelfachschulen in der Schweiz, die seit jeher bekannt sind für die Ausbildung angehender Top-Hoteliers. Zu den angesehensten gehören etwa die beiden Hotelmanagement-Schulen Les Roches und Glion, die laut einer aktuellen Umfrage in der Hotellerie zu den drei besten Schulen der Welt für internationale Hotelkarrieren zählen. Auf beiden Schulen ist erste Unterrichtssprache Englisch, in Glion wird daneben noch auf Französisch unterrichtet. Das besondere an beiden Häusern ist nicht nur der hohe Standard der Ausbildung, sie gehören auch mit der Ecole Hôtelière Lausanne zu den drei Hochschulen, deren Bachelor international akkreditiert und anerkannt ist. Wer dort seinen Abschluss macht, kann also ohne weiteres ein Master-Studium aufsatteln oder sich für den zweiten Abschluss an einer anderen Hochschule etwa in den USA bewerben.

Praxis von Anfang an
In Glion wie in Les Roches werden Bachelor- Studiengänge angeboten, wobei Les Roches sein Augenmerk stärker auf den Bereich Food & Beverage legt, während Glion ein generalistischeres aber auch sehr praktisch orientiertes Konzept fährt. Bereits eine Woche nach Einstieg ins Studium leisten die Erstsemester die ersten Schichten in Küche und Restaurant – selbstverständlich unter Anleitung erfahrener Gastronomie- Profis. Nach getaner Arbeit wird reflektiert, was geklappt hat und wo die Fehler lagen und alle praktischen Kurse werden sukzessiv durch Betriebswirtschaftslehre und Managementkurse ergänzt, die es erst ermöglichen, dass Absolventen später in der internationalen Hotellerie Führungsverantwortung übernehmen können.
Ein System, das sich durch das gesamte Studium zieht: Die Kombination von Theorie und Praxis, so erklärt Arie van der Spek, Generaldirektor von Les Roches und ehemaliger Top Manager in der Hotellerie, dem bei Intercontinental Europe 640 Hotels unterstanden, zahle sich besonders gut aus, wenn sie mit allgemein bildendem Unterricht einher gehe. Darum ist an beiden Schulen für die jungen Jahrgänge auch das Praktikum verpflichtend. Nach dem ersten und nach dem dritten oder vierten Semester absolvieren die angehenden Hotelmanager jeweils ein rund halbjähriges Praktikum in einem Hotel ihrer Wahl.

Durch das Praktikum erlangen die Studierenden indes nicht nur Erfahrung, sie erhalten auch Credit Points für ihr Studium. Schließlich werden die Praktikanten in der Regel nicht nur bezahlt, die Hotels erwarten auch von ihnen, dass sie voll mitarbeiten – ganz gleich, ob in der Küche, an der Rezeption oder im Service. Im Schnitt erhalten Studenten aus Glion und Les Roches von den Schulen sechs Angebote pro Semester für Praktikumsstellen in Top-Hotels.

Vier Stellenangebote pro Absolvent
Nach dem Studium haben die Absolventen beste Chancen, an einer der Top-Adressen unterzukommen, besuchen doch regelmäßig die Personaler aller großen Hotelketten die Schulen auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Durchschnittlich erhält jeder Absolvent vier Stellenangebote – so hatten 94 Prozent der Absolventen im vergangenen Jahr einen Job in der Tasche, noch bevor sie die Schulen verließen.




Selbstständigkeit beweisen

Ein Auslandsaufenthalt macht sich im Lebenslauf ausgesprochen gut, erkennen doch Personaler den Aufbruch ins Ungewisse als Nachweis selbstständigen Denkens und Handelns an.


Trotz stetig steigender Studierendenzahlen konnten die Schweizer Universitäten bisher auf Zulassungsbeschränkungen für andere als die medizinischen Fächer verzichten. In der Schweiz existieren zwölf anerkannte universitäre Hochschulen, acht Fachhochschulen, 15 Pädagogische Hochschulen sowie weitere vom Bund unterstützte Universitätsinstitutionen.
Neben den genannten Hochschulen gibt es in der Schweiz noch eine Reihe privater Hochschulen und Institute, die dort erworbenen Abschlüsse werden jedoch von der Schweiz nicht anerkannt – dessen ungeachtet können sie in der Wirtschaft gern gesehen sein.
Das akademische Jahr ist in zwei Semester eingeteilt. Im Herbstsemester beginnen die Lehrveranstaltungen in der Woche 38 und dauern bis zur Woche 51, im Frühlingssemester beginnen sie in der Woche acht und enden in der Woche 22.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/08
Verfasst von STUDIInfo


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