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studiInfo Wintersemester 2007/08

Englischsprachig studieren in Maastricht

Problembasiertes Lernen
Die Universität Maastricht wurde mehrfach zur führenden Universität der Niederlande gewählt. Judith Gossing studiert dort „Infonomics“. STUDIInfo berichtet über ihre Erfahrungen.

12000 Studenten, 29 verschiedene Nationalitäten – die Universität von Maastricht zieht in jedem Semester Studienanfänger aus ganz Europa an, die an der jüngsten Universität der Niederlande einen international anerkannten Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erwerben wollen. Kein Wunder, schließlich bietet die vor 30 Jahren gegründete Universität kleine Lerngruppen, umfangreiche Bibliotheken und neueste Ausstattung. Mehrfach wurde Maastricht zur führenden Universität der Niederlande gewählt – und auch im europaweiten Vergleich steht die Uni recht gut da.

Internationaler Studiengang: „Infonomics“
Argumente, die auch Judith Gossing überzeugt haben. Vor eineinhalb Jahren entschloss sich die heute 20-Jährige ihre Heimatstadt Warendorf im Münsterland zu verlassen. „Ich wollte unbedingt in englischer Sprache studieren“, erzählt die Studentin, die bereits während der Schulzeit ein Jahr in den USA verbrachte. Bei einem Besuch der Berufswahlmesse in Köln wurde die Abiturientin auf die Universität von Maastricht aufmerksam – und den in Deutschland unbekannten, internationalen Studiengang „Infonomics“.
„Dabei handelt es sich quasi um einen Mix aus Betriebs- und Volkswirtschaft mit Schwerpunkt in der IT- und Informationsbranche“, erklärt Judith Gossing. Rund 230 Studenten starten in jedem Jahr an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in den Studienrichtungen „International Economic Studies“, „Internationals Business Economics“ – oder eben Infonomics.

Hohe Anforderungen beim Studium
Im ersten Studienjahr besuchen die Studenten zunächst gemeinsam Seminare und Vorlesungen, die Spezialisierung in einer der drei angebotenen Fachrichtungen erfolgt im zweiten Jahr. „Aber gerade das erste Jahr hat es in sich“, erinnert sich Judith Gossing. Zulassungsbeschränkungen für den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang gibt es keine, das erste Studienjahr aber dient der Selektion. „Da heißt es dann, die Zähne zusammenzubeißen, denn die Anforderungen sind hoch“, betont die Münsterländerin. Regelmäßige Klausuren, Tests und Präsentationen gehören für die Studenten in Maastricht zum Alltag. „Aber das macht nichts, denn die Lern- und Vorbereitungsmöglichkeiten sind hier optimal“, gibt Judith Gossing Entwarnung. So hat sich die Fakultät dem so genannten „Problem based learning“ verschrieben: In regelmäßig wechselnden Kleingruppen werden wirtschaftswissenschaftliche Problemfälle analysiert – mit Unterstützung von Professoren und Dozenten. „Das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden ist sehr positiv, denn sie nehmen sich viel Zeit und sind sehr hilfsbereit“, beschreibt die Studentin.

Praktika und Auslandssemester sind ein Muss
Dennoch sei auch viel Eigeninitiative gefragt, um die sechs Semester bis zum Bachelor-Abschluss erfolgreich zu absolvieren. Regelmäßige Praktika und ein Auslandssemester sind obligatorischer Teil der Lernbiografi e in Maastricht. Und auch die 1500 Euro Studiengebühren, die im Jahren anfallen, „sind das absolut wert“. Zumal in Maastricht, anders als in Deutschland, der weiterführende Master-Abschluss in jeden Fall gemacht werden kann. „Hier kommen eben nicht 100 Absolventen auf einen Master-Studienplatz“, stellt Judith Gossing einen Vorteil gegenüber deutschen Universitäten heraus.
Ihre Entscheidung für das Studium in den Niederlanden hat die 20-Jährige nicht bereut. „Der Weg war genau richtig“, blickt sie optimistisch in die Zukunft – in der zunächst ein Praktikum bei IBM wartet.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/07
Verfasst von STUDIInfo


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