20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7 |
studiInfo Wintersemester 2005/06„Chancen sind deutlich besser“Duale AusbildungIm Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien mit Sitz in Frankfurt/Main sind die Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Dr. Diana Reuter erklärt, welche persönlichen Voraussetzungen die Bewerber mitbringen sollten und welche Chancen die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt haben. Welche fachlichen Voraussetzungen sollten Bewerber für einen dualen Ausbildungsgang mitbringen? Zum Studium kann zugelassen werden, wer die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzt, wer mit einer geeigneten Ausbildungsstätte einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat, der den von der Akademie aufgestellten Grundsätzen entspricht, und wer von dieser Ausbildungsstätte bei der Akademie zum Studium angemeldet wird. Wie sieht es mit den persönlichen Voraussetzungen aus? Ausschlaggebend für die Unternehmen ist erst einmal nur das Zeugnis des Bewerbers. Man muss als Abiturient sehr gut organisieren können, weil man in der dualen Ausbildung wenig Zeit hat. Die Studierenden haben eine Sechs-Tage-Woche. Sie müssen Berufsausbildung und Studium unter einen Hut bringen, außerdem soll ja noch ein bisschen Freizeit bleiben, um abschalten zu können. Gibt es Berufsfelder und -wünsche, bei denen Sie Abiturienten von der Wahl einer dualen Ausbildung abraten würden? Nein, die gibt es nicht. Es gibt in der Bundesrepublik eine ganze Fülle von Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien. Sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern und zwischen den einzelnen Akademien groß? Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien werden nach einheitlichen Grundsätzen, die einen Rahmen-Studienplan, eine Rahmen-Prüfungsordnung und Rahmen-Studienordnung umfassen, organisiert. Die zu uns gehörenden Berufsakademien müssen die landesgesetzlichen Rahmenbedingungen für Berufsakademien befolgen. Da wir an diesen Gesetzen maßgeblich mitgewirkt haben, sind die Anforderungen unseres Bundesverbandes demzufolge berücksichtigt. Viele Bewerber klagen, dass zu wenige Plätze für einen dualen Ausbildungsgang angeboten werden. Wird sich die Zahl in der nahen Zukunft merklich erhöhen? Die Unternehmen stellen die Ausbildungsplätze für die duale Abiturientenausbildung zur Verfügung, so dass die Akademien, die zuständig sind für das wissenschaftliche Studium, keinen direkten Einfluss darauf nehmen können. Was ist Ihre persönliche Einschätzung: Wird sich die Zahl in Zukunft erhöhen und sich das Modell damit noch stärker etablieren? Wir haben ungeheuer viele Anfragen für ein Studium. Die Nachfrage ist groß, aber das Angebot reicht nicht aus. Die Unternehmen müssen die Ausbildung auch bezahlen können. Ist ein Unternehmen von dem Modell überzeugt, wird sich die Zahl der Plätze in Zukunft mit Sicherheit erhöhen. Wie sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn jemand nach einem kombinierten Ausbildungsgang von dem Unternehmen nicht übernommen wird? Auf alle Fälle sind die Chancen mit der Kombination von Berufsausbildung und wissenschaftlichem Studium deutlich besser, als wenn man nur eine Berufsausbildung oder nur ein reines Vollzeit-Studium abgeschlossen hat. Die Absolventen beherrschen die Grundsätze der beruflichen Praxis und die Grundsätze der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Das wird auf dem Arbeitsmarkt anerkannt. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/05 Verfasst von STUDIInfo zurück |
|
||||||||
|
Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG |