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studiInfo Wintersemester 2006/07Bis nach ganz oben!Erfolgreiche KarrierewegeWer ein Studium an der Berufsakademie absolviert, der erhält zwar keinen akademischen Grad. Für die Karriere muss das aber keineswegs ein Nachteil sein. Das beweist Bernhard Schreier, der heute – 28 Jahre, nachdem er von der BA Mannheim sein Diplom erhielt – Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG ist. „Einfach nur studieren – das kam für mich nach dem Abitur nicht in Frage“, erklärt Bernhard Schreier. So informierte er sich intensiv über die verschiedenen Studienmöglichkeiten, auch über das seinerzeit noch recht junge Konzept der Berufsakademie. Die dort gebotene Verbindung von Theorie und Praxis im dualen Studiengang gab für ihn schließlich den Ausschlag: Mitte der 70er Jahre begann Bernhard Schreier ein Maschinenbau-Studium an der BA Mannheim, absolvierte parallel bei der Heidelberger Druckmaschinen AG eine Ausbildung und war 1978 – nur drei Jahre nach Ausbildungsbeginn – frischgebackener Diplom-Ingenieur (BA). Seine Ausbildung war ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Bilderbuchkarriere, den Bernhard Schreier nie bereut hat. „Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu erleben, wie gehen Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitern um, was ist Motivation und was ist keine Motivation – das sind Dinge, die man in einer Schule oder Universität nie und nimmer in der gleichen Form erfährt“, resümiert der erfahrene Manager. Neben dem Praxisbezug als Highlight des BA-Studiums sei aber auch die kurze Studiendauer ein Vorteil, denn „nach drei Jahren ein abgeschlossenes Diplom zu haben, das bietet ein normales Studium nicht“. Jungen Schulabsolventen, die heute auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive sind, empfiehlt Bernhard Schreier, sich eine generelle Allgemeinbildung über alle Bereiche hinweg anzueignen. „Das ist das Wichtigste überhaupt.“ Parallel dazu seien Dinge entscheidend wie beispielsweise Teamwork und Problemlösungsmethoden – die „personal skills“, also miteinander auszukommen und mit Konfliktsituationen umgehen zu können. Nicht vergessen werden dürften bei der Karriereplanung auch die „Präsentationsskills“: Vor einer Gruppe stehen und in anschaulicher, präziser Form mit einem adäquaten verbalen Instrumentarium etwas präsentieren zu können, habe heute einen hohen Stellenwert. Zwei Sätze möchte Bernhard Schreier zudem allen mit auf den Weg geben, die am Anfang ihres beruflichen Werdegangs stehen: „Tue an jeder Stelle, an der du eingesetzt bist, immer dein Bestes“ und „Gebe beim Aufstieg jedem die Hand, denn du könntest sie beim Abstieg wieder brauchen“. Expertentipp von Michael Zeisberger, Deutsche Telekom AG, Leiter Bereich Nachwuchskräfte im Zentralbereich Human Resources Development Die Entscheidung für oder gegen eine Studienrichtung sollte neben den persönlichen Interessen auch den Ausblick auf einen bestimmten Arbeitsbereich berücksichtigen. Wirtschaftseinheiten agieren zunehmend international und wählen Persönlichkeiten aus, die diesen Anforderungen gewachsen sind. Ob ein Vollzeitstudium oder ein dualer Studiengang für die berufliche Ausbildung in Frage kommt, spielt genauso eine Rolle. Die neuen Studienabschlüsse „Bachelor“ und „Master“ sind der sichere Weg in die Zukunft. Sinnvoll ist es, schon während des Studiums Initiative und Engagement zu zeigen. Nutzen Sie Möglichkeiten, Erfahrungen im Ausland zu machen, sei es durch einen Studienaufenthalt oder durch ein Praktikum. Interkulturelle Kompetenz wird zunehmend wichtiger. Der Nachweis erster praktischer Erfahrungen im Inland gehört heute fast selbstverständlich in jeden Lebenslauf eines Hochschulabsolventen. Vom Nachwuchs bei der Deutschen Telekom erwarten wir ein hohes Maß an Flexibilität und Mobilität, hervorragende Leistungen in Schule und Studium sowie Interesse an unserem Unternehmen mit seinen Angeboten, Produkten und Menschen. Als Dienstleister ist die Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden das A und O unseres Geschäftes. Das bedeutet, dass die Menschen, die bei uns tätig sind, auch eine entsprechende soziale Kompetenz mitbringen müssen. Die erwirbt man sich nicht nur im Studium, sondern durch darüber hinausgehendes Engagement, z.B. in Vereinen oder studentischen Organisationen. Um praktische Erfahrungen während des Studiums zu sammeln, bieten wir als Arbeitgeber Praktika für Studierende an. Zudem gibt es verschiedene duale Studiengänge, bei denen in virtuellen Vorlesungen die intensive Nutzung von E-Learning-Tools erlernbar sind. Nach dem Studium gibt es für Hochschulabsolvent/in die Möglichkeit, direkt einzusteigen und über ein Training-on-the-Job in den zukünftigen Aufgabenbereich hineinzuwachsen oder über ein 15- bis 18-monatiges Trainee-Programm verschiedenste Unternehmensbereiche kennen zu lernen. Das Lernen endet nicht mit der Ausbildung. Neugier und die Offenheit für Neues bleiben immer wichtig. Das Entscheidende für den künftigen Beruf ist, dass er Spaß macht. Wir als Deutsche Telekom wünschen Ihnen für Ihren Start ins Studium viel Erfolg! Expertentipp von Sven Breipohl Principal, Global Human Resources Roland Berger Strategy Consultants Frühe Planung statt Kompromisslösung Der Bedarf an Fach- und Führungskräften in Deutschland wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Dennoch gestaltet sich die Suche nach dem ersten Job für Wirtschaftswissenschaftler nicht einfach. Die Anforderungen der Unternehmen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Heute reichen überdurchschnittliche Noten und eine schnelle Studienzeit alleine nicht mehr aus. Das gilt nicht mehr nur für Branchen wie Beratung oder Investmentbanking. Auch Industrieunternehmen fokussieren heute auf Nachwuchskräfte, die sich durch einen hohen Praxisbezug auszeichnen und überdies intensive Auslandserfahrungen in einer zunehmend globalisierten Wirtschaftswelt vorweisen können. Studenten müssen sich entsprechend früh und genauer überlegen, in welches Berufsfeld sie nach dem Studium wollen. Das gilt zum einen für die Auswahl eines geeigneten Studienfachs, wobei die Vielfalt an Studienprogrammen aufgrund der Umstellung von Diplomauf Bachelor- und Masterstudiengänge zunimmt. Zum anderen ist es notwendig, sich frühzeitig auf Karrieremessen oder Recruitingveranstaltungen von Unternehmen detailliert über Einstiegsmöglichkeiten und Anforderungen zu informieren. Letztendlich bieten Praktikum oder Diplomarbeit bei einer Zielfirma gute Aussichten auch auf einen späteren Einstieg. Der Studiumsverlauf, insbesondere im Hauptstudium, muss vorausschauend geplant werden. Der Bewerbungsaufwand für Praktika bei namhaften Firmen und insbesondere für Auslandssemester wird häufig unterschätzt. Das führt in vielen Fällen dazu, dass Studenten diese wichtigen Erfahrungen nicht realisieren oder sich mit Kompromisslösungen zufrieden geben. Auch die Schwerpunktfächer im Hauptstudium müssen gut überlegt sein, denn sie bilden die fachliche Grundlage für das erste Einsatzgebiet und sind damit von hoher Relevanz für Personalentscheider. Die Tatsache, dass den Nachwuchskräften von heute von Anfang an verantwortungsvollere Aufgaben in den Firmen übertragen werden, führt dazu, dass die Auswahlprozesse härter und selektiver werden als früher. Wer sich im Vorfeld ganz genau über die Recruitingverfahren informiert und sich auch entsprechend gut auf Gespräche und Module eines Assessment Centers vorbereitet, besitzt am Ende die besten Erfolgschancen. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/06 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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