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studiInfo Sommersemester 2005

Belastbarkeit und viel Selbstdisziplin!

Die Plätze für VWA-Ausbildungen sind rar. Die Bewerberzahlen hoch. Was von Bewerbern für eine VWA-Ausbildung genau erwartet wird, erklärt Gerlind Griese, Leiterin der Kaufmännischen Ausbildung bei BASF Coatings.

Ausbildungsplätze, die eine praktische Ausbildung mit einem Studium an einer Berufsakademie kombinieren sind bei Schulabgängern sehr beliebt, da sie eine hervorragende Ausgangsbasis für die berufliche Karriere bilden. Doch wer ist für eine solche Ausbildung geeignet? Gerlind Griese, Leiterin der Kaufmännischen Ausbildung bei BASF Coatings, weiß worauf es ankommt:

Ist die Kombination von Ausbildung und Studium für jedermann geeignet?
Nein, das auf keinen Fall. Wer sich für eine solche Berufsausbildung interessiert, sollte sich sowohl für eine praktische Arbeit interessieren, sich aber auch nicht gegen eine wissenschaftliche und theoretische Beschäftigung mit dem Ausbildungsinhalt sträuben.

Welche Grundvoraussetzungen sollte ein Bewerber mitbringen?
Zunächst einmal, die entsprechende Schulbildung. Das bedeutet Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss. Außerdem sind Belastbarkeit und Flexibilität gefragt. Bewerber müssen sich darauf einstellen, sollten sie einen Ausbildungsplatz erhalten, drei relativ anstrengende Jahre mit einer Sechs-Tage-Woche vor sich zu haben. Das geht nicht ohne ein Mindestmaß an Selbstdisziplin.

Auf welche Eigenschaften legen Sie denn besonderen Wert?
In unserem Fall, wir bilden Betriebswirte aus, kommt es zum einen auf sprachliche Kenntnisse, vor allem natürlich Englisch, an. Außerdem sollte ein gewisses mathematisches Verständnis vorhanden sein. Darüber hinaus ist es außerordentlich wichtig, teamfähig zu sein und über kommunikative Kompetenz zu verfügen.

Wie wählen Sie ihre Auszubildenden konkret aus?
Der erste Eindruck ist das Bewerbungsschreiben. Das muss ordentlich und formal korrekt sein. Wichtig ist, dass es authentisch ist. Sätze wie „Die Verbindung von Theorie und Praxis interessiert mich sehr…“ schreibt jeder. Entscheidend ist, warum sich jeder einzelne für eine solche Berufsausbildung interessiert. Dabei ist auch der Lebenslauf sehr aufschlussreich. Welche Hobbys hat jemand? Hat er bereits Praktika gemacht? Letztlich kommt auch dem Foto eine nicht unwichtige Rolle zu.

Nach der Vorauswahl laden wir die aussichtsreichsten Kandidaten zu einem eintägigen Auswahlverfahren ein. Auf Grund der Testergebnisse und der Art und Weise des Verhaltens treffen wir schließlich unsere Entscheidung.

Würden Sie jungen Menschen zu einer solchen Theorie und Praxis vereinenden Ausbildung raten?
Auf jeden Fall. Wer meint den Anforderungen gewachsen zu sein und sich wirklich dafür interessiert, sollte sich bewerben. Die Berufsaussichten nach abgeschlossener Ausbildung zumindest sind nicht die Schlechtesten.

Frau Griese, vielen Dank für diese Auskünfte.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/05
Verfasst von STUDIInfo


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