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studiInfo WS 08/09Austauschsemester in den Niederlanden: Oranje-Fan von Kindesbeinen an Zwei Semester lang studierte Sabine Koch an der Universiteit Leiden. Eine Entscheidung, die der heute 23-Jährigen zunächst nicht leicht fiel.„So, ab hier wird nur noch Niederländisch gesprochen.“ So lautete die väterliche Losung, wenn Sabine Koch mit ihren Eltern und Geschwistern im Nachbarland Urlaub machte. Damals hätte sich die 23-Jährige wohl noch nicht träumen lassen, dass sich die allgemeine familiäre Begeisterung für das Land der Tulpen und des Käses in ihren eigenen Zukunftsplänen niederschlagen sollte. Nach dem Abitur entschloss sich Sabine, den Niederlanden auch von der wissenschaftlichen Seite zu Leibe zu rücken und schrieb sich an den Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster für den Magister- Studiengang Niederlande-Studien in Kombination mit den Nebenfächern Niederländische Philologie und Ethnologie ein. Seit Sommersemester 2004 widmet sich die Wahl-Münsteranerin nun viele Stunden des Tages Geschichte, Kultur und Sprache des westlichen Nachbarn – eine Entscheidung, die sie allen Unkenrufen zum Trotz nicht bereut. „Anfangs bin ich schon öfters gefragt worden, was ich mit meiner Fächerkombination später einmal berufl ich erreichen möchte“, gibt die Studentin im siebten Semester zu. Die Betreuung von niederländisch sprechenden Kunden in einem deutschen Konzern – oder umgekehrt – könne sie sich gut vorstellen, sagt Sabine dann. Inklusive Leben im Nachbarland. Bis dahin liegen aber noch einige Semester vor der jungen Frau. Probe auf Zeit Den Alltag in den Niederlanden hat Sabine Koch dennoch bereits erprobt. In Form eines Erasmus-Studienjahres verbrachte sie im vergangenen Jahr zwei Semester an der Universität in Leiden. Ein Schritt, der der 23-Jährigen zunächst nicht leicht fiel. „Ich hatte schon etwas Angst, den sprachlichen Voraussetzungen vielleicht nicht gewachsen zu sein oder keinen Anschluss zu finden. Auch der Gedanke, Familie und Freunde ein Jahr lang zurück lassen zu müssen, behagte ihr gar nicht. „Am Institut haben mir aber viele gut zugeredet und mir immer wieder vor Augen geführt, dass ein Auslandssemester sowohl für mein Studium, aber auch für mich persönlich eine wichtige Chance sei“, beschreibt die Studentin die Wochen bis endlich die Entscheidung getroffen war. Etwa 30 Prozent der rund 400 Studierenden des Münsteraner Fachbereichs entscheiden sich für ein oder zwei Austauschsemester in den Niederlanden oder im flämischen Teil Belgiens. Viel Kontakt zu Einheimischen zahlt sich aus Da das Niederländische Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität mit zahlreichen Unis in den Niederlanden kooperiert, konnte sich Sabine ihren Studienort schließlich aussuchen. Die Wahl fiel auf das beschauliche Leiden, da es „für mich eben so typisch holländisch ist“. Nach gut einem halben Jahr der Vorbereitungszeit ging es im März vergangenen Jahres schließlich ins Nachbarland. Dort hatte sich Sabine bewusst für ein Zimmer in einer WG mit Niederländern entschieden, um möglichst viel Kontakt zu Einheimischen zu bekommen. Aber auch die Erasmus-Betreuer der Universiteit Leiden sorgten dafür, dass sich die junge Frau in ihrer Heimat auf Zeit schnell wie zu Hause fühlte. Durch die regelmäßigen Familienurlaube in der Kindheit waren ihr Chocomel, Stroopwafels, Vla und Co. bereits bestens vertraut. „Meine Sprachkenntnisse haben sich in den Monaten stark verbessert. Während mir das Lesen und Verstehen vorher schon recht leicht fiel, haben sich jetzt auch Rechtschreibung und Grammatik deutlich vorwärts entwickelt“, blickt die 23-Jährige zufrieden auf ihre akademischen Fortschritte. Und auch die vielen persönlichen Begegnungen und Erfahrungen lässt sie gerne Revue passieren. Zurück in der Heimat Seit August vergangenen Jahres ist Sabine Koch zurück in Münster. An ihre Zeit in Leiden erinnert sie sich fast täglich. Als Mitglied der Fachschaft des Instituts für Niederlandestudien rät sie Kommilitonen heute jederzeit zum Austauschsemester in den Niederlanden. „Ich würde das sofort wieder machen.“ Kontakt Leiden Universität Postadresse: Leiden University | P.O. Box 9500 2300 RA Leiden | The Netherlands Besucheradresse: Rapenburg 70 | 2311 EZ Leiden Telefon: +31 (0)71 527 27 27 E-Mail: S.A.Dehue@IO.LeidenUniv.nl Internet: www.leiden.edu Besucherzentrum Leiden: www.visitors.leidenuniv.nl Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/08 Verfasst von Jutta Melchers zurück |
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