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studiInfo Sommersemester 2005Alternative zum Fulltime-StudiumDaten, Fakten und Informationen zur BA-AusbildungStudium oder Ausbildung – diese Frage stellen sich Abiturienten und Abiturientinnen mehr denn je in einer Zeit, in der die Hochschulen überfüllt und etliche Studiengänge durch einen Numerus clausus blockiert sind. Es gibt jedoch eine attraktive Alternative zum Fulltime-Studium. Viele Unternehmen, vor allem große Konzerne, bieten die Möglichkeit, eine betriebliche Ausbildung mit einem Studium zu kombinieren. Insbesondere in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen sowie Pflege, Gesundheit und Soziale Arbeit werden solche Studiengänge angeboten. Ziel dieser Art der Berufsausbildung ist es, die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Die Studierenden können das, was sie in der Vorlesung beigebracht bekommen direkt im Betrieb anwenden. Und das was sie bei der Arbeit im Unternehmen lernen, erleichtert wiederum das Verständnis für die Theorie. Am Ende verfügen die Absolventen über detaillierte theoretische Kenntnisse und bereits über mehrere Jahre Praxiserfahrung – optimale Voraussetzungen für die berufliche Karriere. Eine solche kombinierte Ausbildung dauert in der Regel drei, in einigen Fällen zwei Jahre. Das heißt, die Studierenden erlangen schon in jüngerem Alter einen Abschluss. Darüber hinaus verdienen sie bereits während des Studiums ihr eigenes Geld – ein Privileg, das „normalen“ Studenten nicht zu Teil wird. Die Ausbildung mit angeschlossenem Studium ist fast immer mehrstufig aufgebaut: Die erste Phase beinhaltet eine verkürzte Ausbildung – beispielsweise zum Industriekaufmann/frau. In dieser Zeit arbeiten die Auszubildenden drei Tage im Betrieb und besuchen an einem Tag die Berufsschule. An zwei weiteren Tagen steht dann das Studium an einer entsprechenden Berufsakademie auf dem Programm. Besonders angenehm: Die Lehrveranstaltungen sind recht überschaubar und finden nicht wie an anderen Hochschulen in überfüllten und schlecht ausgestatteten Räumen statt. Dadurch ist der Kontakt zu den Dozenten persönlicher und die Betreuung intensiver. Einziger Nachteil: In den meisten Fällen finden die Vorlesungen und Seminare auch samstags statt. Im Anschluss an die erste Phase, die rund eineinhalb Jahre dauert, wird die Prüfung in dem jeweiligen Lehrberuf abgelegt. Danach beginnt Phase zwei, in der die Studierenden in der Regel vier Tage im Unternehmen arbeiten und zwei Tage studieren. Nach weiteren eineinhalb Jahren wird das Studium mit einer Examensarbeit und einer Abschlussprüfung abgeschlossen. Die frischgebackenen Absolventen erhalten dann einen Diplom-Abschluss mit dem Zusatz BA (Beispiel: Diplom Betriebswirt (BA)). In der Wirtschaft sind Absolventen einer Berufsakademie sehr gefragt, da sie wissenschaftlich und praktisch ausgebildet wurden. Häufig ist es so, dass die fertigen Studenten nach Abschluss ihrer Ausbildung von ihren Betrieben übernommen werden und dort sehr gute Aufstiegschancen haben. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/05 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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