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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2009Zehn Tipps auf dem Weg zum TraumjobDie Ausschreibung einer Stelle erfordert heute auf Arbeitgeberseite vor allem eines – starke Nerven. Beim Anblick einer weiteren blauen Bewerbungsmappe, auf die sinnigerweise die Aufschrift „Bewerbung“ eingeprägt ist, befällt schon am zweiten Tag gähnende Langeweile. Grund genug für zehn Tipps, die Bewerbern helfen, den angestrebten Job zu „angeln“.1.] Bewerbungsmappe Hier lohnt sich der Weg in die nächste PRAgentur. Eine vom professionellen Graphiker individuell aufbereitete Bewerbung hebt Sie auf den ersten Blick positiv aus dem Umfeld der zahlreichen Bewerber hervor. 2.] Foto Nein, der Fotograf um die Ecke ist nicht der beste Ansprechpartner, die Eltern oder beste Freunde schon gar nicht. Auch hier gilt es, in die Zukunft zu investieren und sich ein namhaftes Werbe Fotostudio zu leisten. Zuvor ist der Gang zum Friseur ein Muss – und auch da sollte der Coiffeur dem Damensalon vorgezogen werden. Für Sie und Ihn empfiehlt sich wenige Tage zuvor ein Termin bei der Kosmetikerin. Ziehen Sie das Outfit Ihrer Wahl an, nehmen Sie aber zwei weitere mit – der Fotograf wird Sie gern und kompetent beraten. Grundsätzlich sollten Haarbürste und Schminke im Gepäck dabei sein. Auch für Herren – insbesondere mit hoher Stirn – gilt: Abpudern statt glänzen. Für Damen empfehlen sich das Make-up und die Frisur vom Profi. Weiteres No-Go beim Fototermin: Kurze Ärmel, ganz gleich, ob draußen 30 Grad sind. Aufgepasst: Fotografen lieben es, Frauen mit leicht devotem Blick schräg von unten aufzunehmen – super für den Nachttisch des Liebsten, für angehende Führungskräfte, von denen Durchsetzungsvermögen verlangt wird, aber ein Knock-Out-Kriterium. 3.] Anschreiben Hier gilt es, sich entscheidend vom Wettbewerb abzuheben. Kurz, knackig und keinesfalls über eine Seite lang soll es sein. Vergessen Sie alles, was Sie in Schule, Studien- oder Arbeitsberatung gelernt haben: Kein Arbeitgeber liest willig mehr als zwei Zeilen weiter, wenn das Anschreiben mit „...hiermit bewerbe ich mich um...“ startet. Auch hier gilt – investieren und den PR-Berater des Vertrauens konsultieren, denn schon der erste Satz des Anschreibens soll Antwort geben und klarmachen, dass Sie a) wissen, wovon sie schreiben und b) die Idealbesetzung der vakanten Stelle sind. 4.] Lebenslauf Es ist nicht wirklich von Interesse, welche Grundschule Sie besucht haben. Starten Sie also mit dem aktuellen Stand Ihrer Vita – dem Hochschulabschluss, Diplom etc. Wichtig sind Zusatzqualifikationen jeder Art: Sprachen, Kompetenzen, Nachweise über Weiterbildungen, Praktika etc. Auch hier helfen PR-Berater und Graphiker weiter. 5.] Hobbies Sollten Sie gern Fahrrad fahren, squashen oder Volleyball spielen, ist das vollkommen okay. Den Snowboarder, Fallschirmspringer oder Military-Reiter wird der künftige Arbeitgeber im Zweifel nicht gern einstellen. Warum? Weil Extremsportler auch ein hohes Ausfallrisiko bergen – und das bedeutet Mehrkosten für den Arbeitgeber. Gern gesehen werden indes Aktivitäten in der Erwachsenenbildung oder als Betreuer in der Jugendarbeit. 6.] Kleiderordnung Auch hier gilt: Investieren in die Zukunft. Auch wer sich im Alltag in Jeans und TShirt wohl fühlt, sollte sich an den Bürocodex halten. Im Zweifel hilft einmal mehr das Internet – wie stellen sich die Mitarbeiter der Firma dar? Ausdrucken und ab damit in die nächste renommierte Boutique. Achtung: Sagt Ihnen das Outfit der Verkäuferin nicht zu, sollten Sie sich auch nicht von ihr beraten lassen. Die Verkäuferin Ihrer Wahl sollte gepflegt, modisch, selbstbewusst und stilsicher sein, also bei der Wahl auch auf Haare und Make-up des Gegenübers achten. 7.] No Go’s Zu spät kommen. Auf die Frage nach negativen Charaktereigenschaften mit „Ich bin ungeduldig“ antworten. Diese Antwort versuchen seit Generationen Berater als einzig positives Negativum zu verkaufen – Ihr Gegenüber hat sie garantiert schon Hunderte Mal gehört. Er will Sie aber kennen lernen und wissen, ob Sie ins Team passen – und nicht einstudierte Floskeln hören. Bei Frauen sind offene Schuhe und Beine ohne Seidenstrümpfe tabu. Das Handy ist aus! Nein, es vibriert auch nicht! 8.] Allgemeinwissen Recherchieren Sie im Internet nicht nur zum potenziellen Arbeitgeber, sondern auch Branchendaten und Informationen über Wettbewerber. In jedem Fall sollten Sie im Vorfeld des Bewerbungsgespräches verstärkt Tageszeitungen lesen und Nachrichten schauen, denn häufig wird im Bewerbungsmarathon zunächst einmal über allgemeine Themen gefachsimpelt. Immer gut: Auf der Fahrt zum Bewerbungstermin den Taxifahrer ausquetschen: Was ist Thema im Städtchen? Was wird über den künftigen Arbeitgeber erzählt? 9.] To Do Maniküre. Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist das A und O. Dabei zählt auch der Händedruck. Geben sie im Vorfeld jedem die Hand, der Ihnen begegnet – der Freundin, dem Metzger, dem Briefträger und fragen Sie ruhig nach, wie Ihr Gegenüber den Händedruck empfunden hat. Er sollte kurz und kräftig, kurzum sympathisch sein. Unsicherheit vor dem Bewerbungsgespräch ist nachvollziehbar. Sie darf nur nicht riechbar sein: Also Deo einpacken. Lassen Sie sich in der Parfümerie einen elegant-klassischen Duft empfehlen und versäumen Sie nicht, den Anlass zu erwähnen! 10.] Rückfrage Verständlich, dass der Bewerber die Ungewissheit beenden will. Doch nichts ist bei der aktuellen Flut der Bewerber nerviger als die telefonische Nachfrage, ob denn bereits eine Entscheidung gefallen sei. Im Zweifel bewirkt dieses Telefonat das genaue Gegenteil. www.wordsandmore.de Rechtzeitig vorbereiten: Fit auf die Minute Eine optimale Vorbereitung ist nicht nur für Wettkampfsportler wichtig. Das gleiche gilt auch für Jobaspiranten, die ein Vorstellungsgespräch haben. Wer sich strukturiert darauf vorbereitet, kann die sich auftuenden Klippen auch souverän umschiffen. Nicht nur über seinen potenziellen Arbeitsgeber und dessen Firmenphilosophie sollte sich der Bewerber im Vorfeld ausgiebig informieren – auch Kenntnisse über das Marktumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, zeugen von Interesse an dem Job. Einer guten Vorbereitung sollte ein ordentlicher Zeitplan zu Grunde liegen. Wer ihn beherzt, hat es am Tag X deutlich einfacher: 7 Tage zuvor: Wie kann das Unternehmen erreicht werden? Erfolgt die Anreise mit dem Pkw oder mit der Bahn? Muss ein Ticket gebucht werden? Falls das Gespräch am frühen Vormittag liegt und der Ort mehr als 300 Kilometer entfernt ist: Sollte die Anreise am Vorabend erfolgen? Muss ein Hotel gebucht werden? 5 Tage zuvor: Liegen alle benötigten Informationen zum Unternehmen und zum Marktumfeld vor? Welche unternehmensbezogenen Fragen können beim Gespräch gestellt werden und Interesse bekunden? 1 Tag zuvor: Gibt es aktuelle Informationen, die die Firma oder den Markt betreffen? Auch aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen sollen beantwortet werden können – also: Tagesthemen schauen! Liste mit Notfall-Telefonnummern, um in der Firma anrufen zu können, falls tatsächlich etwas passieren sollte, das eine unvermeidbare Verspätung auslöst. Die Dokumentenmappe sollte zusammengestellt werden mit dem Einladungsschreiben zum Gespräch, Kopien der Bewerbungsunterlagen, ggf. einer Kurzinfo über das Unternehmen sowie Fragen, die im Laufe des Gesprächs gestellt werden, neutraler Notizblock und Stift. Tag X: Pünktlich starten, Besuch der Toilette an der letzten Autobahnraststätte vor der Ausfahrt, die Kleidung erst kurz zuvor wechseln, Parfüm und Make-Up nur sehr dezent auftragen, Ausschalten des Mobiltelefons, rund eine Viertelstunde vor dem vereinbarten Termin in der Firma eintreffen. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/09 Verfasst von Birgitta Raulf zurück |
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