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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2008Wohin die Reise gehtDer Himmel über Europa wird immer voller. 2007 wurden europaweit zehn Millionen Flüge gezählt. 2020, schätzen Experten, werden es 15 Millionen sein – eine Herausforderung, die kein Land alleine meistern kann. Europäische Lösungen sind gefragt – und kompetente Fachkräfte, die den Flugraum in eine neue Ära führen.Verglichen mit den größten europäischen Airports ist der Flughafen in Brüssel eher klein. Dennoch hat Brüssel für den Luftverkehr große Bedeutung: Hier entwickelte die Europäische Kommission zur Jahrtausendwende die Idee eines einheitlichen europäischen Luftraums. „Single European Sky“, kurz SES, heißt die Initiative, die vor dem Hintergrund des Verkehrswachstums in Europa und der massiven Verspätungen Ende der 90er Jahre entstand. Organisation des Luftraums Mittlerweile sind aus der Idee konkrete Verordnungen geworden, die auf nationaler Ebene bindendes Recht schaffen. So wird momentan ein europäisches Gemeinschaftsunternehmen (SESAR Joint Undertaking) aufgebaut, über das in den kommenden Jahren Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 2,4 Milliarden Euro zur Verbesserung der technischen Infrastruktur vergeben werden sollen. Die erwarteten Verkehrssteigerungen können jedoch nur bedingt durch bessere Technik und mehr Personal aufgefangen werden. Ausschlaggebend für den Erfolg von SES ist deshalb die Organisation des Luftraums. Künftig soll sich die Kontrolle des Luftverkehrs nicht mehr an Landesgrenzen, sondern an den realen Verkehrsströmen orientieren. Um dies zu erreichen, sollen so genannte Funktionale Luftraumblöcke (Functional Airspace Blocks, kurz FAB) eingerichtet werden. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie für den Luftraum in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz erstellt. In ihr wird geprüft, welche Auswirkungen ein gemeinsamer Luftraum im Herzen Europas haben würde. Sind die Ergebnisse positiv, könnte der FAB Europe Central schon sehr bald Realität werden. Gute Jobaussichten für Absolventen Damit entwickelt sich das Berufsfeld Luftverkehr zu einer der kommenden Trendbranchen mit einem wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und einem hohen Potential für Absolventen, die etwas bewegen wollen – zu Lande und in der Luft. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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