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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Vielfältige ZukunftsperspektivenDr. med. und Diplom-Kaufmann Martin Maurer hat neue Sicht auf Medizinbetrieb: Neben seinem Medizinstudium legte er an der Fernuniversität Hagen sein Diplom als Betriebswirt ab.Medizin und Betriebswirtschaft: Eine nur auf den ersten Blick ungewöhnliche Studienkombination hat Martin Maurer gewählt. Weil auch Mediziner – ebenso wie viele andere Berufstätige – immer stärker mit wirtschaftlichen Fragestellungen konfrontiert werden, sind zwei Abschlüsse als Dr. med. und als Diplom-Kaufmann durchaus nachvollziehbar und interessant. Das Medizinstudium absolvierte Martin Maurer – heute Arzt an der Berliner Charité – ganz traditionell in Präsenzform, das wirtschaftswissenschaftliche Know-how ließ er sich aus Hagen von der Fernuniversität nach Berlin liefern. Mit dem Medizinstudium begann er 1998 nach dem Abitur in Münster: „Über Betriebswirtschaft habe ich damals nur mal nachgedacht.“ Das Medizinstudium war zunächst auch aufwändig genug. Jedoch merkte er schon nach dem Physikum während der klinischen Semester, dass die Abläufe wirtschaftlich nicht optimal waren: „Viele ‚meckerten’ über die Ressourcenverschwendungen, aber getan wurde dagegen wenig.“ Wirtschaftliche Kentnisse von Vorteil Nach dem Ersten Staatsexamen wechselte Maurer für zwei Jahre nach Berlin und begann mit seinem Studium an der Fernuniversität in Hagen. Im Sommersemester 2002 schrieb er sich für Wirtschaftswissenschaft ein, gleichzeitig zu seinem Medizinstudium: „Ich wollte insgesamt nicht zu lange studieren und dafür lieber mit Hochdruck.“ Und sich viele Optionen offen halten. Die Medizin-Klausuren schrieb er zum Semesterende, die Fernuni-Klausuren dann während der Semesterferien: „Das ließ sich gut kombinieren“. Als er sich für diese ungewöhnliche Kombination entschied, wusste Maurer noch gar nicht, ob er als Arzt in einer Klinik oder in eigener Praxis arbeiten wird: „Aber wenn man einmal eine leitende Position in einer Klinik erreichen möchte, sind wirtschaftliche Kenntnisse wie in vielen anderen Berufen auf jeden Fall von Vorteil, und mit eigener Praxis – also selbstständig – ebenfalls.“ Je besser die Positionen von Medizinern sind, desto mehr müssen sie sich mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Klinikbetriebs befassen: „Ich habe jetzt schon das Wissen, das andere sich erst noch aneignen müssen“, freut sich Martin Maurer. Anderen Blick auf Abläufe im Klinikalltag Eine überaus zufriedene Bilanz zog Martin Maurer nach seinem Studium an der Fernuniversität. Für ihn selbst gab es damals verschiedene Zukunftsperspektiven: nach einer Facharztausbildung weiter in einer Klinik zu arbeiten oder alternativ eine eigene Praxis zu führen. Oder in eine Krankenhausverwaltung oder ins medizinische Controlling zu wechseln. Oder als Unternehmensberater für Kliniken arbeiten – „Ich habe ein ganz anderes Verständnis als ein Betriebswirt, der von außen kommt und die Probleme, auf die es wirklich ankommt, nicht sieht.“ Inzwischen hat er sich für eine klinische Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie entschieden, „hier bieten sich viele Perspektiven – ich bin dafür gerüstet.“ Denn Maurer hat nun einen ganz anderen Blick auf Abläufe im Klinikalltag, versteht betriebswirtschaftliche Entscheidungen besser: „Und sie interessieren mich auch wirklich.“ Angesichts des wahrscheinlich weiter steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen kommt es zunehmend darauf an, gleichzeitig den Service zu verbessern, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern: „Das fängt schon bei den Materialbestellungen an, es muss nicht immer das Beste sein, sondern das unter verschiedenen Gesichtspunkten richtige.“ Gute Erfahrngen an der Fernuni Unter verschiedenen Gesichtspunkten das Richtige für ihn war auch das Fernuni-Studium: „Ich konnte mich mit meinen Unterlagen zurück ziehen und dann lernen, wann es mir passte.“ Die Wochentage gehörten dem Medizinstudium, die Abende und Wochenende der Fernuniversität. Nur bei der Diplomarbeit und der gleichzeitigen Promotion kam doch viel auf einmal zusammen: „Aber hier haben mir das Lehrgebiet und das Studierendensekretariat sehr gut geholfen.“ Überhaupt hat ihm die Betreuung durch die Fernuniversität gut gefallen. Beide Studien ließen sich ohne Schwierigkeiten miteinander vereinbaren: „An der Fernuni hatte ich kaum wirkliche Präsenzveranstaltungen, anders war es im Medizinstudium. Zwei Studien mit vielen Anwesenheitspflichten hätte ich nicht unter einen Hut bekommen.“ So konnte Maurer sein Grundstudium an der Fernuniversität in kurzer Zeit hinter sich bringen. Sein Zweites (Medizin-)Staatsexamen legte er 2004 ab, ging dann im Praktischen Jahr des Medizinstudium für jeweils vier Monate nach Paris und Irland: „Die Klausuren der Fernuniversität habe ich in Dublin im Goethe-Institut geschrieben – das funktionierte absolut problemlos.“ Nachdem Maurer 2005 auch sein Drittes Staatsexamen abgelegt hatte, führte er anschließend sein Promotionsstudium an der Berliner Humboldt-Universität zu Ende. Gleichzeitig absolvierte er den verbliebenen Teil des wirtschaftswissenschaftlichen Fernuni-Hauptstudiums und begann mit der Diplomarbeit: „Ich war 50 bis 60 Stunden ganz gut beschäftigt mit Promotion und Diplom.“ Investition in die Zukunft Das, was er im wirtschaftswissenschaftlichen Hauptstudium mit dem Vertiefungsfach Dienstleistungsmanagement und dem zweiten Fach Personalführung und Organisation gelernt hat, konnte er sogar schon in seinem Berufsalltag in der Radiologie der Berliner Charité gut gebrauchen: „Für mich war und ist das Fernuni-Studium in erster Linie eine Investition in die Zukunft.“ Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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