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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2007

Stolpersteine auf dem Weg zum unbegrenzten Wissen

Schlüsselkompetenzen sind zwingend erforderlich
Die Vorteile, die das E-Learning bietet, sind offensichtlich: Die Fortbildung ist durch die Neuen Medien flexibel und individuell geworden. Das elektronische Lernen am heimischen Computer spart Kosten und Zeit und kann vor allem dem tatsächlichen Lernbedarf angepasst werden.

Allerdings ergeben sich durch diese Freiheiten auch zahlreiche Probleme. Effizienz und Lernerfolg hängen in großem Maße von der Selbstorganisation des Lernenden ab. So erfordert E-Learning einige Schlüsselkompetenzen, die sich jeder, der sich weiterbilden möchte, aneignen muss.

Zunächst einmal muss die Computerumgebung den Anforderungen des späteren E-Learnings angepasst werden. Bevor mit dem elektrischen Lernen begonnen werden kann, müssen die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, in notwendige Hard- und Software investiert werden. Darüber hinaus verlangt E-Learning ein hohes Maß an persönlicher Motivation, Disziplin und Ausdauer, denn ohne festen Termin, einen unmittelbaren Kursverbund und die künstlich geschaffene Lernatmosphäre eines Klassenraums kann der Lerneifer schnell nachlassen.

Online-Sozialisation
Es folgt eine Phase der Online-Sozialisation. Viele Funktionen, Tools und Plattformen des E-Learnings müssen erkundet werden. Welche Anwendungen, Informationen oder Strategien für das Erreichen des Lernziels nutzbar sind, ist dem Lernenden anfangs zumeist noch unklar. Schließlich beginnt der Informationsaustausch mit und innerhalb der Medien. Die Handhabung und der Umgang mit den großen Datenmengen erfordert organisatorisches Geschick. Erst wenn die Bedienung des virtuellen Klassenzimmers klar geworden ist, beginnt die eigentliche Wissenskonstruktion, die Nutzung des E-Learnings wird flexibler, die Kommunikation und die Kooperation zwischen den Teilnehmern steigt, bis sich die virtuelle Lerngruppe letztlich selbst organisiert.
Ein weiterer Baustein für ein erfolgreiches E-Learning sind die Tutoren. Untersuchungen haben ergeben, dass ihr Einsatz den Erfolg deutlich verbessert, in vielen Fällen sind sie sogar ganz entscheidend für das Erreichen des Lernziels. Mitunter ergeben sich Abhängigkeiten wie beim klassischen Präsenzlernen. Aber nicht immer kommuniziert der Tutor interaktiv über E-Mails, im Forum oder im Chat mit dem Lernenden. Er kann beispielsweise einzelne Kapitel konzeptionell erstellen. Für die Einführung von E-Learning-Programmen in Unternehmen zeichnen so genannte ELearning-Manager verantwortlich, die das Projekt entwickeln und betreuen.

Blend Learning
So angenehm E-Learning auch sein mag, ganz wird es das Präsenzlernen nicht ersetzen können. Vielmehr geht die Entwicklung hin zum Blend Learning, dem integriertem Lernen, einer hybriden Lernform, die die Vorteile von Präsenzveranstaltungen mit denen von E-Learning kombiniert. Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Frühjahr dieses Jahres vier Leitfäden, die dazu betragen sollen, jenen, die sich fortbilden wollen, die Auswahl der individuell aussichtsreichsten Lernform zu erleichtern. Die Leitfäden können kostenlos unter der Rubrik „Infodokumente“ aus der Webseite weiterbildungstests.de herunter geladen werden.

Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/07
Verfasst von absolventenInfo


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