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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2007„Solartechnik besitzt ungeheures Entwicklungspotenzial"Regenerative Energien bieten sichere ArbeitsplätzeDiskussionen um den Klimaschutz sind in diesen Tagen das beherrschende Thema in der Gesellschaft und der medialen Öffentlichkeit. Diverse Solarstromkonferenzen werden abgehalten, Passivhäuser zum Energiesparen sind der Schlager in der Baubranche und sogar die größte S-Bahn-Station der Welt in New York erhält eine Photovoltaikverglasung zur alternativen Gewinnung von Energie. Keine Frage, die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung oder zur Heizungsunterstützung mit Solarthermie liegen voll im gesellschaftlichen Trend der europäischen Industrieländer. Zahlreiche Privathaushalte wechseln ihren Stromanbieter und werden Kunden bei Stromerzeugern, die auf regenerative Quellen setzen. Demzufolge besitzen in der boomenden deutschen Solarindustrie technische Verbesserungen, Materialprüfung und Qualitätssicherung einen großen Stellenwert, so dass die stetig steigende Nachfrage Arbeitsplätze schafft und Spezialisten in der Wirtschaft gesucht werden. Viele Chancen in der Photovoltaik „Es stecken einfach unglaublich viele Chancen in der Photovoltaik und die technische Umsetzung durch Forschung an Hochschulen und in der Wirtschaft bietet jede Menge Herausforderungen“. Patrik Müller, seit Juli 2007 Prozessanalytiker des Unternehmens Schmid in Freudenstadt im Schwarzwald, ist fasziniert von seinem Fachgebiet. Der gebürtige Schweizer war bis vor wenigen Monaten noch selbst als Wissenschaftler an der interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs im schweizerischen Kanton St. Gallen tätig und hat dort die Begeisterung für seinen Beruf entwickelt. Bei Schmid arbeitet der Diplom- Ingenieur im Bereich des Anlagenbaus für die Solarzellherstellung und Modulfabrikation und hilft die hergestellten Maschinen zu optimieren. „Ursprünglich habe ich von 1996 bis 1999 an der Hochschule für Technik in Buchs Feinwerktechnik studiert, das eine sehr interessante Mischung aus Mechanik und Elektronik beinhaltete. Darauf aufbauend habe ich mich auf Mikrosystemtechnik spezialisiert“, erzählt der 33-Jährige, dessen Interesse für mechanische Dinge durch seinen Vater geweckt wurde. Die Hochschule in Buchs, wird interstaatlich von der Schweiz, Österreich und Liechtenstein gefördert und bot Patrik Müller nach seinem Studium eine Stelle am Institut für Mikro- und Nanotechnologie an. „In dieser Zeit wurde mein Interesse für Halbleitertechnik immer stärker, so dass der Weg hin zur Photovoltaik naheliegend war“, erläutert der Diplom-Ingenieur. „Im Rahmen der Auftragsforschung an der Uni konnten wir immer wieder Probleme lösen, für die wir Unterstützung von verschiedenen Fakultäten benötigten.“ An diese spannende Zusammenarbeit erinnert er sich gerne zurück, hat sie ihn doch zu einem Experten in seinem Fachbereich werden lassen, den der Enthusiasmus für die technischen Möglichkeiten nicht loslässt. Leben und Arbeiten in China Entwicklungsmöglichkeiten bietet sein Arbeitgeber genug. So hat der Ingenieur nicht nur die Chance erhalten, in China bei der Umsetzung der gelieferten Technik mitzuarbeiten, auch Deutschland selbst bietet zunehmend Tätigkeitsfelder. Um den technischen Fortschritt und damit die Sicherheit der Arbeitsplätze im Unternehmen zu gewährleisten, eröffnet Schmid am Stammsitz in Freudenstadt ein eigenes Forschungszentrum für den Solarzell- und Leiterplattenbereich. Zusammen mit über 300 Kunden und Kooperationspartnern, umrahmt von Fachvorträgen und Einführungen fand am 12. Juli die offizielle Einweihung statt. Neben dem Ziel, mehr Forschungskapazitäten zur Verfügung zu stellen, werden mit dem neuen Technologiezentrum zwei besondere Schwerpunkte gesetzt: Zum einen können nunmehr Versuche unter nahezu idealen Laborbedingungen durchgeführt werden und es ist möglich, die komplette Prozesskette der Solarzell- und Leiterplattenherstellung auf produktionsnahen Anlagen zu evaluieren und zu optimieren und die so gewonnenen Ergebnisse auf Einzelanlagen zu übertragen. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/07 Verfasst von Christian Zingel zurück |
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