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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2008

Salto oder Salto Nullo für die Karriere?

Für die Karriere im Top-Management von Unternehmen wird ein Hochschulstudium plus MBA-Abschluss oft als das erfolgversprechendste Karrieresprungbett angesehen. Aufstrebende Fach- und Führungskräfte beschäftigt darum oft, ob ein MBA ihre eigene Karriere in Bewegung bringen wird.

Die britische Open University Business School hat zehn Absolventen befragt, die an der Fernhochschule ihren MBA machten, ob ihr Studium rückblickend als Motor für ihre Karriere diente. Obwohl die befragte Anzahl von Ehemaligen nicht repräsentativ ist, zeigt das Ergebnis einen eindeutigen Trend: Mit Ausnahme von zwei Führungskräften wechselten alle Befragten ihre Stelle oder stiegen in der Unternehmenshierarchie auf, die meisten schon während ihres MBA-Studiums: Thomas Verneville, Entwicklungsleiter eines internationalen Unternehmens, absolvierte seinen MBA im Jahr 2003 an der britischen Universität.

„Mein Gehalt hat sich um rund 60 Prozent gesteigert. Vom reinen Produktingenieur bin ich ins Entwicklungsmanagement aufgestiegen“, sagt Verneville, der mit einer Promotion, an der er zur Zeit arbeitet, die Karriereleiter noch höher erklimmen möchte.

Die berufliche Laufbahn des promovierten Arztes Nils Clausnitzer verdeutlicht, dass die Zusatzqualifikation mit den drei Buchstaben auch für Mediziner Sinn macht. Der Radiologe, der als stellvertretender Geschäftsführer als General Manager Medical Service bei einem großen Medizingerätehersteller in Hamburg beschäftigt war und im Jahr 2006 seinen MBA ablegte, wurde Anfang dieses Jahres Geschäftsführer der Abbott Diagnostics Deutschland. „Das Studium war für mich eine wertvolle Erfahrung, ich nutze das Wissen täglich bei meiner Arbeit. Die drei Akkreditierungen sind inzwischen bei fast allen Personalern bekannt, so dass ein Studium auch bei Jobwechsel als erstklassige Qualifikation angeführt werden kann“, erklärt Clausnitzer.

Mehr als ein „nice thing to have“
Für diejenigen, die eine internationale CEO-Karriere anstreben und einen Wissenstransfer in einem internationalen Rahmen suchen, stellt ein MBA sicherlich mehr dar, als nur ein „nice thing to have“. Michael Clausecker begann sein MBAStudium vor zehn Jahren. Damals leitete er ein deutsches Eisenbahn-Waggonbauunternehmen in Sachsen und suchte nach einer internationalen Herausforderung. „Ich wollte auch meine Englischkenntnisse auf Vordermann bringen.“ Nach kurzer Zeit bereitete ihm die praktische Anwendung der englischen Sprache auf hohem Business-Niveau keinerlei Schwierigkeiten mehr. Ein gutes Jahr nach seinem Studienstart wurde er Division President bei der Siemens AG mit weltweiter Verantwortung für Lokomotiven. Aus familiären und beruflichen Gründen unterbrach der studierte Betriebswirt für sechs Jahre sein MBA-Studium.

MBA-Studium erfolgreich abgeschlossen
Im Jahr 2001 übernahm Michael Clausecker die Geschäftsführung des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland. Anfang 2007 kam der Umzug nach Brüssel: Michael Clausecker wurde zum Director- General von UNIFE ernannt, dem Europaverband der Bahnindustrie. Und so ganz nebenbei beendete er 2008 erfolgreich sein MBA-Studium.

Wissenszuwachs durch MBA
Zwei der befragten OU Business School-Absolventen haben keine signifikante Karriereentwicklung nach ihrem Studienabschluss erfahren. „Als selbstständiger Unternehmensberater stellte sich für mich nicht die Frage nach einer beruflichen Veränderung“, sagt Stephan Sempert aus Hamburg. „Der MBA-Titel hat bei der Akquisition neuer Kunden gewiss nicht geschadet. Viel wichtiger für mich war aber ein frischer Rundumblick auf aktuelle wissenschaftliche Konzepte und Methoden.“
Sein Studienkollege Viktor Makowski, der vor vier Jahren sein Diplom erwarb, meint auch, mit dem Abschluss keinen größeren Karriereschritt gemacht zu haben, obwohl er den Arbeitgeber wechselte. Dem Senior Product Manager aus einem großen Berliner Medizintechnikunternehmen waren andere Faktoren wichtiger: „Mein MBA hat mir geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln und selbstbewusster mit den Vorständen meines ehemaligen Arbeitgebers zu kommunizieren“, sagt Viktor Makowski. „Mir hat der MBA viel gebracht, also auf keinen Fall ein Salto Nullo, aber ich bin auch kein Hochspringer“, gibt der passionierte Ausdauersportler und Fußballfan mit einem Augenzwinkern zu.

Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/08
Verfasst von absolventenInfo




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