20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7 |
AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Rennpappel aus North CarolinaReifen, Bremsen und Motor sind die einzigen Teile beim Sportwagen „Splinter“, die nicht aus Holz gefertigt wurden.Gewöhnliche Supersportwagen werden aus Alu oder Kohlefaser geformt. Amerikanische Studenten haben Holz als Werkstoff für Sportwagenträume entdeckt - und zwar von der Karosse bis hin zum Fahrwerk. Klar, dass der Name des Boliden hölzern klingt: Splinter, oder zu deutsch Splitter. Nein, sie seien nicht auf einer Mission unterwegs, sie wollen nicht die Welt retten und auch nicht Menschen zu Autos aus Holz bekehren, so Student Joe Harmon auf der Website, die den Bau des Splinter dokumentiert. Der Splinter sei einfach die Abschlussarbeit von Studenten der North Carolina State University in deren Rahmen der Umgang mit dem Werkstoff Holz erfahren werden soll. Holzreifen finden keine Verwendung Im Endstadium soll der 4,43 Meter lange, 2,08 Meter breite und 1,07 Meter hohe Hochleistungs-Mittelmotor-Sportwagen ein Gewicht von knapp 1100 Kilogramm auf die Waage bringen. Das Chassis des Splinter entsteht aus verleimten Holzfurnieren und bringt es auf einen Radstand von 2,66 Meter. Leimholz bildet auch die Basis für die Fahrwerksausleger an allen vier Rädern sowie die oben querliegenden Blattfederpakete und die Lenksäule samt Lenkrad. Selbst bei den Radsternen vertrauen die Studenten auf Holz, genauso wie bei der Karosserie. Holzreifen finden allerdings keine Verwendung – vorn drehen sich 265/35-19er Michelin-Pneus, hinten 335/30-20er Reifen. Genügend Power: Satte 600 PS Konventionell kommen auch die Felgenbetten, die Scheibenbremsen und die Sechskolben-Bremszangen daher. Standardbauteile sind ebenfalls das manuelle Sechsgang-Getriebe, sowie der 4,6-Liter- V8-Motor, dem zwei Kompressoren und Ladeluftkühler satte 600 PS entlocken sollen. Lediglich die Zylinderkopfdeckel sind hier ebenfalls aus Holz gefertigt. Um zu vermeiden, dass der hölzerne Motorraum durch die Hitze zu einem Raub der Flammen wird, haben die Studenten die Zylinderköpfe des V8 umgedreht. Die Auslässe weisen nun nach innen, der zentrale Auspuff entfaltet sich zudem über dem Heck zu einem großen Spoiler. Das schafft Abtrieb und effektive Kühlung. Sollte der Splinter je Fahrt aufnehmen heißt es so in jedem Fall – Finger weg. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
|
||||||||
|
Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG |