20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7 |
AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Qualifikation nach Feierabend: Studieren neben dem BerufBerufliche Weiterbildung oder eine Neuorientierung schafft neue Karrierechancen.Viele Arbeitnehmer kennen das Phänomen, wenn ihnen klar wird, dass die Ausbildung und die Berufserfahrung sie nicht für einen weiteren Aufstieg auf der Karriereleiter qualifiziert – es bieten sich keine neuen Möglichkeiten. Darum schauen sich immer mehr Angestellte, die bereits mitten im Berufsleben stehen, nach Weiterbildungsangeboten um, die sie wahrnehmen können, ohne dafür ihre Arbeit aufgeben zu müssen. Eine berufliche Weiterentwicklung oder eine Neuorientierung schafft Perspektiven. Steigende Angebote Auf die steigende Nachfrage nach Teilzeit- und Fernstudiengängen reagieren die Universitäten und Fachhochschule im Lande mit ebenso steigendem Angebot. So können neben betriebswirtschaftlichen Fächern mittlerweile auch viele Ingenieursund Sozialwissenschaften nach Feierabend erlernt werden. Die Struktur des Studiums unterscheidet sich dabei zum Teil deutlich. So verlangen viele Hochschulen von ihren Teilzeitstudierenden häufig Anwesenheit an einem Wochenende im Monat, andere Studiengänge dagegen setzen auf Präsenzveranstaltungen an drei Tagen pro Woche. Dass Hochschulen ganz ohne die zeitweise Anwesenheit ihrer Studierenden auskommen, ist eher die Ausnahme. Im Gegensatz zum berufsintegrierten Studium, bei dem das Hochschulstudium mit Phasen der praktischen Berufstätigkeit in einem kooperierenden Unternehmen verbunden wird, ist es den Teilnehmern berufsbegleitender Veranstaltungen selbst überlassen, Seminare und Vorlesungen in den Arbeitsalltag einzubinden. Je nach Motivation des Studierenden und nach Struktur des Studiengangs kann es sinnvoll sein, die Arbeitszeit vor der Aufnahme der akademischen Weiterbildung zu reduzieren. Denn anstrengend ist es natürlich schon, tagsüber zu arbeiten und abends zu lernen oder am Wochenende in die Uni zu gehen. Hilfreich kann es dagegen sein, wenn ein unmittelbarer Bezug zwischen dem im Studium Erlernten und dem Beruf hergestellt werden kann, die Theorie also direkt in die Praxis einfließt. Eine weitere Möglichkeit, Studium und Berufstätigkeit zu kombinieren, ist das berufsintegrierende Studium. Die entsprechenden Studiengänge sind so konzipiert, dass sie in Kombination mit reduzierten Arbeitszeiten gut absolviert werden können. Arbeitnehmer stärker an die Firma binden In Einzelfällen kann auch eine Teilzeitbeschäftigung vereinbart werden, bei der Berufstätigkeit und Studium sich gegenseitig abwechseln. Die betriebliche Freistellung der Studierenden für studienrelevante Tätigkeiten wird im Kooperationsvertrag zwischen Hochschule, Studierendem und Unternehmen vereinbart. Vor allem Unternehmen, die in der Vergangenheit die Erfahrung machen mussten, Abiturienten nach Ende der dualen Ausbildung zu verlieren, zeigen sich hier besonders offen. Vor allem leistungsfähige Absolventen neigen dazu, ihren Ausbildungsbetrieb zu verlassen und ein Hochschulstudium aufzunehmen. Dadurch können sich die Ausbildungskosten für die Unternehmen nicht amortisieren und sie verlieren besonders motivierte junge Mitarbeiter – ein nicht zu verachtendes Potenzial für die betriebliche Zukunft. Im Umkehrschluss stärkt ein vom Arbeitgeber mitgetragenes berufsbegleitendes Studium die Bindung des Arbeitnehmers an die Firma. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
|
||||||||
|
Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG |