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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2007Mit Soft Skills punktenEinstiegschancen verbessernFührungsqualität, gepflegtes und sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und Verhandlungsgeschick: Hochschulen lehren diese Fähigkeiten nicht, in der Arbeitswelt gewinnen Soft skills aber zunehmend an Bedeutung, müssen doch die Führungskräfte von morgen zahlreiche Eigenschaften mitbringen, die weit über enge fachliche Qualifikationen hinausgehen. Aber nicht nur soziale Stärken sind gefragt, die nur schwer zu erlernen sind und meist zu den kaum veränderlichen Eigenschaften eines Menschen gehören. Durchaus beeinflussbar sind dagegen Flexibilität, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Präsentationstechniken und Eigenaktivität im Umgang mit Kollegen. Fundiertes Fachwissen als zentrale berufliche Qualifikation reicht heutzutage nicht mehr aus, da die Arbeitsfelder zu starken Schwankungen unterworfen sind. Lernfähigkeit ist somit eine ebenso zentrale Anforderung. Netzwerk & Kommunikation Die Bedeutung von Wissen und der wachsende Wettbewerb erfordern neue Organisationsformen mit mit flachen Hierarchien und netzwerkartig organisierten Strukturen innerhalb derer die Mitarbeiter ihrer Kreativität besser freien Lauf lassen können. Flexible, kommunikative Fachleute, die sich und andere organisieren können, werden damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Um die Kompetenz in diesen Bereichen stärker zu fördern, hat die Fachhochschule Lübeck auf ihrem Internetportal „Oncampus“ das Projekt „Soft Skills Online“ freigeschaltet. Dort sollen Absolventen und Berufstätige ihre soziale Kompetenz zügig erweitern können. Im Rahmen dieses Qualifizierungsprojektes wird oncampus bis Ende 2007 mehrere E-Learning-Kurse zu den Themen Persönlichkeitskompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Berufsfindung/-weiterentwicklung konzipieren und als Piloten durchführen. Online sich weiterbilden „Online-Bildungsangebote können sich sehr gut für den Erwerb von Schlüsselkompetenzen eignen.“ erläutert Rolf Granow, Geschäftsführer der oncampus GmbH, ELearning-Tochter der FH Lübeck. „Das Internet ermöglicht zeitlich und räumlich unabhängiges Lernen, daher ist es besonders interessant für Berufstätige.“ ergänzt er. So können Kompetenzen der Beschäftigten den aktuellen, sich rasant verändernden betrieblichen Anforderungen zeitnah angepasst werden. Hinzu kommt, dass zukünftige Berufseinsteiger mit neuen, europaweit anerkannten Abschlüssen, etwa dem Bachelor, im Rahmen ihrer Ausbildung die sogenannten Soft Skills vermittelt bekommen, während die bereits im Arbeitsleben beschäftigten Personen entsprechende Fähigkeiten nicht obligatorisch erworben haben. Erfahrung seit 197 Der E-Learning-Bereich der FH Lübeck hat seit 1997 Erfahrung mit Online-Bildungsangeboten. Auf diesem Weg konnte die Hochschule neue Zielgruppen für sich erschließen. Mittlerweile sind rund 1300 Studierende in Programmen unter dem Dach „oncampus“ eingeschrieben. Heute sind durch das Leitprojekt „Portal nach vorn!“ die Voraussetzungen für effiziente Produktions- und Betriebsabläufe geschaffen. oncampus richtet seine Angebote optimal auf Lernziel und Zielgruppe aus: Das Material ist hochwertig, die Kurse bestehen aus einer Mischung aus Online- und Präsenzphasen und für die Betreuung sind qualifizierte Mentoren zuständig. Definition: Soft Skills Der Begriff „Soft skills“, also soziale Kompetenz, bezeichnet den Komplex all der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, das eigene Verhalten von einer individuellen auf eine gemeinschaftliche Handlungsorientierung hin auszurichten. „Sozial kompetentes“ Verhalten verknüpft die individuellen Handlungsziele von Personen mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe – vor allem im täglichen Arbeitsleben sind diese Fähigkeiten wichtige Voraussetzung für das gute Funktionieren eines Teams. Die Wichtigkeit dieser Faktoren hat das Forschungsinstitut der Bundesanstalt für Arbeit bereits in den siebziger Jahren festgestellt. Fundiertes Fachwissen als zentrale berufliche Qualifikation reiche nicht mehr aus, da die Arbeitsfelder zu starken Schwankungen unterworfen sind, so dass zwar fachliche Kompetenz auf hohem Niveau noch wichtig ist, die aber stets erweitert werden muss. Lernfähigkeit ist somit eine ebenso zentrale Anforderung. Durch den verstärkten Einsatz von Teams und Arbeitsgruppen Beruflicher Erfolg durch Soft Skills Soft Skills sind alle Kompetenzen, die neben der reinen Fachkompetenz den beruflichen und privaten Erfolg bestimmen. Dazu zählen vor allen Dingen soziale Kompetenz, kommunikative Kompetenz und methodische Kompetenz. Dazu kommen Aspekte wie interkulturelle Kompetenz, emotionale Kompetenz oder personale Kompetenz. Diese Kompetenzfelder sind nur unscharf voneinander zu trennen; die einzelnen Kompetenzen haben große Schnittmengen und viele Abhängigkeiten. Soft Skills beziehen sich vor allen Dingen auf Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich der Kommunikation, Ausstrahlung und Arbeitstechniken. Soft Skills sind insofern Schlüsselqualifikationen, als sie im Gegensatz zu spezifischen Fachkenntnissen Meta-Fähigkeiten darstellen. Das Beherrschen von Präsentationstechniken, Verhandlungstechniken, Moderationstechniken und Schlagfertigkeitstechniken bieten zum Beispiel über die Zeit hinweg in unterschiedlichen Arbeitskontexten nachhaltige Vorteile. Wer einmal das professionelle Präsentieren gelernt hat, kann das in verschiedenen Berufen und Jobs anwenden. Investition in die Zukunft Die Halbwertszeit von Wissen und Fähigkeiten im Bereich der Soft Skills ist äußerst hoch. Schon deshalb lohnt es sich, in Schlüsselqualifikationen wie Soft Skills zu investieren. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/07 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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