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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008

Lass leuchten

Rund fünf Prozent des deutschen Energiebedarfs werden mittlerweile aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt, der Anteil an Wasser-, Wind und Sonnenenergie steigt seit Jahren – und mittlerweile haben auch die Großen der Branche dieses Marktpotenzial für sich entdeckt.

Die erneuerbaren Energien sind ein Jobmotor für Deutschland. Ihr anhaltender Ausbau hat im letzten Jahr noch mehr Arbeitsplätze geschaffen als bisher angenommen. Nach einer Untersuchung des Bundesministeriums für Umweltschutz können der Branche der erneuerbaren Energien im Jahr 2006 bereits rund 236 000 Arbeitsplätze in Deutschland zugerechnet werden. Gegenüber 2004 (rund 160 000 Beschäftigte) ist das ein Plus von fast 50 Prozent und rund 20.000 mehr als in bisherigen Schätzungen vermutet.
Für die nächsten Jahre erwarten die Autoren der Studie eine Fortsetzung des Trends. Bis 2020 könnten etwa 400 000 Beschäftigte in der Branche der erneuerbaren Energien möglich sein – ohne Arbeitsplätze, die durch die Förderung der öffentlichen Hand entstanden sind. Wesentliche Einflussfaktoren für diese Entwicklung seien die Attraktivität des Produktionsstandortes Deutschland in Verbindung mit einer guten Positionierung deutscher Unternehmen auf dem voraussichtlich stark wachsenden Weltmarkt für erneuerbare Energien.
Woran es der Branche in der Vergangenheit jedoch ein wenig mangelte, waren die entsprechenden Experten: Die meisten Fachleute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien haben sich ihr Wissen zu diesen Themen selbst erarbeitet, nachdem sie zuvor ein technisches Studium absolviert hatten. In jüngster Zeit erkannten Universitäten und Fachhochschulen den sich entwickelnden Bedarf und legten entsprechende Studiengänge auf.
So nahm etwa im März der Studiengang Energiesysteme an der Fachhochschule Biberach die ersten Studierenden auf – und wurde schon im Vorfeld mit dem Preis für nachhaltige Entwicklung vom gleichnamigen Projekt der Vereinten Nationen ausgezeichnet. Der in Kooperation mit der Hochschule Ulm angebotene Studiengang bildet Ingenieure aus, die Energiesysteme entwerfen, bauen und betreiben - maßgeblich auch im Bereich der dezentralen und regenerativen Energien.

Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08
Verfasst von absolventenInfo


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