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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2009

Karrieresprungbrett an der Weichsel: Die Zukunft studieren in Polen

Studieren beim östlichen Nachbarn ist inzwischen längst kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Abiturienten entschließen sich, bei der Wahl ihres Studienortes den Blick nach Polen zu richten.

Und das nicht nur, weil die polnische Gastfreundschaft geradezu sprichwörtlich ist. Mit „Gosc w domu, Bog w domu“ - „Ist ein Gast im Haus, so ist Gott im Haus“ – heißt das Land im Herzen Mitteleuropas junge Leute willkommen, die sich für ein Studium in Polen entscheiden. Doch ein Studium in Warschau oder an einem anderen der zahlreichen geschichtsträchtigen Hochschulstandorte bietet noch mehr als einen angenehmen Aufenthalt in reizvoller Landschaft: Wer an der Weichsel studiert, studiert die Zukunft. Die Gründe liegen auf der Hand: Mit der Osterweiterung der Europäischen Union sind die Kenntnisse der polnischen Sprache, des Marktes und der Mentalität in den Chefetagen international agierender Unternehmen immer gefragter.

Intensive Wissensvermittlung
Genau wie in Deutschland besteht das akademische Jahr in Polen aus zwei Semestern (15. Februar bis Juni, 1. Oktober bis Mitte Februar), gegenüber den Studiengängen an deutschen Hochschulen ist das Studium in Polen aber sehr straff organisiert. Das gesamte Bildungssystem ist darauf ausgerichtet, möglichst viel Wissen zu vermitteln. Die Anforderungen an polnischen Hochschulen liegen deshalb höher als in den meisten EU-Ländern.
Das Fachstudium ist in Polen breit gefächert. Wer zum Beispiel Wirtschaftswissenschaften oder Jura studiert, muss auch Pflichtveranstaltungen in Philosophie und Geschichte belegen. Die europaweit geltende, gestufte Studiengangstruktur ermöglicht es den Studenten, auch an polnischen Hochschulen bereits nach drei bis vier Jahren mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss, dem Bachelor, die Hochschule zu verlassen. Interdisziplinäre Erweiterungen oder Spezialisierungen lassen ein anschließendes Masterstudium zu. Da Polen Mitgliedsland der Europäischen Union ist, bereitet die Anerkennung der Studienleistungen beim Hochschulwechsel meist keine Probleme. Die Studienleistungen werden nach dem ECTS-Punktesystem angerechnet. Deutschland und Polen haben darüber hinaus noch zusätzlich eine Angleichung von Abschlüssen vertraglich geregelt.

Zugangsberechtigung im Einzelfall klären
Wer in Polen studieren möchte, muss die allgemeine Hochschulreife vorweisen können. Mit einer Fachhochschulreife oder anderen Qualifikationen in der Tasche muss die Zugangsberechtigung mit der polnischen Botschaft und der jeweiligen Hochschule im Einzelfall geklärt werden. Es gibt keinen Numerus Clausus, jedoch teilweise Aufnahmeprüfungen. Ausländische Studienbewerber werden allerdings in der Regel ohne Aufnahmeprüfung aufgenommen. Studenten, die nicht im Rahmen eines organisierten Austauschprogramms (Sokrates/DAAD) nach Polen gehen, müssen sich direkt bei der von ihnen gewählten Hochschule bewerben und dort möglichst frühzeitig die entsprechenden Termine erfragen. Die Unterrichtssprache an polnischen Hochschulen ist, auch wenn die Zahl der Studiengänge, die auf Englisch unterrichtet werden, stetig wächst, immer noch Polnisch. Sprachprüfungen gibt es zwar nicht, aber hinreichende Kenntnisse der polnischen Sprache werden bei der Aufnahme des Studiums vorausgesetzt.

Weitere Informationen im Web:
www.studieren-in-polen.de
www.college-contact.com
Und auf den Webseiten der polnischen Hochschulen.

Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/09
Verfasst von absolventenInfo


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