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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2007Ingenieure gesucht!Fachkräftemangel stellt deutsche Wirtschaft vor ProblemeTausende offene Stellen, durch die, sollten sie nicht besetzt werden, das Wirtschaftswachstum in der Republik ins Schwanken geraten könnte: Ingenieuren, die sich jetzt auf Stellensuche begeben, winken ausgezeichnete Karrierechancen, wenn sie eine fundierte Ausbildung mitbringen. „Die deutsche Ingenieurausbildung der Hochschulen gilt – nach wie vor – als weltweit führend“, konstatiert eine im März dieses Jahres veröffentlichte Studie der renommierten Boston Consulting Group zu den Perspektiven des Wirtschaftsstandorts Deutschland aus Sicht US-amerikanischer Unternehmen. Die deutsche Führungsrolle im Ingenieursbereich beweist sich alljährlich im Rahmen der Hannover Messe, der weltweit größten technologischen Leistungsschau der Industrie. Von den über 6000 Ausstellern aus 68 Ländern stammten bei der Ausstellung in diesem Jahr mehr als die Hälfte aus der Bundesrepublik Deutschland. Viele Stellenanzeigen online Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich auch auf dem Stellenmarkt bemerkbar: Im Monat März fanden sich allein beim Online- Stellenportal Monster fast 60 000 Stellenangebote für Ingenieure – die höchste Nachfrage besteht in den Bereichen Maschinenbau und Fertigung. Besonders stark nachgefragt sind die Online-Stellenangebote für Architekten und Bauingenieure, aber auch Angebote im Automobilsektor, im operativen Controlling sowie im Projektmanagement. Mit der Vielzahl an offenen Stellen ist aber auch ein wesentliches Problem für die deutsche Wirtschaft verbunden, denn nach den Studien der Boston Consulting Group zeigt sich eine wesentliche Bedeutung deutscher Ingenieure für die Unternehmen. In vielen Ingenieurberufen ist die Nachfrage bereits jetzt weitaus höher als das Angebot an Arbeitskräften. „Stagnierende Absolventenzahlen und der demografische Wandel geben ungeachtet der eigentlich positiven Entwicklung auch Anlass zur Sorge“, erklärt Dr. Willi Fuchs, Direktor des Verbands deutscher Ingenieure (VDI). „Der Ingenieurmangel verschärft sich, und dies kann sich der Technikstandort Deutschland volkswirtschaftlich nicht leisten.“ Der vorhandene Engpass an qualifi zierten Fachkräften wirke sich negativ auf Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit aus. Nach Angaben des VDI ist die Zahl der offenen Stellen für Ingenieure allein im Jahr 2006 um 20 Prozent gestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre halbiert, selbst bei Architekten und Bauingenieuren ist inzwischen ein starker Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Gesucht werden vor allem Kandidaten, die über fundiertes Spezialwissen und Schlüsselqualifi kationen wie betriebswirtschaftliches Denken, analytische Fähigkeiten, Führungsstärke und Internationalität verfügen. Bewerbungsproblem: „Mismatch“ Am gravierendsten äußern sich die Probleme bei der Rekrutierung von Ingenieuren darin, dass Unternehmen eine vakante Position nicht besetzen können. In diesem Fall haben sich entweder erst gar keine Aspiranten auf die freie Stelle beworben oder aber die Bewerber wiesen Defi zite bezüglich der Qualifikation auf. Ein Grund: „Mismatch“ – der Bewerber verfügt zwar über vielfältige Qualifikationen, diese sind jedoch zum gesuchten Berufsbild nicht kompatibel. Viele Firmen steuern dem entgegen, indem sie möglichen neuen Mitarbeitern Qualifizierungsprogramme anbieten. Großunternehmen sehr beliebt Häufig bewerben sich Ingenieursabsolventen ausschließlich bei Großunternehmen. Konzerne wie Daimler oder Airbus werden von Jobsuchenden bevorzugt, weil die Größe dieser Unternehmen suggeriert, dass die Jobs dort sicherer und besser bezahlt sind. Kleine und mittelständische Unternehmen gelten für viele Bewerbern als „zweite Wahl“. Dabei bieten gerade mittelständische Unternehmen oft hohe Entwicklungspotenziale und attraktive Verantwortungsbereiche für den Einzelnen. Die Ingenieure erhalten Einblick in unterschiedliche Arbeitsfelder und bekommen oftmals die Chance, sich freier zu entwickeln als in den meisten Großunternehmen. Ins Blickfeld rücken dabei die „Hidden Champions“, die mit ihren Produkten und/oder Dienstleistungen globale Präsenz und ein klares Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb zeigen. Sie akquirieren kluge Köpfe bereits zu Studienzeiten – lange bevor diese ihr Diplom in der Tasche haben. Über Patenschaften, Stipendien, Betriebspraktika und Unterstützung bei den Diplomarbeiten werden die künftigen Mitarbeiter frühzeitig an das Unternehmen gebunden. Gleichwohl werden Karrieremessen als Recruiting-Plattform genutzt. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/07 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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