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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Im Schatten der GroßenAutomobilzulieferer fristen ihr Dasein eher im Verborgenen, aber ihr Anteil an der Wertschöpfung übersteigt den der großen Fahrzeugschmieden in einigen Bereichen erheblich.Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Automobilbranche boomt. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) stellten die deutschen Kfz-Schmieden 2006 mehr Fahrzeuge her als je zuvor. Gegenüber dem Vorjahr war ein Wachstum von rund sechs Prozent zu verzeichnen. Der europäische Markt spielt beim Wachstum indes eine untergeordnete Rolle: Hier stieg der Absatz um drei Prozent, in den Ländern des früheren Warschauer Pakts, auf dem Balkan und in der Türkei wuchs das Segment um elf Prozent, im restlichen Asien und im Nahen Osten um beachtliche 29 Prozent. In Nord- und Südamerika sowie in Afrika sanken die Verkaufszahlen dagegen. Ganz ähnlich sieht es bei den Zulieferbetrieben aus, wenn auch die Unternehmen dieser Branche mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. So drücken die steigenden Materialkosten vor allem von Stahl und Kupfer auf die Margen der Unternehmen. Andererseits entwickeln sich aber vor allem in China und Indien gewaltige Wachstumschancen. Qualifiziertes Personal gesucht Kein Wunder also, dass die Branche ähnlich wie der sonstige Maschinenbau Hände ringend nach qualifiziertem Personal sucht. Daran ändert offenbar auch die Errichtung von Produktionsstätten außerhalb der Europäischen Union nichts – im Gegenteil. „Gerade weil deutsche Zulieferer anderswo auf der Welt neue Standorte eröffnen, gerade weil mittelständische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und Fertigungsanlagen in Low-Cost- Countries errichten, ist die Beschäftigung in der Automobilindustrie in Deutschland in den letzten 15 Jahren, entgegen dem allgemeinen Trend am Arbeitsmarkt, gewachsen“, ist VDA-Präsident Matthias Wissmann überzeugt. Durch den Ausbau neuer Standorte würden sich die Zulieferbetriebe Zugang zu neuen Märkten schaffen und so ihre Position am Markt stärken. „Es wäre eine sträfliche Schwächung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, neue, aufstrebende Märkte nicht auch mit Fertigungsstätten vor Ort zu erschließen.“ Bei dieser Pionierarbeit sind es nach Wissmanns Ansicht vor allem die mittelständischen Unternehmen, die mit großem Mut und großer Energie die neuen Chancen der Globalisierung nutzten und auch außerhalb Deutschlands neue Fertigungsstätten schaffen würden. Die Entwicklungsarbeit findet in den meisten Fällen nach wie vor in Deutschland statt und auch beim Aufbau und dem Betrieb der Anlagen sind in der Regel deutsche Ingenieure beteiligt. Weit gesteckte Betätigungsfelder Die Betätigungsfelder innerhalb der Branche sind denkbar weit gesteckt, sorgen doch die meist mittelständischen Unternehmen für die Gestaltung und den Ausbau des Innenraums, für Navigation, Verkabelung, die Entwicklung neuartiger Bremssysteme, Innen- und Außenbeleuchtung. Einige Zulieferbetriebe können theoretisch sogar ein Auto komplett bauen – angefangen bei den ersten Studien über die Herstellung des Prototyps bis hin zur Serienreife einschließlich der Produktion von Werkzeugen und Maschinen für die Fertigungsstraße. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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