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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2007„Hidden Champions“ – verborgene MarktführerEin „Hidden Champion“ ist ein Unternehmen, das einerseits in seiner Branche eine bedeutende Position inne hat, andererseits aber von der Öffentlichkeit und den Medien kaum beachtet wird und häufig stark unterschätzt wird.Ihre Marktführerschaft erarbeiten sich die meist mittelständischen Betriebe in Nischenmärkten, die sie durch großes Know-how und hohe Innovationskraft erarbeitet haben, so dass sie sich trotz einer vergleichsweise geringen Finanzdecke einen Vorsprung gegenüber den großen Global Playern sichern können. Einige Wirtschaftswissenschaftler vertreten die Ansicht, dass gerade diese Kombination verhaltenen öffentlichen Desinteresses und fehlender Kapitalanleger den Erfolg der „Hidden Champions“ ausmache: Unabhängig von der öffentlichen Diskussion und dem starken Auf und Ab der Börse können diese Unternehmen sich erheblich besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Achenbach Buschhütten GmbH: Walztechnik für die Welt 1452 als Eisenhammer gegründet, wurde das Familienunternehmen Achenbach später Gießerei, ehe man 1888 mit dem Walzwerkbau begann. Heute ist Achenbach ein High-Tech-Maschinenbauunternehmen, das zu den bedeutendsten Herstellern von Walzwerken für Metalle wie Aluminium, Kupfer, Zink und deren Legierungen gehört. Weltmarktführer ist Achenbach dabei als Spezialist für Feinband- und Folienwalzwerke. > Info: www.achenbach.de Armacell International GmbH: Gut gedämmt ist halb gewonnen Mit der Entwicklung von Armaflex, dem ersten flexiblen Dämmstoffprodukt, begründete das Unternehmen Armacell – damals noch Armstrong Industries – vor einem halben Jahrhundert den Industriezweig flexibler technischer Isolierungen und prägt diese Branche seitdem maßgeblich. Das Unternehmen hat stark zur Professionalisierung der Branche beigetragen und als Technologieführer weltweit Industriestandards geschaffen. Alle bedeutenden Innovationen im Bereich flexibler technischer Dämmstoffe stammen aus dem Hause Armacell. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und verschärfter Energieeinspargesetze zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls wird die Dämmung haus- und betriebstechnischer Anlagen zukünftig eine noch bedeutendere Rolle spielen. Armacell fertigt heute mit rund 2300 Mitarbeitern an 20 Produktionsstätten in 13 Ländern auf vier Kontinenten. 2005 hat das Unternehmen einen konsolidierten Jahresumsatz von 350 Millionen Euro erwirtschaftet und damit ein Rekordergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Mit Werken in China, Thailand, Indien und Brasilien hat Armacell früh neue geografische Märkte erschlossen und so wirtschaftliche Einbußen auf dem deutschen Markt ausgleichen können. In Märkten, in denen Armacell nicht durch eigene Fabriken vertreten ist, vervollständigen Vertriebsbüros und Distributeure das in der Branche einzigartige Vertriebsnetz. In Deutschland fertigt Armacell an drei Standorten: Neben Münster, der mit rund 430 Mitarbeitern weltweit größten Produktionsstätte, in Zeulenroda (Thüringen) und in Friesenhofen (Allgäu). > Info: www.armacell.com Bartec GmbH: Sicher unter Tage Reinhold A. Barlian gründete 1975 das Unternehmen Bartec Barlian Technik in Bad Mergentheim, im nördlichen Baden-Württemberg. Innerhalb von 30 Jahren hat sich aus diesem Kleinbetrieb internationale High-Tech-Unternehmen Bartec entwickelt, einer der führenden Anbieter für Sicherheitstechnik weltweit. So überwachen Anlagen von Bartec Bergwerke in China ebenso wie Bohrinseln im Atlantik und Kraftwerke in aller Welt. Mit einem Umsatz von rund 150 Millionen Euro und etwa 1200 Mitarbeitern gehört das Unternehmen zu den unumstrittenen Spitzenreitern in dieser Branche. > Info: www.bartec.de G. W. Barth AG: Alles süß G. W. Barth plant, baut und liefert nicht nur Gesamtanlagen zur Kakaoverarbeitung, auch Anlagen zum Rösten von Nüssen kommen aus Freiberg am Neckar, Kaffeeröster und Maschinen zur Getreideröstung. Kunden des Unternehmens kommen vor allem aus der Süßwarenbranche, für die Barth auch komplette Produktionsanlagen entwickelt und baut – mit beachtlichem Erfolg. Bei den Kakaomaschinen ist Barth mit einem weltweiten Marktanteil von 90 Prozent unumstrittener Branchenprimus. > Info: www.gw-barth.de Ralf Bohle GmbH: Er läuft und läuft Unplattbar – mit diesem Schlagwort hat sich die Firma Bohle mit ihrer Marke Schwalbe einen Namen bei allen Radfahrern gemacht: Vor einigen Jahren brachte das Unternehmen aus dem bergischen Reichshof einen neuartigen Fahrradreifen auf den Markt, dessen Lauffläche verstärkt ist und der deshalb keine Luft lässt, wenn der durch Glas fährt. Mehr als 120 Mitarbeiter arbeiten in der Bohle-Gruppe mit Tochterunternehmen in Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden. Seit 1973 ist der koreanische Reifenhersteller Hung-A Produktions- und seit dem Jahr 2000 auch Joint-Venture-Partner. In Jakarta, Indonesien, produzieren rund 1750 Mitarbeiter die Produkte der Marke Schwalbe. Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb befinden sich am Stammsitz in Reichshof. Spezialisierung auf Fahrrad- und Rollstuhlreifen, Fachhandelstreue und Kundennähe: So lauten die Grundsätze, auf die sich das Handeln und Know-how des Unternehmens konzentriert. > Info: www.schwalbe.de Brita GmbH: Klares, reines Wasser Die Schaffung und erfolgreiche Eroberung einer Marktnische mit einem Haushaltsgerät – dies ist das Lebenswerk des deutschen Unternehmers Heinz Hankammer. 1966 hatte er die weitsichtige Vision, normales Leitungswasser mit einfachsten Mitteln zu optimieren. Er entwickelte einen Filter zur Vollentsalzung von Wasser, dessen Endprodukt so rein wie destilliertes Wasser war. Brita, der Name seiner Tochter, wurde als Name für das Unternehmen gewählt. Heute ist das Unternehmen aus dem hessischen Taunusstein weltweit Marktführer bei der Herstellung von Wasserfiltern aller Art – sei es für den Heimgebrauch in der Kaffeemaschine oder für große Anlagen in der Gastronomie. > Info: www.brita.net Cross Match Technologies GmbH: Sicher ist sicher Cross Match Technologies ist ein weltweit führender Anbieter dialogfähiger Anwendungen und Lösungenzur biometrischen Identifizierung. So stammen die Röntgenscanner an Flughäfen größtenteils von dem Unternehmen in Jena. Daneben bietet der international agierende Betrieb Livescan-Systeme für Finger- und Handabdrücke, Gesichtserkennungssysteme, Dokumentenleser, Zutrittskontrollsysteme und proprietäre Konzern- und Anwendersoftware mit dazugehörigem Service. Die Produkte von Cross Match werden genutzt zur erkennungsdienstlichen Behandlung, für Background Checks von Bewerbern, zur Überprüfung der Identität an Grenzen und anderen Kontrollstellen, um zu registrieren, Identitätsmissbrauch in großangelegten Identifikationsprogrammen zu verhindern. > Info: www.crossmatch.com/de/ Enercon GmbH: Kein Fähnchen im Wind Die Enercon GmbH ist der größte deutsche Hersteller von Windenergieanlagen mit Stammsitz im ostfriesischen Aurich. 1984 vom heutigen Inhaber Aloys Wobben gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute mehr als 8000 Menschen weltweit. Auf dem Weltmarkt rangiert Enercon unter den Windenergieanlagenherstellern seit mehreren Jahren auf dem vierten Platz mit 15,4 Prozent Marktanteil in Jahr 2006. > Info: www.enercon.de Gebr. Schmid GmbH & Co. KG: Innovation durch Tradition 1864 wurde in Freudenstadt im Schwarzwald als Eisengießerei und mechanische Werkstätte ein kleiner Betrieb gegründet, der heute als global agierender Mittelständler mit weltweit 13 Niederlassungen in den Bereichen Solar, Leiterplatte und Flat Panel Display Technologieführerschaft für sich beanspruchen kann: Die Firma Gebr. Schmid GmbH + Co. Der am stärksten wachsende Bereich ist momentan die Entwicklung und Fertigung von modularisierten Anlagen zur Solarzellenherstellung. Diese Anlagen integrieren die komplette Prozesskette vom ersten Schritt der Wafer-Herstellung über die eigentliche Solarzelle bis hin zur wetterfesten Konfektionierung der fertigen Solarmodule. Das Unternehmen hat offenbar begriffen, dass das Bekenntnis zum Standort Deutschland in keinen Widerspruch zu den Herausforderungen globaler Märkte darstellen muss: Schwäbischer Tüftlergeist und die Offenheit für globale Herausforderungen kommen hier in nahezu idealer Weise zusammen. Heute haben bei diesem Mittelständler rund 1100 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, China und Taiwan ihr festes Auskommen. > Info: www.schmid-group.net Theodor Gräbener GmbH & Co. KG: Tonnenweise aus dem Siegerland Im Jahre 1921 wurde die Gräbener & Comp. als Fabrik für schwere Eisenund Blechkonstruktionen gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine Großrohrfertigung, die bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein ein wichtiges Standbein der Unternehmensgruppe darstellte. Als zweiter Schwerpunkt etablierte sich der Maschinenbau, der primär auf die Umformtechnik ausgerichtet war und der dem Unternehmen aus Netphen im Siegerland einen sicheren Platz auf dem Treppchen verschafft hat: Bis zu 900 Tonnen wiegen die Maschinen der Graebener Group. Ausgeliefert werden sie in alle Welt an Werften, Rohr- und Automobilhersteller. > Info: www.graebener-group.de Falke KG: Erfolg auf gutem Fuße Zu den zentralen Erfolgsfaktoren der Marke Falke zählt die konsequente Verfolgung des Innovationsprogramms nicht nur im Sportbereich, sondern auch in allen anderen Marktsegmenten, in denen Falke die Innovationsführerschaft anstrebt. Die Falke Gruppe beschäftigt rund 2600 Mitarbeiter, davon etwa 1200 in Deutschland. 2006 erwirtschaftete die Firma einen Jahresumsatz von 185 Millionen Euro. 32 Prozent der Fabrikate werden ins Ausland exportiert. Die wichtigsten Standorte in Deutschland sind der Hauptsitz in Schmallenberg und das Werk in Lippstadt. Produktionsstätten im Ausland befinden sich in Ungarn, Portugal, Österreich und Südafrika. > Info: www.falke.de Krones AG: Verbindungen schaffen Mit dem Bau von Etikettiermaschinen hatte Krones 1951 begonnen – heute ist das Unternehmen weltweit tätig. Krones hat sich über die klassische Maschinen- und Anlagentechnik weit hinaus entwickelt. Das Unternehmen ist zum „Rund-um-Problemlöser“ für seine Kunden geworden, indem Maschinenbau, Anlagen-Know-how, Verfahrenstechnik, Mikrobiologie und Informationstechnik harmonisch miteinander verbunden und optimiert wurden. Weltweit beschäftigt das Unternehmen über 9000 Mitarbeiter. Rund 87 Prozent der produzierten Anlagen gehen ins Ausland. Der Konzernumsatz 2006 betrug 1,91 Milliarden Euro. > Info: www.krones.de GLASBAU Hahn GmbH & Co.KG: Schützen und präsentieren 1836 wurde Glasbau Hahn als Glaserei und Glashandelsgesellschaft gegründet. Seitdem bemüht sich das Unternehmen um neue Ideen in Glas. Bereits 1935 gelang in dem Frankfurter Unternehmen die erste Ganzglas-Konstruktion, also die Verklebung von Glas mit Glas ohne störende Rahmen. Die weitere Entwicklung dieser Idee förderte die Ganzglas-Vitrine zutage und schaffte völlig neue Möglichkeiten in der Ausstellungstechnik. Wenn heute Ausstellungen neu konzipiert oder Museen errichtet werden, finden sich die Exponate zumeist geschützt von einer speziell angefertigten Vitrine aus dem Hause Hahn. Dessen Mitarbeiter begreifen es als ihre Aufgabe, die Ideen von Architekten und Designern zu verwirklichen, gleichermaßen aber auch die konservatorischen Anforderungen der Museen zu berücksichtigen – im Bewusstsein der Verantwortung, die Kulturschätze der Vergangenheit wie Gegenwart für zukünftige Generationen zu schützen und zu bewahren. > Info: www.glasbau-hahn.de Alfred Kärcher Vertriebs GmbH: Mit Druck gereinigt Rund 6500 Mitarbeiter, 2006 ein Umsatz von 1,2 Milliarden Euro, Vertretungen in 41 Ländern. Die Farbe: gelb. Kärcher ist der weltweit größte Hersteller von Hochdruckreinigern für alle Anwendungsbereiche, die seit den fünfziger Jahren im schwäbischen Winnenden produziert werden. > www.kaercher.de Kiekert AG: Tür auf, Tür zu Schon lange baut kein Autohersteller seine Fahrzeuge mehr komplett selbst, vielmehr werden zahllose Teile von anderen Unternehmen zugeliefert – immer in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, aber eigenverantwortlich und mit eigenen Ideen. Geht es dabei um Schließsysteme und Antriebe von Türen, hat wahrscheinlich Kiekert seine Hände im Spiel. Das Unternehmen mit Sitz in Heiligenhaus in Nordrhein-Westfalen ist weltweit Marktführer im Bereich Schließsysteme und strebt eine ähnliche Position für modulare Türen und mechatronische Antriebssysteme an – reichlich Entwicklungspotenzial also, das hier in der Automobilbranche auf Enteckung wartet. > Info: www.kiekert.de paragon AG: Saubere Luft Die paragon AG mit Hauptsitz im ostwestfälischen Delbrück ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Luftgütesensoren für die Automobilindustrie. Durch die intelligente Verbindung von Elektronik, Mechanik und Software entwickelt, produziert und vertreibt das international agierende Unternehmen Systemlösungen für die Geschäftsfelder Automotive, Electronic Solutions und Gebäudetechnik. Mit seinen 388 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen 2006 einen Umsatz von 110 Millionen Euro. > Info: www.paragon-online.de Peguform GmbH: Verkleidungen für Innen und Außen Stoßfänger, Armaturenbretter, Türverkleidungen: Kaum ein Automobilhersteller kommt ohne die Systemteile von Peguform aus, die das Unternehmen aus dem Breisgau in mittlerweile fünf Ländern produziert. Mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2005 zählt Peguform zu den größten Automobilzulieferern. > Info: www.peguform.de pleyers. bau innovationen GmbH: Dem Stau ein Ende Porfil heißt das Mittel, das Beton haltbar macht und vor Witterungseinflüssen schützt. Neu ist, dass das Material auch bei Kälte und Hitze verarbeitet werden kann. Während andere Stoffe unter acht Grad nicht mehr verwendbar sind, wird Porlif bis null Grad und an heißen Tagen bis 50 Grad verarbeitet. Effekt: Auch im Winter lassen sich Schäden, etwa an Brücken, ausbessern und die Baustellenflut im Sommer entzerrt sich. „Damit holen wir die Baustellen aus den Ferienzeiten.“ Weiterer Vorteil: Porfil versiegelt den Beton wesentlich schneller als andere Techniken und ist unabhängiger vom Wetter. Schon 20 Minuten nach einem Regenguss lässt sich das Mittel auftragen. Entwickelt hat dieses Material Gerd Pleyers nahe der niederländischen Grenze bei Aachen. Erst 2001 hat sich der Bauingenieur selbstständig gemacht – und schon 2006 einen Umsatz im siebenstelligen Bereich erwirtschaftet. > Info: www.pleyers.de ProMinent Dosierungstechnik GmbH: Dosieren mit Maß ProMinent, ein weltweit tätiges Familien-Unternehmen mit rund 1700 Mitarbeitern, ist der zuverlässige Lösungspartner für die Wasseraufbereitung sowie Hersteller von Komponenten und Systemen im gesamten Umfeld der Fluid-Dosiertechnik sorgt das Unternehmen für mehr Effizienz und Sicherheit bei den Kunden – weltweit. > Info: www.prominent.de Sachtler GmbH & Ko. KG: Geschmeidige Schwenks Am Set entsteht die Idee des Kameramannes Wendelin Sachtler, ein Stativ zu entwickeln, das die unzulängliche Funktionalität der angebotenen Systeme beseitigt. So beginnt er in den fünfziger Jahren einen eigenen Stativkopf zu bauen, der nicht nur schwenkund neigbar ist, sondern auch durch ein Kreiselsystem gedämpft werden kann. Mit dieser neuartigen Dämpfung können endlich auch ruhige Schwenks ausgeführt werden. Dieser so genannte Kreiselkopf kommt bei seinen Kamera-Kollegen so gut an, dass Wendelin Sachtler bald beginnt, Kreiselköpfe in Serie herzustellen. Damit wird das Unternehmen Sachtler gegründet, das heute weltweit für Spitzenqualität in der Film- und Videobranche steht und kontinuierlich die Bedürfnisse von Kamerateams in die Tat umsetzt. Heute sind die täglichen Fernsehnachrichten die beste Werbung für Sachtler: „Weltweit gibt es wohl keine Fernsehstation und keinen Drehort, der nicht Stative, Leuchten oder Studio-Hebegeräte des international größten Herstellers von professionellem Kamera-Support im Einsatz hat“, so Heinz Kossler, Geschäftsführer der Sachtler GmbH & Co. KG. > Info: www.sachtler.de Putzmeister AG: Pumpen für den Hausbau Als wichtigstes Geschäftsfeld der Firma Putzmeister gilt der Bereich Betonpumpen. Ob im Tief- oder Hochbau, bei kleineren Bauvorhaben oder bei Großprojekten – auf zahlreichen Baustellen weltweit sind die stationären und mobilen Aggregate im Einsatz. Großen Wert legt Putzmeister auf einfache Bedienung, den sicheren und Energie sparenden Betrieb sowie die vorausschauende Wartung der Maschinen. Dazu hat die Firma eigene Elektronik-Module entwickelt. Sie ermöglichen aus einer Entfernung von mehreren tausend Kilometern die Ferndiagnose von Betriebsdaten, so dass teure Ausfälle und lange Standzeiten der Maschinen minimiert werden können. Neben der Entwicklung und sorgfältigen Fertigung seiner Produkte legt Putzmeister besonders großen Wert auf einen starken Service. Dazu zählen unter anderem die Lieferung geprüfter Originalteile innerhalb kürzester Zeit sowie ein fachlicher Notfalldienst, der ständig ausgebaut wird und in Deutschland rund um die Uhr zur Verfügung steht. Neben drei deutschen Werken unter anderem am Firmensitz Aichtal bei Stuttgart gibt es zahlreiche Tochtergesellschaften, eigene Niederlassungen und ein dichtes Netzwerk von Vertretungen weltweit. > Info: www.putzmeister.de RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH &. Co. KG: Fest verkettet Die RUD-Gruppe ist ein Familienunternehmen mit dem Anspruch eine klare Führungsposition in den bearbeiteten Marktsegmenten zu erreichen und zu halten. Mit über 130 Jahre langer Erfahrung entwickelt das Unternehmen ausgehend von der Rundstahlkette Lösungen mit Kettensystemen und Bauteilen in verschiedensten Formen und für vielfältigste Einsatzgebiete. Auch alle anderen Produkte sind Resultat des Strebens nach Perfektion in den Kernkompetenzen des Hauses: Umformung, Schweißen, Wärmebehandlung und Oberflächentechnik. Durch die langfristige Partnerschaft mit den Kunden, deren Zufriedenheit und Vertrauen ergibt sich eine enge Zusammenarbeit und hohe Problemlösungskompetenz, die immer wieder aufs Neue die Marktführerschaft des Unternehmens begründen. Durch eine aktiv gelebte, offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur sowie eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ist die internationale Betriebsfamilie ein motiviertes, leistungsstarkes, flexibles und kompetentes Team. > Info: www.rud.com Webasto AG: Heizen und lüften Webasto ist als global agierender Zulieferer der Automobilindustrie Weltmarktführer und in 43 Ländern der Erde mit eigenen Niederlassungen oder über Vertriebspartner vertreten. Die Wurzeln des Unternehmens liegen allerdings in Deutschland. Seit 1908 befindet sich der Stammsitz in Stockdorf, südlich von München. Hier entstehen auch heute noch die kreativen Lösungen, die Webasto zu einem der innovativsten Partner für die Automobilhersteller machen. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von Klimaanlagen, Lüftungen und Heizsystemen für Autos und Schiffe. > Info: www.webasto.de Rücker AG: Probeläufe für moderne Verkehrsmittel Entwicklung und Erprobung steht im Mittelpunkt bei der Rücker AG in Wiesbaden: Für Fahrzeuge aller Art entwerfen die rund 2500 Mitarbeiter das Design und unterziehen es in komplexen Computersimulationen umfangreichen Tests, um die Prouktion vorzubereiten. Dabei arbeitet das Unternehmen mit Niederlassungen in 18 Ländern mit nahezu allen großen Automobilherstellern und Flugzeugherstellern wie Airbus und Dornier zusammen. > Info: www.ruecker.de SAUERESSIG GmbH + Co.: Eindruck bei allen Gelegenheiten Saueressig – in der Branche ein Name, der seinesgleichen sucht. Das Unternehmen aus dem westfälischen Städtchen Vreden produziert Druckund Prägewerkzeuge vor allem für den Tiefdruck, den Flexodruck mit flexiblen Druckplatten für Kunststoffverpackungen und Siebdruck, bei dem die Farbe durch ein feinmaschiges Netz auf den Untergrund aufgetragen wird. Das 1953 gegründete Unternehmen beschäftigt heute rund 530 Menschen in Deutschland, Polen, Großbritannien und Jordanien. > Info: www.saueressig.de Schmitz Cargobull AG: Dicke Brummer Schmitz Cargobull ist Markt- und Technologieführer in der europäischen Nutzfahrzeugbranche – wer einen speziellen Auflieger oder ein Kühlsystem für seine Lkws benötigt, tut gut daran, sich an das 1892 gegründete Unternehmen zu wenden. Dabei hat die Firma mit Sitz im westfälischen Horstmar in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nur knapp seine Existenz sichern können. Nach einer grundlegenden Umstrukturierung entwickelte sich das Haus aber massiv weiter, im Geschäftsjahr 2005/2006 waren knapp 4000 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz steigt beständig. > Info: www.cargobull.de Tetra GmbH: Fertignahrung fürs Aquarium Um 1950 züchtete Ulrich Baensch in Hannover tropische Zierfische. Zu dieser Zeit gab es kaum 50 000 Aquarianer in Deutschland. Grund dafür war die häufig sehr schwierige Beschaffung von Lebendfutter. Deshalb hatte Baensch die Idee, ein Fertigfutter für Zierfische zu entwickeln: Anfang der 50er Jahre wurde TetraMin geboren, ein Fertigfutter aus vier verschiedenen Flocken mit Vitaminzugabe. Mit der revolutionären Entwicklung von Trockenfutter für tropische Zierfische legte Ulrich Baensch auch den Grundstein zu einem Unternehmen von Weltrang. Schon früh begann der Aufbau des Unternehmens zum internationalen Marktführer mit Schwestergesellschaften in aller Welt. Heute beschäftigt die gesamte Tetra Gruppe mehr als 700 Mitarbeiter und ist mit Vertretungen in über 90 Ländern weltweit größter Hersteller für Produkte in den Bereichen Aquaristik und Gartenteich. Ein komplettes Programm von Futtermitteln, Wasseraufbereitungs- und Pflanzenpflegemitteln und technischem Equipment bis hin zu medizinischen Präparaten ist im Angebot. > Info: www.tetra.de TRACTO-TECHNIK GmbH & Co.KG: Unterirdische Dynamik Das in Lennestadt-Saalhausen ansässige Maschinenbauunternehmen Tracto-Technik entwickelt und baut Maschinen für die unterirdische Verlegung und grabenlose Erneuerung von Rohrleitungen. Die Kunden für diesen stetig wachsenden Markt kommen aus den Bereichen der Versorgung mit Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation sowie der Abwasserentsorgung. Tracto-Technik beschäftigt weltweit 500 Mitarbeiter, von denen mehr als die Hälfte bereits länger als zehn Jahre im Unternehmen tätig ist. Die hohe Kompetenz und Innovationskraft des Unternehmens zeigt sich vor allem in der großen Anzahl von Patenten: Mehr als 350 sind es mittlerweile. > Info: www.tractotechnik.de Weicon GmbH & Co.KG: Alles geklebt „Nieten war die Technik des 19. Jahrhunderts, Schweißen die des 20. und Kleben ist die Technik des 21. Jahrhunderts“ – so umreißt Ralph Weidling knapp die Bedeutung der Produkte aus dem Hause Weicon. Vor allem in der Industrie, aber auch im Baugewerbe spielen Klebstoffe aller Art eine kaum zu überschätzende Rolle, etwa bei den Automobilherstellern. In einem modernen Mittelklassewagen sind – neben ein paar Schweißnähten – etliche Meter Klebenähte vorhanden, die in den meisten Fällen von Weicon stammen. Zapfanlagen von Bierhähnen kleben mit Weicon, Stiftzähne und sogar die Transportsicherung an Standbeinen von Bohrinseln. > Info: www.weicon.de Zweibrüder Optoelectronics GmbH:Brüder des Lichts Ihre LEDs leuchten fast überall. Vor allem die Photonenpumpe V8 ist der Liebling deutscher Schlüsselbunde und hilft so manchem Autoschlüssel nachts ins Schloss. Die Erfolgsgeschichte der Zwillinge Harald und Rainer Opolka begann mit einer kleinen Idee: Hellere Lampen mit geringerem Stromverbrauch in ästhetischem Design. Vor 14 Jahren gründeten sie das Unternehmen in einer Garage in Solingen und vor sechs Jahren bauten sie zum ersten Mal hell leuchtende LEDs in Taschenlampen. Aus der Garage wurde im Laufe der Jahre ein stattlicher Firmensitz. Auch die Photonenpumpe V8 bekam reichlich Gesellschaft. Knapp 70 Basismodelle bieten die Opolkas unter dem Namen ihrer Firma LED LENSER an. Von Stab- und Taschenlampen bis hin zu Kopflampen und Schlüsselleuchten findet sich alles im Sortiment. Die Erfolgsbilanz liest sich beeindruckend: rund 200 Designpatente und 50 Designpreise. Mittlerweile ist Zweibrüder Optoelectronics Weltmarktführer von LEDTaschenlampen. Damit dies auch noch lange so bleibt, entwickeln Harald und Rainer Opolka fleißig neue Ideen – aber nicht mehr in der Garage, sondern im eigenen Lichtlabor. Im Jahr 2007 ist das Solinger Unternehmen im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet als „ausgewählter Ort“ ausgezeichnet worden. > Info: www.zweibrueder.de Aus der Kleinstadt in die Welt Zwei Hautärzte und ein Apotheker machten vor gut 15 Jahren den Anfang: 191 genügten ihnen die verfügbaren Hautpflegepräparate nicht, um Menschen mit Hautirritationen und leichten Erkrankungen das richtige Mittel an die Hand zu geben. Darum taten sie sich zusammen und entwickelten die ersten Produkte mit dem Markennamen Dermasence. Die Ausrichtung: Medizinische Hautpflege, bei der es weniger auf Seidigkeit und Duft als vielmehr auf Wirkstoffe und optimale Verträglichkeit ankommt. So richtet sich das Unternehmen P & M Cosmetics mit seinen Produkten vor allem an Menschen mit Hautproblemen aller Art, sei es Neurodermitis, Akne, extrem trockene Haut oder auch Allergien. Um diesen Personen das Passende liefern zu können, stehen in der Entwicklungsabteilung von P & M Cosmetics im westfälischen Telgte die Räder nicht still. Immer wieder, so erklärt Marketingleiterin Gudrun Hams-Köster, würden neue Wirkstoffkombinationen vorbereitet, da Allergien sich mit der Zeit verlagern. „Diese Arbeit ist wichtig, aber aufwändig“ – wichtig, da nur so den Kunden immer hautverträgliche, wirksame Kosmetik geboten werden kann, aufwendig, da die Entwicklung neuer Formeln einen erheblich Entwicklungssaufwand bedeutet und zudem die gesamte angepasst werden muss, ändern sich doch die Inhaltsstoffe und damit die Wirkung der Präparate. Aber augenscheinlich lohnt sich der Aufwand: 1991 startete das Unternehmen mit drei Personen, heute arbeiten 40 Mitarbeiter in Vertrieb und Entwicklung. Dabei hat sich das Haus seit jeher auf sein spezielles Marktsegment konzentriert. Die Kosmetika werden in Deutschland und Österreich ausschließlich über Apotheken und dermatologische Institute vertrieben, da nur auf diesen Wegen die nötige Beratungskompetenz gewährleistet ist. In Osteuropa und Asien, wo P & M für die nächsten Jahre noch enormes Entwicklungspotenzial sieht, übernehmen Handelspartner vor Ort die Distribution an Hautärzte und dermatologische Einrichtungen. Im Team des Unternehmens P & M Cosmetics arbeiten Betriebswirte, die sich um Marketing, und Controlling kümmern auch Pharmareferenten im Vertriebsaußendienst sowie eine promovierten Mikrobiologin im Produktmanagement. Die eigentliche Produktion wird von Partnern im Süden und in der Mitte Deutschlands nach den Rezepturen aus Telgte vorgenommen, so wird Spezialistenwissen optimal genutzt, um den hohen hygienischen Standards zu genügen, die an die Produktion von Kosmetika gestellt werden. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/07 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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