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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2008Gegen den WindSechs Teams, vier Staaten, jede Menge flaches Land und eine Handvoll frischen Seewinds: Als am 22. August an der niederländischen Küste in der Nähe der Kleinstadt Den Helder sechs eigenartige Gefährte auf die Straße geschoben wurden, ging es nicht darum, fahrbare Ventilatoren für den nächsten, zur Abwechslung mal wieder heißen Sommer der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.In der niederländischen Provinz Nordholland trafen sich Ingenieure, Studenten und Professoren, um mit ihren eigentümlichen Vehikeln zu einem Rennen windbetriebener Fahrzeuge anzutreten. Die Aufgabe: Beim „Aeolus Race“, benannt nach Aiolos, dem griechischen Gott des Windes, mussten die Fahrzeuge auf einer drei Kilometer langen Strecke direkt gegen den Wind fahren. Die Fahrrädern ähnlichen Vehikel machen sich den für Radfahrer normalerweise störenden Gegenwind zunutze und wandeln diesen über drehende Rotoren in Antriebskraft um. Soweit die Theorie. Es waren weder Motoren noch geladene Batterien, Pedalen oder sonstige Hilfsmittel erlaubt. Ganz vorne dabei waren Studenten aus Stuttgart. Schon bei den Vorläufen zählte das Stuttgarter Ventomobil, das leichteste und effizienteste Fahrzeug unter den Wettbewerbern, als Favorit für die Rennen auf dem drei Kilometer langen Kurs. Neben dem Rennen konnte das Rad aber auch in den Kategorien innovatives Design und Öffentlichkeitsarbeit punkten. „Das ist eine tolle Belohnung für unsere intensive Berechnungs- und Konstruktionsarbeit der letzten Monate“, freut sich Pilot Alexander Miller, der an der Uni Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Gemeinsam mit etwa 20 Kommilitonen aus dem „InVentus-Teams“ hat er das Fahrzeug entwickelt und konstruiert. Die Antriebswelle und das Rotorblatt des dreirädrigen Windfahrzeugs haben die Studierenden im Faserverbundtechnikum der Universität Stuttgart in Leichtbauweise hergestellt. Ein in mehrere Richtungen ansteuerbarer, zwei Meter großer Rotor wandelt, durch eine Kettenschaltung auf die Achse übersetzt, den Wind in Bewegung um. Matthias Schubert, Chief Technical Officer des Hauptsponsors Repower, lobt die gelungene Integration dieses Projekts in die Lehre des Stiftungslehrstuhls: „Die Begeisterung für erneuerbare Energien und innovative Lösungen, die dieses Projekt geradezu beispielhaft belegt, kann der Industrie bei der Entwicklung neuer Technologien als Richtschnur dienen.“ Professor Martin Kühn, Inhaber des Stiftungslehrstuhls Windenergie der Universität Stuttgart und Mentor des InVentus- Teams, freut sich über seine erfolgreichen Studenten und wertet deren Arbeit als „hervorragende Erfahrung für die Berufspraxis“. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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