Studentenpilot.de - das Portal für Studenten
20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7
Home / Magazine / AbsolventenInfo / Fortbildung nach eigenem Lehrplan

AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2007

Fortbildung nach eigenem Lehrplan

E-Learning hat sich in der beruflichen Weiterbildung etabliert
Wer heute in der beruflichen Welt vorankommen will, muss selbst die Initiative ergreifen und seinen Wissenstand stetig erweitern „Life-long learning“ (ein Leben lang lernen) lautet die Philosophie des 21. Jahrhunderts. In der Regel reicht das in der Schule, an der Universität oder in der Ausbildung erlangte Wissen nicht aus, um für die Herausforderungen des modernen (Job-)Lebens gerüstet zu sein.

Fort- und Weiterbildung heißen die Schlagwörter, mit denen sich jeder Berufstätige - egal, ob nun Job-Einsteiger oder langjähriger Arbeitnehmer - auseinandersetzen muss. Denn ein breites und tiefes Wissen ist im Berufsleben das größte Kapital, das in die Waagschale geworfen werden kann. Nicht immer muss die Weiterbildung mit dem (erneuten) „Drücken der Schulbank“ einhergehen. Durch E-Learning, das elektronisch gestützte Lernen, wird Fortbildung zu einer zeit- und ortsunabhängigen Angelegenheit ohne bindenden Stundenplan und Kurszeiten.

E-Learning
Unter E-Learning werden gemeinhin alle Formen des Lernens verstanden, bei denen digitale Medien, vor allem der Computer, für die Präsentation und Distribution von Lernmitteln eingesetzt werden. Noch vor einigen Jahren war damit in der Regel Lernsoftware gemeint, Programme also, die auf digitalen Datenträgern angeboten wurden. Die immer größere Bedeutung und Verbreitung des Internets jedoch drängte das so genannte Computer Based Training (CBT) in den Hintergrund und ersetzte es durch ein ungleich umfangreicheres Lernangebot: dass Web Based Training (WBT). Diese Weiterentwicklung machte die herkömmlichen Datenträger (Diskette, CD-Rom oder DVD) quasi obsolet und ermöglicht es, Lerneinheiten online von Webservern zu downloaden. Dadurch steht den Usern, also dem Lernenden - nicht nur ein nahezu unerschöpflicher Pool an Wissens- und Lernangeboten zur Verfügung, sondern wird Kommunikation und Interaktion mit anderen Lernenden oder den Dozenten und Tutoren gefördert.

„eQualification“
In Schulen und Universitäten wurde der verstärkte Einsatz neuer Medien von der Bundesregierung gefördert. Aber auch die Weiterbildung im Beruf steht hoch im Kurs. So schrieb das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Januar dieses Jahres auf seiner Homepage zum Thema „eQualification“: „Im Bereich der beruflichen Bildung soll die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessert werden durch eine bedarfsgerechte berufliche Aus- und Weiterbildung mit Computer und Internet.“ Die „Pionierphase“ beim Einsatz der Neuen Medien sei erreicht und ihre Verwendung in der Bildung Normalität geworden. Zu einem ähnlichen Schluss kommt Egon Fleischer, Berater für E-Learning-Projekte in Osteuropa, im Nahen Osten und in Zentralasien. In einem Interview mit der Webseite checkpoint-elearning sagte er: „Nachdem E-Learning noch vor drei Jahren immer als eine Art ‚Sonderprojekt‘ behandelt wurde, hat das berufliche Lernen mit dem Computer jetzt die ‚Phase der Trivialisierung‘ erreicht. Es ist ein fester Bestandteil von Personalentwicklungsstrategien geworden.“

E-Learning-Angebote zusehends besser
Dass sich E-Learning erst jetzt als fester Bestandteil der Fort- und Weiterbildung etabliert hat, ist unter anderem mit der Skepsis zu erklären, mit der die digitalen Lernangebote lange Zeit betrachtet wurden. Zwar räumten Kritiker ein, dass das elektronische Lernen Kosten und Zeit erspare und auch individuelle Entscheidungen über den Lerninhalt getroffen werden konnte, aber immer wieder Zweifel an der didaktischen Konzeption äußerten.
Vor allem bei der Erwachsenenbildung wurden Qualitätsmängel der E-Learning-Angebote ausgemacht und beanstandet. Doch schon Mitte der 1990er, als Wirtschaft und Bildungsinstitutionen das Potenzial von E-Learning für sich entdeckten, gab es eine große Nachfrage nach Experten für dieses Gebiet, so dass zahlreiche, meist interdisziplinäre Studiengänge entstanden. Durch den verstärkten Einsatz von Fachleuten wurden die E-Learning-Angeboten in den vergangenen Jahren zusehends verbessert.

Ein Überblick im Internet
Wer sich einen ersten Überblick über Entwicklungen, Angebote und Fortbildungs-Programme auf Basis des E-Learnings verschaffen will, wird natürlich im Internet fündig. Das E-Learning-Portal der Europäischen Kommission oder der Deutsche Bildungsserver sind nur zwei Netzadressen, die über das Lernen mit den Neuen Medien informieren. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt Auskunft über E-Qualifications und Förderprogramme.

Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/07
Verfasst von absolventenInfo


zurück
Bookmark and Share
Anzeigen





XING - Das professionelle Netzwerk



Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung

Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG