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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Elektrisch zur UniVerkehrsinfarkt in den Innenstädten, Feinstaubalarm und astronomische Energiepreise – Studierende halten dagegen.So präsentierte der Fachbereich Maschinenbau der FH Dortmund auf der Hannover Messe 2008 ein zweisitziges Elektrodreirad für den Stadtverkehr. Bei einem Gewicht von rund 200 kg erreicht das Gefährt mit nur vier Kilowatt Leistung Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern, für den Stadtverkehr allemal ausreichend. Rund ein Jahr benötigten die Studierenden um Professor Wilfried Fischer, um das Fahrzeug von den ersten Entwürfen an zu entwickeln. Um das geringe Gewicht zu erreichen, wurde konsequent auf Leichtbauweise gesetzt. Dabei spielte der intensive Einsatz von computergestützter Konstruktionssoftware eine zentrale Rolle. Bei der rechnergestützten Bauteiloptimierung kam das ebenfalls im Leichtbau-Technologie- Center entwickelte System „Opium“ zum Einsatz, das die FH bereits auf der Cebit präsentiert hat. Mit der Diagnosesoftware können Rahmen-, Schalen- und Volumentragwerke durch Optimierungen automatisch den Beanspruchungen angepasst werden, so dass gewichtsoptimale Bauteile entstehen. So konnten die beiden Absolventen Daniel Hohmann und Michael Walter den Gitterrohrrahmen des Fahrzeugs soweit abspecken, dass bei ausreichender Steifigkeit ein extrem leichtes Chassis entstand. Stauraum für den Wocheneinkauf Die integrierten Blei-Gel-Batterien gewährleisten dabei eine Reichweite von rund 100 Kilometern. Diese werden in Zukunft durch eine Brennstoffzelle unterstützt, um eine noch größere Reichweite zu erzielen. Aber auch hier vermutet Fischer noch weiteres Verbesserungspotenzial, schließlich wiegen die Batterien zusammen rund 100 Kilogramm – mehr als das ganze Fahrzeug. Lithium-Ionen-Batterien, so der Maschinenbauer, seien erheblich leichter und böten gleichzeitig eine höhere Reichweite – erste Entwürfe dafür sind bereits in der Entwicklung. Neben ausreichend Platz für zwei Erwachsene birgt das voll gefederte Gefährt Stauraum für den Wocheneinkauf. Für die Zukunft plant Fischer mit seinen Studierenden, die jetzige Roadster-Version um eine Cabrio-Variante zu ergänzen, die vollen Fahrspaß bei jedem Wetter bieten soll. An der notwendigen Straßenzulassung wird derzeit noch gearbeitet. Hochgeschwindigkeit mit Elektromotor Deutlich mehr Fahrspaß, dafür aber erheblich weniger praktischen Nutzen, bietet ein Gefährt von Studenten der Ohio State University. Bei einem Rennen in der Salzwüste von Benneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah brachte „Buckeye Bullet“ aus auf mehr als 500 Stundenkilometer – Geschwindigkeitsrekord für Elektroautos. Der E-Racer musste dabei nicht nur den extremen Bedingungen der Wüste standhalten, sondern auch dem Druck der internationalen Konkurrenz. Für die Konstruktion setzte das Studententeam die SolidWorks-Lehrversion des französischen 3D-Spezialisten Dassault ein. Mit der Lösung konnten Änderungen sofort automatisch im Konstruktionsprozess umgesetzt werden, so dass die Zeit für den Neuaufbau von Volumenmodellen eingespart wurde. „Bei der Konstruktion so schneller Elektrofahrzuge spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle“, erklärte Isaac Harper, Leiter des Buckeye Bullet-Teams. „Die schwierigste Aufgabe war, einen Motor mit einem Durchmesser von 43 Zentimeter in ein nur 60 Zentimeter großes Gehäuse einzupassen“, so Harper. Bereits vor vier Jahren begannen die Studenten Buckeye Bullet zu konstruieren. Ziel war es, sämtliche Geschwindigkeitsrekorde zu Land zu brechen. Praxisnahes Arbeiten Förderer des Projekts ist das Zentrum für Automobilforschung der Universität. Im Rahmen dieser Projekte gewinnen die Studenten Einblicke in die Arbeit mit Sponsoren und lernen neben der Teamarbeit auch den Umgang mit Lieferanten, das Einhalten von Lieferfristen und das Auswerten von Analyseergebnissen zur Verfeinerung der Konstruktionen. Dabei arbeiten sie in Teams, die sich auf unterschiedliche Fachbereiche wie Antrieb und Aerodynamik konzentrieren. Den Teams obliegt die gesamte Konstruktion und Produktion, wobei hin und wieder auf den fachmännischen Rat anderer Fachbereiche und externer Einrichtungen zurück gegriffen wird. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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