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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2008Drei Länder in drei JahrenTobias Frenk berichtet über seine Erfahrungen im AuslandHerausforderungen hat er sich schon in jungen Jahren gestellt: Während seine Mitschüler erste Auslandserfahrungen an US-amerikanischen High Schools sammelten, zog es Tobias Frenk nach Südafrika. Ganz allein organisierte der damals 15-Jährige den Schüleraustausch, lebte sechs Monate in Kapstadt. „Das Schuljahr im Ausland sollte eine Bewährungsprobe sein“, begründet er den mutigen Schritt. Von den positiven Erfahrungen zehrt er heute, mehr als zehn Jahre später, noch immer: „Ich bin dadurch viel weltgewandter geworden.“ Eine Charaktereigenschaft, die ihm auf seinem heutigen Karriereweg zu Nutzen kommt. Zunächst einmal zog es den 26-jährigen nach dem Abitur in Minden zum Studium ins westfälische Münster. An der Westfälischen Wilhelms-Universität blieb Tobias nur zwei Jahre, um sein Grundstudium in Betriebswirtschaftslehre zu absolvieren. „Von Anfang an war klar, dass ich zumindest eine Zeit lang im Ausland studieren wollte“, erläutert der angehende Betriebswirt. Und auch sein Ziel hatte der ehrgeizige junge Mann bereits klar vor Augen: ein betriebswirtschaftliches Hauptstudium an der ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin. Die ESCP-EAP European School of Management ist die einzige europäische Wirtschaftshochschule, die ihre internationalen Studiengänge länderübergreifend anbietet. Das Studium findet in eigenen Einrichtungen in den fünf Metropolen Paris, London, Berlin, Madrid und Turin statt, schreibt jährliche Praktika vor – und bereitet die Studierenden der Internationalen Betriebswirtschaftslehre so optimal auf eine Karriere im Ausland vor. Der Weg an die private Hochschule führte den 26-Jährigen zunächst über eine mehrgliedrige Aufnahmeprüfung, um einen der limitierten begehrten Plätze zu bekommen. Im Spätsommer 2005 war es schließlich soweit: Tobias begann sein BWL-Studium an der ESCP-EAP in London. Im Herzen der englischen Metropole stand nun ein Jahr lang internationale Betriebswirtschaftslehre auf dem gut gefüllten Stundenplan. Viel Zeit, um das Studentenleben in der Millionenstadt zu genießen blieb da nicht. Ein Los, dass der 26-Jährige mit seinen Kommilitonen aus Frankreich, Italien, Polen oder Spanien teilte. Dennoch bereut er diese Erfahrung nicht – im Gegenteil: „Der Kontakt zu den zahlreichen Mitstudenten aus ganz Europa hat meine Fähigkeiten, mich auf unterschiedliche Menschen und Situationen einzustellen, stark gefördert“, sagt der Ostwestfale. Erste Bewährungsprobe Eine erste Möglichkeit, die Kenntnisse aus dem Studium auch in der Praxis umzusetzen, bot sich im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums bei der internationalen Finanzprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. „Das war eine erste Bewährungsprobe, denn ich wurde direkt wie ein regulärer Mitarbeiter eingesetzt“, blickt Tobias auf die seine ersten Schritte in der Arbeitswelt zurück. Anders als hierzulande würden viele Firmen im Ausland die Gelegenheit nutzen, potenzielle Bewerber über ein Praktikum zu aquierieren und im Arbeitsalltag zu beobachten, beschreibt der 26-Jährige seine Erfahrungen. Goodbye Londo - Bonjour Paris Nach zwölf Monaten jedoch hieß es Abschied nehmen: „Goodbye London“ und „Bonjour Paris“. Ein Jahr lang arbeitete und lebte der junge Mann nun an der Seine. Über das reguläre Studium an der französischen ESCP-EAP-Dependance hinaus wartete dort ein Praktikum bei der Investmentbank Rothschild auf den Jung-Betriebswirt. Diplomarbeit in Berlin Seit dem vergangenen Jahr ist Tobias nun wieder in Deutschland. In Berlin schreibt er gerade an seiner Diplomarbeit. Und auch der nächste Praktikumsvertrag ist schon unterschrieben: Ab Mai verdingt er sich für weitere drei Monate bei einer Wirtschaftsprüfungsgsellschaft in Berlin. Ob ihn die Karriere dann zurück in eine der europäischen Metropolen führen wird, das weiß der 26-Jährige zum heutigen Zeitpunkt zwar noch nicht, eines ist aber bereits jetzt klar: „Ich würde jederzeit die Chance nutzen.“ Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/08 Verfasst von Jutta Melchers zurück |
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