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AbsolventenInfo Ausgabe 2/ 2006Auf die Plätze, fertig, los!Bewerbungsmarathon: Einer guten Vorbereitung sollte ein ordentlicher Zeitplan zu Grunde liegen. Wer ihn beherzt, hat es am Tag X deutlich einfacher.Der Countdown für die Bewerbung läuft - eine optimale Vorbereitung ist nicht nur für Wettkampfsportler wichtig. Das gleiche gilt auch für Jobaspiranten, die ein Vorstellungsgespräch haben. Wer sich strukturiert darauf vorbereitet, kann die sich auftuenden Klippen auch souverän umschiffen. Nicht nur über seinen potenziellen Arbeitsgeber und dessen Firmenphilosophie sollte sich der Bewerber im Vorfeld ausgiebig informieren - auch Kenntnisse über das Marktumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, zeugen von Interesse an dem Job. Mit der Einladung zum Gespräch ist der erste Fuß in der Tür - die Frage lautet dann, wie weit sie aufgestoßen werden kann. Wer gut informiert ist, kann mit Ruhe in das Gespräch hineingehen. Nicht selten dauert die Recherche länger als das Erstellen der Bewerbungsmappe. Einer guten Vorbereitung sollte ein ordentlicher Zeitplan zu Grunde liegen. Wer ihn beherzt, hat es am Tag X deutlich einfacher: 10 Tage zuvor: Auswahl der passenden Kleidung: Welchen Dresscode verlangt das Unternehmen, welcher passt zum Bewerber? Im Zweifelsfall ist ein etwas konservativeres Outfit dem legeren vorzuziehen. Befindet sich das richtige im Schrank? Passen die vorgesehenen Kleidungsstücke noch? Wie ist ihr Zustand (Sauber, gebügelt, alle Knöpfe)? Welche Textilien könnten kurzfristig als Ersatz herhalten, falls es kurz vor dem Termin zu Verunreinigungen kommen sollte? Wichtig: Auch die Schuhe sollten eingelaufen und stimmig sein! 7 Tage zuvor: Wie kann das Unternehmen erreicht werden? Erfolgt die Anreise mit dem Pkw oder mit der Bahn? Muss ein Ticket gebucht werden? Falls das Gespräch am frühen Vormittag liegt und der Ort mehr als 300 Kilometer entfernt ist: Sollte die Anreise am Vorabend erfolgen? Muss ein Hotel gebucht werden? Wie sieht es mit dem Kopf aus? Sollte ein Friseurbesuch erforderlich sein, muss ein Termin vereinbart werden. 5 Tage zuvor: Liegen alle benötigten Informationen zum Unternehmen und zum Marktumfeld vor? Welche unternehmensbezogenen Fragen können beim Gespräch gestellt werden und Interesse bekunden? Bei Anreise mit dem Pkw: Abfahren der Strecke zum Bewerbungsort: Wie lange dauert die Fahrt zur entsprechenden Zeit? Gibt es genügend Parkplätze? Wo könnte das eigene Fahrzeug abgestellt werden? Immer daran denken: Es ist mit Staus und Baustellen zu rechnen! Bei Anreise mit der Bahn: Wie weit ist es vom Bahnhof bis zur Firma? Gibt es Möglichkeiten, sie mit Bussen zu erreichen? Müsste ein Taxi vorbestellt werden? Immer daran denken: Es ist mit Verspätungen zu rechnen! 3 Tage zuvor: Gegebenenfalls Friseurbesuch. Gelingt die Frisur nicht, so kann am Folgetag bei Bedarf noch eine Korrektur erfolgen. Auch der Besuch beim Kosmetiker ist für sie und ihn empfehlenswert. 2 Tage zuvor: Ist der Zustand der Kleidungsstücke noch in Ordnung? Für Notfälle ein Nähset für den Tag X bereitlegen. 1 Tag zuvor: Gibt es aktuelle Informationen, welche die Firma oder den Markt betreffen? Auch aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen sollen beantwortet werden können - also: Tagesthemen schauen! Liste mit Notfall-Telefonnummern um in der Firma anrufen zu können, falls tatsächlich etwas passieren sollte, das eine unvermeidbare Verspätung auslöst. Kontrolle: Geht die Uhr richtig? Wie spät sollte das Wecken erfolgen? Wer macht wann einen Kontrollanruf, ob der Wecker tatsächlich geklingelt hat? Die Dokumentenmappe sollte zusammengestellt werden mit dem Einladungsschreiben zum Gespräch, Kopien der Bewerbungsunterlagen, ggf. einer Kurzinfo über das Unternehmen sowie Fragen, die im Laufe des Gesprächs gestellt werden, neutraler Notizblock und Stift. Auf Piercings im Gesicht reagieren viele Personaler ablehnend, Schmuck sollte nur dezent zur Schau gestellt werden. Tag X: Pünktlich starten, Besuch der Toilette an der letzten Autobahnraststätte vor der Ausfahrt, die Kleidung (besonders bei warmen Wetter) erst kurz zuvor wechseln (wird im Hotel übernachtet und die Kleidung ist zerknittert: keine Panik! Kleidung auf einem Bügel im Badezimmer aufhängen und die heiße Dusche laufen lassen; das Wasser hat dann den Effekt eines Dampfbügeleisens). Parfüm und Make-up nur sehr dezent auftragen. Ausschalten des Mobiltelefons nicht vergessen. Rund eine Viertelstunde vor dem vereinbarten Termin in der Firma eintreffen (lange Wege auf dem Firmengelände sind möglich, evtl. Sicherheitskontrollen) Hier ein paar Tipps, die helfen, auch das Bewerbungsgespräch mit Bravour zu meistern: - Selbstbewusst anklopfen, um auch gehört zu werden. Aber zu forsche Klopfzeichen könnten negativ interpretiert werden. - Sich mit vollem Namen vorzustellen, sollte selbstverständlich sein. - Wenn der Personaler dem Bewerber die Hand entgegenstreckt, mit einem wohl dosierten Händedruck reagieren, aber auf keinen Fall selbst aktiv werden. - Immer die nötige Distanz wahren, ohne distanziert zu wirken. - Auf die eigene Körpersprache achten: Arme nicht verschränken und auch keine Barrieren aus Schreibutensilien oder Kaffeetassen aufbauen, um eine offene Kommunikationssituation zu schaffen. - Entspannt sitzen, beide Füße sollten Bodenkontakt haben und auch die Hände nach Möglichkeit unter Kontrolle behalten und nicht übermäßig gestikulieren. - Auch auf das Sprechtempo achten und sich drosseln, wenn die Wörter und Sätze zu schnell hervorsprudeln wollen. - Im Gespräch aktiv zuhören und selbst erzählen, aber niemals die Gesprächsführung übernehmen. - Auf gestellte Fragen präzise antworten und selbst nachfragen, wenn ein Sachverhalt unklar geblieben ist. - Bei der Wortwahl aufmerksam bleiben, Kraftausdrücke unbedingt vermeiden ebenso wie Fremdwörter, die nicht zur spezifischen Fachsprache gehören. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 02/06 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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