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AbsolventenInfo Ausgabe 1/ 2006„ Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“Psychologen gehen davon aus, dass es nur 30 Sekunden dauert, bis das Bild vom Gegenüber entstanden ist. Und das ist oft nur schwer zu revidieren. Grund genug, sich auch Gedanken über das äußere Erscheinungsbild zu machen.„Der erste Eindruck zählt“, heißt es gemeinhin und zumindest in Fragen des Auftretens ist dieses Sprichwort aktueller denn je. Ein fester Händedruck zur Begrüßung, gute Umgangsformen, schlechthin das, was Großmütter unter „guten Manieren“ verstehen, sind heute gefragt. Wer seinen beruflichen Auftritt optimieren will, der muss im Ganzen überzeugen. Nicht nur fachliches Wissen und Benimmfragen im engeren Sinn zählen hier. Der erste Eindruck beginnt bereits bei Optik und Outfit. Nicht umsonst sagen die Amerikaner: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ In der Tat: Psychologen gehen davon aus, dass es nur 30 Sekunden dauert, bis sich man sich ein Bild des Gegenübers gemacht hat. Und das ist oft nur schwer zu revidieren. Grund genug also, sich nicht nur mit den persönlichen beruflichen Stärken auseinanderzusetzen, sondern sich auch Gedanken über das äußere Erscheinungsbild zu machen. Gut gekleidete Menschen wirken ehrlicher und seriöser. Ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild ist eine Selbstverständlichkeit: Ungeputzte Schuhe, fleckige oder ungebügelte Kleidung, fehlende Knöpfe - all das ist selbst redend nicht gemeint, wenn es um Fragen des korrekten Business-Stylings geht. Doch auch darüber hinaus kann viel falsch gemacht werden in punkto Outfit. Los geht es bereits beim Einkauf. Am besten den Partner, die Mutter oder einen verlässlich - und vor allem ehrlichen - Freund mit zum Einkauf nehmen, es ist erschreckend, wie viel mit unvorteilhafter Kleidung angerichtet werden kann. Darum sich nicht einfach auf die Kommentare des Verkäufers oder eines Modemagazins verlassen, schließlich ist alles, was gerade modern ist, nicht zwangsläufig auch typ- und anlassgerecht. Wer Bekleidung passend zu seiner Persönlichkeit auswählt und seinen eigenen Stil gefunden hat, wirkt glaubhaft, schafft Kompetenz und strahlt Persönlichkeit aus. Grundsätzlich ist es wichtig, sich im gewählten Outfit auch wohl zu fühlen. Nur so ist das Auftreten authentisch. Qualität ist die erste Maxime, nach der die Kleidung ausgesucht werden sollte. Auch wenn das Kostüm oder der Anzug auf dem Bügel noch so schick aussieht - schlechte Stoffqualität macht sich beim Tragen schnell bemerkt. Preiswerte Materialien mit einem hohen Synthetikanteil sehen oft nicht nur billig aus, sondern neigen schnell zum Knittern. Darum bereits beim Kauf auf gute Qualität achten. Lieber ein „gutes“ Kostüm oder einen teuren Anzug kaufen, als zwei schlampig verarbeitete. Niemand erinnert sich später daran, ob der Anzug bereits ein zweites Mal in Erscheinung getreten ist, wohl aber, ob er - inbesondere nach einer langen Autofahrt - zerknautscht wie ein nasser Sack aussah. Dennoch sollte gute Qualität nicht mit einer noblen Designermarke gleichgesetzt werden. Wer das Firmenlabel als Statussymbol offen vor sich herträgt, wirkt leicht überheblich. Generell sollte die Kleidung Beruf und Branche entsprechend ausgewählt sein, grundsätzlich jedoch gilt: Das Outfit sollte gepflegt und seriös wirken. Das gleiche gilt für Accessoires, Make-up und Frisur. Ein guter Haarschnitt und der regelmäßige Umgang mit Shampoo und Föhn sei dabei nicht nur den Frauen empfohlen. Für Frauen in fast allen Branchen empfiehlt sich als Grundgarderobe eine Hose in klassischem Material und Farben wie Blau, Grau, Beige, Weiß, aber auch zarten Pastelltönen. Für Röcke gilt: Unabhängig von Alter und Figur sollte der Saum das Knie bedecken. Mini-Röcke wirken unseriös. Der klassische Anzug für die Dame in Dunkelblau und Schwarz darf ebenfalls unter gar keinen Umständen im Kleiderschrank fehlen. Bei Geschäftsmeetings sollte frau statt Kombination lieber auf ein Kostüm oder den klassischen Hosenanzug zurückgreifen. Für das abendliche Essen mit Geschäftspartnern gilt ähnliches: Ein schlichtes Cocktailkleid wirkt edel, weiblich und seriös gleichermaßen. Pailletten oder Glitzersteinchen hingegen erscheinen schnell billig. Gerade im Bereich Schuhe und Accessoires haben Frauen leider oft die Qual der Wahl, doch auch für diesen Bereich gibt es einige Modefauxpas, die jedoch elegant umschifft werden können. Absatz ja, halsbrecherische Stilettos nein - so lautet die erste wichtige Regel. Der Pumps mit klassischem Sieben-Zentimeter-Absatz ist der korrekte Schuh zu jedem Business-Ensemble und darf im Zweifelsfall mit modischen Details ein wenig Raffinesse ins klassisch-elegante Outfit bringen. Pumps, Sling-Pumps, Slipper oder Stiefelletten sind je nach Witterung angebracht, Sandaletten oder gar sportliche Flip-Flops sollten aber auch bei heißen Temperaturen im heimischen Schuhschrank bleiben. Nylon-Strümpfe - selbstverständlich ohne Laufmaschen - sind bei jedem Wetter und jedem Anlass ein absolut unverzichtbares Muss. Ansonsten gilt auch bei tropischen Temperaturen im Büro: Die Oberarme sollten - ebenso wie die Knie - bedeckt bleiben. Leichte Sommermaterialien wie Baumwolle oder Leinen in hellen Farben sorgen für ausreichend Abkühlung. Als Alternative zum steifen Blazer eignet sich gerade im Sommer eine leichte Strickjacke. Männer sollten neben einem dunklen Anzug auch legere Kombinationen aus Sakko und Hose im Schrank haben, dazu eine gute Handvoll einfarbiger heller Hemden und dazu passende, dezent gemusterte Krawatten. Krawatten mit „lustigen“ Comic-Motiven oder wilden Mustern sind passé, das gleiche gilt für großkarierte Sakkos. Jeans oder Leinen, eben alle Materialien, die nach Freizeitvergnügen aussehen, werden auch für selbiges aufgehoben. Und ist es auch draußen noch so heiß: Oberhemden haben immer lange Arme, auch die Krawatte ist Pflicht. Ein Paar braune und schwarze Schnürschuhe gehören zum Standardrepertoire, Sandalen - wohlmöglich noch mit den obligatorischen weißen Tennissocken - jedoch nicht. Apropos Socken: Zum gepflegten Business-Erscheinungsbild gehören Kniestrümpfe in Schwarz, Dunkelblau oder Braun. Kurze Socken, die im Sitzen den Blick auf behaarte männliche Knöchel freigeben, zerstören jeden seriösen Look. Zusätzlich kann der Bewerber Pluspunkte durch die Farbwahl sammeln: Farben sollten zum Teint und zueinander passen und die Botschaft wirkungsvoll unterstreichen. Außerdem sollte man sein Äußeres nie mit mehr als zehn sichtbaren Teilen überladen, weniger ist auch in diesem Fall meist mehr (Beispiel: 1x Jackett, 1x Hose, 1x Shirt, 1x Schuhe, 1x Strumpfwaren, 1x Halskette, 1x Ohrringe, 1x Ring, 1x Haarband = 9 Teile). Formelle Kleidung signalisiert jederzeit, dass die berufliche Situation - gleich welcher Art - ernst genommen wird. Im Zweifelfall sollte die Maxime in Punkto Business-Styling deshalb auch eher over- als underdressed lauten. Nicht ohne Grund empfehlen Karriereberater, sich kleidungsmäßig „nach oben“ zu orientieren. Veröffentlicht in absolventenInfo / Ausgabe 01/06 Verfasst von absolventenInfo zurück |
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