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Work and Travel in Italien
Einleitung Seid ihr gerade mit der Schule, der Ausbildung oder dem Studium fertig geworden und wisst nicht genau, was ihr als nächstes tun sollt? Habt ihr genug vom Lernen, findet aber zur Zeit keinen Job? Eine Möglichkeit, die Zeit bis zum nächsten Lebensabschnitt sinnvoll zu gestalten, ist ein Work and Travel-Aufenthalt im Ausland. Dabei kann man einerseits berufliche Erfahrungen sammeln und ein bisschen Geld verdienen, andererseits lernt man schnell Land und Leute kennen. Ein Work and Travel-Aufenthalt ist genau das, was sein Name schon besagt: Arbeit und Reisen im Wechsel. Je nachdem, wie es euch an einem Ort gefällt, könnt ihr dort länger verweilen und euch zur Unterhaltssicherung einen Job suchen. Zieht es euch jedoch weiter, kündigt ihr den Job und sucht euch in einer anderen Stadt etwas Neues. Das hört sich leichter gesagt an als getan. Denn auch für diese kurzweiligen Jobs braucht ihr eine ausreichende Qualifikation. Und die jeweilige Landessprache solltet ihr fließend beherrschen. Die meisten jungen Leute zieht es in die weit entfernten Länder, wie beispielsweise nach Australien oder Neuseeland. Doch auch innerhalb Europas kann ein solcher Work and Travel-Aufenthalt stattfinden. Hier sind Frankreich, Großbritannien und Spanien die beliebtesten Länder. Aber auch Italien, immerhin das liebste Urlaubsland der Deutschen, hat Work and Travel-Reisenden eine Menge zu bieten. Gerade in den Touristenregionen, wie in der Toskana, auf Sizilien oder inmitten Roms, werden im Sommer immer wieder gerne helfende Hände gebraucht, die den Ansturm der internationalen Urlauber mit bewältigen. Im Jahr 2002 registrierte Italien über 100 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste. Deutschland kam im selben Jahr gerade einmal auf etwa 40.000. Diese Zahlen belegen: es sollte doch möglich sein, in Italien für einen kurzen Zeitraum einen Nebenjob zu finden, um sich die weitere Reise durch Italien finanzieren zu können. Markt für Work and Travel Die Lage auf dem italienischen Arbeitsmarkt sieht nicht unbedingt besonders rosig aus. Zwar herrscht durchschnittlich „nur“ eine Arbeitslosenquote von 8,6%, dabei lässt sich jedoch ein starkes Nord-Süd-Gefälle feststellen. Im Norden des Landes sieht die Arbeitsmarktlage auf jeden Fall sehr viel besser aus. Falls ihr einen Work and Travel-Aufenthalt in Italien plant, solltet ihr euch hauptsächlich in diesem Teil des Landes auf die Suche nach einem Job machen. Bei einer Arbeitslosenquote von über 20% im Süden des Landes stehen die Chancen für eine erfolgreiche Jobsuche hier nicht so gut. Man sollte einige Voraussetzungen mitbringen, die den beruflichen Einstieg in einem fremden Land wesentlich erleichtern:
Je nachdem, ob ihr euch durch eine der zahlreichen Agenturen vermitteln lasst oder auf eigene Faust auf die Suche macht, müsst ihr weitere spezielle Kriterien erfüllen. Agenturen verlangen häufig:
. Jobs mit Aussichten Wie bereits erwähnt, ist die Nachfrage nach Arbeitskräften gerade in den Sommermonaten besonders hoch. Hier wird stets Personal in den Bereichen Hotel, Gastronomie und in anderen Dienstleistungssektoren gesucht. Mit ein bisschen Glück findet ihr jedoch auch einen Job in einem völlig anderen Berufszweig, zum Beispiel eine Anstellung in einem Architektur- oder Rechtsanwaltsbüro. Falls ihr euch durch eine Organisation nach Italien vermitteln lasst, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass ihr einen Job in eurer favorisierten Branche bekommt, da die Organisationen sehr gute Kontakte zu den einheimischen Unternehmen besitzen und euch natürlich bei den angebotenen Jobs auch entgegen kommen möchten. Falls ihr euch selbständig auf die Suche nach einer kurzfristigen Anstellung macht, solltet ihr ausreichende Qualifikationen, eine gute Portion Selbstbewusstsein und etwas Glück mitbringen. Voraussetzung ist jedoch, dass ihr die italienische Sprache beinahe fließend beherrscht. Mit Englisch ist euch vielleicht in Notfällen geholfen, wenn ihr jedoch wirklich in Italien leben und arbeiten wollt, kommt ihr um die ein oder anderen Sprachkenntnisse nicht herum Lebenshaltungskosten Italien Die Lebenshaltungskosten haben sich seit der Einführung des Euro stark an die deutschen angepasst. Wo Italien früher noch als relativ günstiges Urlaubsland galt, sind die Kosten für Miete und Lebensmittel mit der Zeit stark angestiegen. Wie in den meisten anderen Ländern auch ist das Leben auf dem Land natürlich sehr viel günstiger als in einer Großstadt. Gleichzeitig ist es dort natürlich sehr viel schwieriger, einen geeigneten Job zu finden. Vor der Reise nach Italien sollte man sich gründlich bei seiner Krankenkasse bzw. Versicherung über den Schutz informieren, der auch im Ausland gültig ist. Die meisten großen Versicherungen bieten eine Auslandskrankenversicherung an. Diese Versicherung besitzt zwar bis zu einem Jahr Gültigkeit, man darf mit ihr jedoch nur bis zu sechs Wochen reisen. Dies dürfte für einen Work and Travel-Aufenthalt eher zu kurz sein. Einige Versicherungen bieten Langzeit-Reisekrankenversicherungen an. Manche schließen das Arbeiten aus, andere wiederum erlauben es. Sinn und Zweck eines Work and Travel-Aufenthalts ist es, sich nicht die gesamte Zeit an ein und demselben Ort aufzuhalten. Die Reise durch das fremde Land und das Kennenlernen von Menschen, Bräuchen und Besonderheiten der Kultur sollte stets im Vordergrund stehen. Da ihr also ständig auf Achse seid, ist es nicht besonders sinnvoll, sich direkt eine Wohnung in einer Stadt zu mieten. Dies ist mit sehr vielen Kosten, z.B. für Möbel oder auch Kaution verbunden. Praktischer ist es, sich für die kurze Zeit, die ihr an einem Ort verbringt, in einem günstigen Hotel oder einer Jugendherberge einzumieten. Erste Adressen findet ihr in den Gelben Seiten Italiens: http://www.paginegialle.it/index.html Übersicht aller Bed&Breakfast-Möglichkeiten in Italien: http://81.208.34.7 Da man während eines Work and Travel-Aufenthalts möglichst viel von Italien sehen möchte, muss man möglichst günstige Möglichkeiten der Beförderung finden. Hier gibt’s die Fahrpläne der italienischen Bahn sowie der verschiedenen Regionalbahnen: http://www.fahrplan-online.de/fahrplan_search.php3?land=036 Falls man noch als Student eingeschrieben ist und so einige Vergünstigungen in Anspruch nehmen möchte, sollte man sich einen internationalen Studentenausweis besorgen. Der ISIC (International Student Identity Card) ist der weltweit einzige gültige Nachweis über den Studentenstatus, der viele Vorteile garantiert. Mehr Infos zu Anwendungsgebieten und Ausgabestellen findet ihr hier: http://www.isic.de/index.php Wahrscheinlich möchtet ihr auch vor Ort euren Freunden und eurer Familie berichten, wie es euch bei eurer Reise ergeht. Die folgende Seite erklärt euch, wie ihr aus Italien am günstigsten nach Deutschland telefonieren könnt: http://www.tariftip.de/rubrik/15434/7/Billig+telefonieren+aus+Italien.htm Work and Travel Suche Es gibt zwei unterschiedliche Wege, sich eine Work and Travel-Aufenthalt in Italien zu organisieren: entweder man plant alles selbst, oder man überlässt die Arbeit einer der vielen Agenturen, die solche Aufenthalte im Ausland anbieten. Natürlich haben beide Wege ihre Vor- und Nachteile. Organisiert man sich seinen gesamten Aufenthalt selbständig, so muss man sich an keine Vorgaben halten, die einem eventuell durch die Organisationen gemacht würden. Man kann selbst entscheiden, wie lange man sich an einem bestimmten Ort aufhält, wie lange man einen bestimmten Job machen möchte oder wo man wohnen will. Dies alles ist natürlich mit einem gehörigen Arbeitsaufwand verbunden. Wenn man jedoch sowieso ein kleines Organisationstalent ist, dürften diese Aufgaben auch keine wirklichen Hindernisse darstellen. Bucht man sich seinen Work and Travel-Aufenthalt in Italien dagegen über eine Agentur, wird einem die komplette Organisationsarbeit abgenommen. Die Agentur besorgt euch einen ersten Job, kümmert sich um eure Unterbringung, erledigt jeglichen Papierkram und bietet euch in manchen Fällen sogar noch die Teilnahme an einem Sprachkurs an, um eure Sprachkenntnisse vor Arbeitsantritt noch ein bisschen aufzufrischen. Diese ganzen Leistungen erbringen die Agenturen selbstverständlich nicht umsonst. Die dabei anfallenden Gebühren lassen sich nicht unbedingt von jedem finanzieren. Kosten zwischen 1000 und 3000 Euro sind keine Seltenheit. In diesem Fall müsst ihr selbst entscheiden, welchen der beiden Wege ihr gehen möchtet. Vermittler, die bei Organsation von Work and Travel in Italien behilflich sind, findet ihr unter Work and Travel Agenturen. Auch andere Organisationen vermitteln Work and Travel-Aufenthalte im Ausland. Da Italien in diesem Sektor noch nicht ganz so bekannt ist, ist die Anzahl der Agenturen, die euch nach Italien vermitteln noch nicht besonders groß. Eventuell können euch andere Unternehmen auf spezielle Anfrage einen solchen Platz dort vermitteln. Falls ihr euch selbst auf die Suche nach einem Job machen möchtet, ist die erste Adresse natürlich die Zeitung. Hier findet ihr eine Übersicht über alle deutschsprachigen Zeitungen in Italien (vornehmlich Südtirol), die in den meisten Fällen einen Anzeigenteil besitzen: http://www.press-guide.com/italy.htm Adressen weiterer Tageszeitungen mit Stellenangeboten: http://il.corriere.it/lavoro/ http://lavoro.repubblica.it/lavoro/ http://www.ilsole24ore.com/fc?cmd=art&codid=22.0.1767765830 http://professionelavoro.caltanet.it/ Hier findet ihr eine Auflistung aller Zeitungen in Italien: http://cgi.esperanto.se/kiosken.pl?land=IT Aufenthaltsbedingungen Für EU-Bürger: Wenn man plant, länger als drei Monate in Italien zu bleiben, muss man innerhalb von acht Tagen die „carta/permesso di soggiorno“ (Aufenthaltsgenehmigung) bei der Ausländerbehörde („Ufficio Stranieri“) des lokalen Polizeipräsidiums („Questura“) beantragen. Dafür benötigt man: drei Passbilder und eine Arbeits- oder Studienbescheinigung. Für die Arbeitsaufnahme ist keine Arbeitserlaubnis notwendig, in manchen Fällen wird diese jedoch von den Unternehmen vor einer Einstellung verlangt. Für Nicht-EU-Bürger: Die Aufenthaltsgenehmigung muss spätestens acht Tage nach der Einreise bei der örtlichen Polizeidienststelle beantragt werden. Der Arbeitgeber lässt bei der Arbeitsbehörde seiner Provinz („Ufficio provinciale del lavoro“) eine Arbeitsgenehmigung für den Arbeitnehmer ausstellen. Das Arbeitsvisum kann schließlich bei der italienischen Botschaft oder dem italienischen Konsulat des Heimatlandes unter Vorlage eines Arbeitsnachweises für maximal zwei Jahre ausgestellt werden. Genauere Informationen gibt es unter: http://www.poliziadistato.it/pds/index.html Liste aller italienischen Botschaften und Konsulate in Deutschland: http://www.olimar.de/italien/entry-notes.php LINKS
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