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Work and Travel in Frankreich

Einleitung
Jobs mit Aussichten
Lebenshaltungskosten
Work and Travel Suche
Aufenthaltsbedingungen


Einleitung

Seid ihr gerade mit der Schule, der Ausbildung oder dem Studium fertig geworden und wisst nicht genau, was ihr als nächstes tun sollt? Habt ihr genug vom Lernen, findet aber zur Zeit keinen Job? Eine Möglichkeit, die Zeit bis zum nächsten Lebensabschnitt sinnvoll zu gestalten, ist ein Work and Travel-Aufenthalt im Ausland. Dabei kann man einerseits berufliche Erfahrungen sammeln und ein bisschen Geld verdienen, andererseits lernt man schnell Land und Leute kennen.

Ein Work and Travel-Aufenthalt ist genau das, was sein Name schon besagt: Arbeit und Reisen im Wechsel. Je nachdem, wie es euch an einem Ort gefällt, könnt ihr dort länger verweilen und euch zur Unterhaltssicherung einen Job suchen. Zieht es euch jedoch weiter, kündigt ihr den Job und sucht euch in einer anderen Stadt etwas Neues. Das hört sich leichter gesagt an als getan. Denn auch für diese kurzweiligen Jobs braucht ihr eine ausreichende Qualifikation. Und die jeweilige Landessprache solltet ihr fließend beherrschen.

Neuerdings ist neben den bekannten Work and Travel-Ländern, Australien, Neuseeland und den USA, auch Frankreich zu einem beliebten Zielort für Reisende geworden. Da Frankreich Mitglied der Europäischen Union ist, gelten hier für EU-Bürger keinerlei Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen. Das macht die Reise sehr viel einfacher. Auch die häufig sehr teuren Flugkosten fallen weg, da Frankreich bekanntlich in Europa liegt.

Häufig konnte man schon in der Schule einen ersten Einblick in die französische Sprache bekommen. Und wie könnte man diese Erfahrungen besser nutzen und ausbauen, als bei einem längeren Aufenthalt in diesem Land. Durch den ständigen Umgang mit Einheimischen hat man das Vergessen geglaubte schnell wieder parat und nach ein paar Wochen verständigt man sich bereits so gekonnt auf Französisch, als hätte man nie etwas anderes getan. Da Französisch sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Sprachen in der EU entwickelt hat, sind Kenntnisse für das spätere Berufsleben in vielen Fällen sehr nützlich und verhelfen zu einer besseren Position.


Markt für Work and Travel

Der Markt für kurzzeitige Jobangebote ist stets gegeben. Besonders in den Sektoren Service und Dienstleistung werden immer helfende Hände benötigt. In den Sommermonaten hat man meist größere Chancen, schnell einen passenden Job zu finden, da in dieser Zeit das Gaststätten- und Hotelgewerbe seine Hochkonjunktur hat.

Man sollte jedoch einige Voraussetzungen mitbringen, die einem den Einstieg in einem fremden Land wesentlich erleichtern:
- man sollte im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sein
- die französische Sprache sollte gut bis sehr gut beherrscht werden
- man sollte psychisch und physisch belastbar sein, da die Saisonarbeit oft ein hartes Metier ist
- man sollte die Bereitschaft zur Anpassung und zur harten Arbeit mitbringen
Je nachdem, ob ihr euch durch eine der zahlreichen Agenturen vermitteln lasst oder auf eigene Faust auf die Suche macht, müsst ihr weitere spezielle Kriterien erfüllen. Agenturen verlangen häufig:
die deutsche Staatsbürgerschaft bzw. den Nachweis der unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland (bei manchen Agenturen reicht es aus, Bürger der EU zu sein)
den Nachweis ausreichender finanzieller Mittel
erste Erfahrungen in der jeweiligen Branche, in der ihr arbeiten möchtet
eine abgeschlossene Schulausbildung, evtl. sogar ein Studium

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Jobs mit Aussichten

Agenturen vermitteln euch vornehmlich in das Hotelgewerbe. Denn hier besteht ein ständiger Bedarf an qualifizierten Aushilfen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in anderen Dienstleistungen einen befristeten Arbeitsplatz zu finden. Es gibt sogar Agenturen, die euch einen Platz in einem großen Unternehmen, beispielsweise in den Bereichen Marketing, Import/Export oder Tourismus, vermitteln können.

Wenn ihr euch selbständig auf die Suche nach einer Arbeitsstelle macht, gibt es natürlich ein beinahe unerschöpfliches Angebot, aus dem ihr auswählen könnt: als Saisonarbeiter/in auf einer Weinplantage, Kellner/in in einer Bar oder Aushilfe im Telefonmarketing. Die Palette ist unerschöpflich. Man muss sich bloß gründlich auf die Suche machen.


Lebenshaltungskosten Frankreich

Auch wenn ihr nicht besonders viel Geld besitzt, muss der Traum vom Auslandsaufenthalt nicht zwangsläufig ausgeträumt sein. Denn beim Work and Travel arbeitet ihr einen Teil eures Aufenthalts, um euch die anschließende Reise durch Frankreich finanzieren zu können.

Wenn ihr euch durch eine Agentur beispielsweise in das Hotelgewerbe vermitteln lasst, ist Kost und Logis im Preis meist mit inbegriffen. So habt ihr während dieser Zeit schon einmal keine Miet- und Verpflegungskosten, die ihr begleichen müsst. Ansonsten ist das Leben in Frankreich auch nicht unbedingt teurer als in Deutschland, denn hier hättet ihr ja auch euren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Auch die Mietkosten sind denen in Deutschland ähnlich. Wie auch hier sind Wohnräume in beliebten Großstädten wie Paris, Lyon oder Marseille erheblich teurer. Das Leben in ländlichen Gegenden dagegen ist wesentlich günstiger. Nahrungsmittel kosten in Frankreich etwas weniger als bei uns. Dafür ist es in Frankreich sehr viel kostenintensiver, abends auszugehen.

Vor der Reise nach Frankreich sollte man sich gründlich bei seiner Krankenkasse bzw. Versicherung über den Schutz informieren, der auch im Ausland gültig ist. Die meisten großen Versicherungen bieten eine Auslandskrankenversicherung an. Diese Versicherung besitzt zwar bis zu einem Jahr Gültigkeit, man darf mit ihr jedoch nur bis zu sechs Wochen reisen. Dies dürfte für einen Work and Travel-Aufenthalt eher zu kurz sein. Einige Versicherungen bieten Langzeit-Reisekrankenversicherungen an. Manche schließen das Arbeiten aus, andere wiederum erlauben es.

Ein Work and Travel-Aufenthalt lebt davon, dass man sich nicht die gesamte Zeit an ein und demselben Ort aufhält. Man sollte in kurzer Zeit so viel wie möglich von den verschiedenen Seiten Frankreichs kennen lernen. Deshalb macht es eher weniger Sinn, sich direkt eine Wohnung zu mieten, die dann ja auch wieder mit Anzahlungen, Kautionen und Kündigungsfristen verbunden ist. Stattdessen kann man sich für einige Zeit in einer der Jugendherbergen einmieten oder eines der vielen günstigen Hotels im ganzen Land aufsuchen. Adressen dieser Hotels findet ihr in den Gelben Seiten Frankreichs: http://www.pagesjaunes.fr/

Die Adressen günstiger Jugendherbergen gibt’s hier:
http://www.hihostels.com/performExpandCountry.do?country=FR
http://www.fuaj.org/
http://www.auberges-de-jeunesse.com/

Zudem besteht die Möglichkeit, sich für die Zeit seiner Arbeit in einer WG einzumieten. Dabei besteht der Vorteil darin, dass man sich schnell mit Einheimischen anfreunden kann, die einem besondere Winkel der jeweiligen Stadt zeigen können, die man sonst vielleicht gar nicht entdeckt hätte. Außerdem kann man auf diese Weise Kontakte knüpfen, die den Auslandsaufenthalt überdauern.
Diese Agentur vermittelt ausschließlich Plätze in Wohngemeinschaften: http://www.appartager.com/

Da man während eines Work and Travel-Aufenthalts möglichst viel von dem fremden Land sehen möchte, muss man möglichst günstige Möglichkeiten der Beförderung finden. Hier gibt’s die Fahrpläne der französischen Bahn: http://www.fahrplan-online.de/fahrplan_search.php3?land=026

Falls man noch als Student eingeschrieben ist und so einige Vergünstigungen in Anspruch nehmen möchte, sollte man sich einen internationalen Studentenausweis besorgen. Der ISIC (International Student Identity Card) ist der weltweit einzige gültige Nachweis über den Studentenstatus, der viele Vorteile garantiert. Mehr Infos zu Anwendungsgebieten und Ausgabestellen findet ihr hier: http://www.isic.de/index.php

Wahrscheinlich möchtet ihr auch vor Ort euren Freunden und eurer Familie berichten, wie es euch bei eurer Reise ergeht. Die folgende Seite erklärt euch, wie ihr aus Frankreich am günstigsten nach Deutschland telefonieren könnt: http://www.tariftip.de/rubrik/15434/3/Billig+telefonieren+aus+Frankreich.htm


Work and Travel Suche

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, sich einen Work and Travel-Aufenthalt in Frankreich zu organisieren: entweder auf eigene Faust oder durch eine Agentur. Möchte man lieber alles selbst erledigen, spart man natürlich eine Menge Geld, denn Agenturen verlangen für ihre Vermittlungsarbeit Gebühren in Höhe von bis zu 1500 Euro. Und in manchen Fällen ist der Flug nach Frankreich hier noch nicht einmal mit eingerechnet. Vorteil ist jedoch, dass in vielen Fällen ein Sprachkurs mit in das Programm integriert ist. Man kann also zuerst einmal einen vertiefenden Französischkurs belegen und sich mit den dort erworbenen Kenntnissen ins Arbeitsleben stürzen. Außerdem organisieren die Agenturen für die Dauer der Arbeit eine Unterbringung, in welcher auch die Verpflegung mit inbegriffen ist.

Beherrscht man die französische Sprache sowieso beinahe perfekt, ist ein solcher Sprachkurs nicht unbedingt nötig. Und ist man dazu noch ein Organisationstalent, kann man den gesamten Aufenthalt in Frankreich auch selbst planen – und dabei Geld sparen.

Vermittler, die bei Organsation von Work and Travel in Frankreich behilflich sind, findet ihr unter Work and Travel Agenturen. Falls ihr euch selbst auf die Suche nach einem Job macht, könntet ihr in diesen regionalen und überregionalen französischen Zeitungen fündig werden:

Le Figaro: http://www.lefigaro.fr/emploi/
Le Monde: http://www.lemonde.fr/
Libération: http://www.liberation.fr/page.php?Rubrique=EMPLOI
L'express: http://www.lexpress.fr/reussir/col/
La Croix: http://www.la-croix.com/pa/consultation.jsp
Les Echos: http://emploi.lesechos.fr/

In diesen Kleinanzeigenmärkten könntet ihr unter Umständen auch einen Job finden:
http://www.pap.fr/
http://www.fusac.com/


Aufenthaltsbedingungen

Schon seit einiger Zeit hat die australische Regierung das „Working Holiday Visum“ (WHV) eingeführt, das Ausländern einen befristeten Aufenthalt von bis zu 12 Monaten sowie die Aufnahme kleinerer Gelegenheitsjobs erlaubt. Dieses Visum ist seit 2000 nun auch für Deutsche erhältlich. Es ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft, die man für die Bewilligung erfüllen muss:
- man muss bei der Beantragung zwischen 18 und 30 Jahren alt sein
- man muss Bürger eines der Länder sein, die an dem Work and Travel-Programm teilnehmen (dies sind zur Zeit: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Malta, Niederlande, Norwegen, Schweden, Südkorea, Taiwan und Zypern)
- der vordergründige Grund muss sein, in Frankreich Urlaub zu machen; das Arbeiten ist nur nebensächlich
- die Arbeitszeit pro Arbeitgeber ist auf drei Monate begrenzt
- es müssen ausreichend finanzielle Mittel nachgewiesen werden (5000 AUD), um auch kleinere Engpässe sowie den Hin- und Rückflug problemlos bezahlen zu können
- das WHV wird nur einmal im Leben ausgestellt

Das Visum kann neuerdings ausschließlich über das Internet bei der Australischen Botschaft beantragt werden. Hier die Internetadresse für die Botschaft in Deutschland: http://www.australian-embassy.de/visa/index.html
Hat man das Visum bewilligt bekommen, kann man mit seinem normalen Reisepass nach Frankreich einreisen. Anschließend muss man sich zur DIMIA („Department of Immigration and Multicultural and Indigenous Affairs“) bemühen, um sich dort das Visum in den Reisepass kleben zu lassen. Landet man am Flughafen von Sydney, bekommt man das Visum schon direkt dort.
Hier findet ihr das Department, das euch in Frankreich am nächsten liegt:
http://www.immi.gov.au/contacts/aust_index.htm



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