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Erfahrungsberichte Sprachreisen


Erfahrungsbericht von Jeannine P.
Sprachschule: ELS Language Centers St. Louis
Stadt: St. Louis
Land: USA
Kurs: diverse
Veranstalter/Organisation: diverse
Zeitraum: September 2003 bis Dezember 2003
Bewertungen:
Lehrinhalte:  (1.3)
Lernbedingungen:  (1.3)
Aktivitäten:  (1.0)
Leben:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (1.0)
Kosten:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (1.4)
Bericht:


Kommentar von Jeannine Peier

E-Mail: jenny_mckay@bluewin.ch

Bildungsart: Sprachkurs
Das ELS Center befindet sich an der Maryville University St. Louis. Der Unterricht war gut gegliedert. Man wurde immer beschäftigt, konnte so viel Arbeiten wie man wollte, wurde aber nicht überfordert. Die Projekte waren anspruchsvoll und man hatte das Gefühl etwas zu lernen. Die Atmosphäre war familiär und man fühlte sich sehr wohl. Gegen das Ende meines Aufenthaltes jedoch gab es Probleme innerhalb der Institution, so dass Lehrer kündigten und entlassen wurden, was zu Unruhen auch unter den Schülern führte. Der Lehrermangel dadurch führte zu Klassen, in welchen die Unterschiede der Levels zu gross waren. Die Lehrer jedoch bemühten sich immer, das beste aus der Situation zu machen und waren immer zur Hilfe bereit.

Die Schule ist etwas ausserhalb der Stadt gelegen. Dadurch dass St. Louis etwas weitläufig ist, war man ohne Auto relativ verloren. Jedoch war es nicht schwer eine Mitfahrgelegenheit zu finden, wenn man eine brauchte, vor allem wenn man in den Dorms lebte. Die Stadt selber ist wunderschön. Man hat das Gefühl noch im 'echten Amerika' zu sein, mit den alten Stadthäusern und auch den Siedlungen ausserhalb, wo die Kinder noch mit Fahrrädern die Strassen auf und ab fahren. Wundervoll sind auch Ausflüge zu Shaw's Garden, einem traumhaften angelegten Park mit Gewächshäusern und verschiendensten Pflanzen, zum Wahrzeichen der Stadt, dem Gateway Arch, Forrest Park oder den Meramec Höhlen. Auch für den Ausgang ist gesorgt, mit den verschiedenen Bars und Restaurants im Loop. Jedoch erst ab 21, nicht vergessen. Down Town selbst jedoch sollte man eher meiden, da einige Fabrik-Areale als sehr gefährlich eingeschätzt werden. Man darf nie vergessen, dass St. Louis eine der Städte mit den höchsten Mordraten ist. Glücklicherweise bekommt man davon nicht viel mit. Die Stadt ist gegliedert in 'gute' und 'schlechte' Quartiere, und wenn man sich von Anfang an informiert, dann ist man auch nicht in Gefahr. In den 'guten' Gebieten ist es sogar weniger gefährlich als bei mir zu Hause in Zürich. Das einzige Problem in der Stadt selbst für mich waren die öffentlichen Verkehrsmittle. Die Bus-Linien sind nicht umbedint sicher und die Metro-Link ist noch nicht genügend ausgebaut. Es ist daher eher schwierig, alleine auf Erkundungtouren durch die Stadt zu gehen. Ohne Auto ist man immer auf Freunde angewiesen. Ich persönlich liebe St. Louis und würde es jedem weiter empfehlen, der gar keine Deutschsprachigen Klassenkameraden möchte und noch das ursprüngliche Amerika erleben will.

Das Leben im Dorm war eine einzige Party. Die Amerikaner haben mich gleich akzeptiert und wir verbrachten Abende zusammen entweder in den verschiedenen Zimmern oder im University Center, wo oftmals Parties oder Konzerte stattfanden. Es wird einem auf den Fall nie langweilig. Ich hatte viel Spass und man kommt auch mehr mit Einheimischen in Kontakt, wenn man mit ihnen zusammen wohnt. Das on-campus living ist also nur zu empfehlen.

Der Komfort in den Zimmern ist eher schlicht. Das Zimmer selbst enthielt ein Hochbett, eine Kommode, einen offenen Schrank und einen Schreibtisch, was eigentlich keine schlechte Einrichtung für ein Dormitory ist. Zur Verfügung gestellt wird einem nur Bettwäsche und ein Badetuch. (Empfohlen noch ein, zwei Tücher mitzunehmen! Waschen ist nicht all zu billig und es hat nur 2 Maschinen pro Etage.) Ich hatte jedoch Glück, so dass meine Zimmerkollegin einen Fernseher, einen Radio, einen Kühlschrank und eine Mikrowelle besass, die sie mich grosszügig mitbenutzen liess. Ein Computer-Lab ist 24 Stunden täglich geöffnet und jedem zur freien Verfügung offen. Auch sind noch weitere über den Campus verteilt. Sicherheitseinrichtungen waren vorhanden. Notausgänge sind vorhanden und gut gekennzeichnet und ein Tornado-Keller ist auch vorhanden (St. Louis liegt in der Tornado-Alley). Auch ist der Posten der Social Security immer mit ein bis zwei security guards besetzt und eine Krankenstation ist auch im selben Haus eingerichtet. Für die Studenten ist gesorgt und die Atmosphäre ist einfach einmalig. Der Schulweg dauerte zudem keine fünf Minuten zu Fuss. Dies war vorallem wichtig, da ich als Austuaschschülerin ja kein Auto besass. Es ist zu bedenken, dass die Schule von der Gastfamilie aus teilweise schwer zu erreichen ist.

Ich hatte traumhafte 3 Monate in St. Louis und gehe im nächste August auch wieder zurück, Ferienhalber. Ich habe an der ELS abgeschlossen und denke, dass ich auch viel gelernt habe wärend meinem Aufenthalt. Es lohnt sich die Stadt einmal genauer anzusehen. Man spricht ja nicht sehr oft von St. Louis in der Schweiz. Aber sehenswert ist es auf jeden Fall. Ich liebe St. Louis und ich kann es daher nur empfehlen.

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