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Erfahrungsberichte Auslandspraktika



Erfahrungsbericht von Melanie K.
Unternehmen: Victoria Hospital
Stadt: Kapstadt
Land: Südafrika
Branche: Gesundheit, Soziales & Sport
Unternehmensbereich: Soziales
Zeitraum: Oktober 2005 bis Dezember 2004
Bewertungen:
Aufgaben/Inhalte:  (1.0)
Entwicklungsmöglichkeiten:  (3.0)
Arbeitsklima:  (2.0)
Nutzen/Referenz:  (1.0)
Bezahlung:  (6.0)
Leben:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (2.5)
Bericht:
Praktikum im Victoria Hospital
Das Victoria Hospital ist ein relativ kleines Krankenhaus, das hauptsächlich für die Grundversorgung der Umgebung zuständig ist. Speziellere Fälle werden an das Universitätskrankenhaus Groote Schuur überwiesen.
Ich verbrachte erst zwei Tage auf der Kinderstation, dann war ich einen Tag in der hauseigenen Apotheke, einen Tag durfte ich bei den clinics - der ambulanten Versorgung - zusehen, einen Tag verbrachte ich im "Theatre" - dem OP - und danach wurde ich den zwei Frauenstationen (Innere Medizin und Chirurgie) zugewiesen.
Ich hatte keinen bestimmten Betreuer, meldete mich nur, mehr aus Pflichtgefühl, ab und zu bei der "Matrone", der PflegeIeitung. Von dieser hatte ich auch zu Beginn einen Kittel erhalten. Ich konnte mir daher meine Zeit auch sehr frei einteilen. Weil morgens einfach am meisten auf der Station los war und ich am ehesten mit Hand anlegen konnte, war ich immer um 07:00 Uhr auf der Station. Ich half waschen, machte Betten, testete Blutzucker und Urin, teilte Essen aus, fütterte die Patientinnen, brachte Bettpfannen, half beim Drehen der Patientinnen, mußte Puls, Fieber und Blutdruck messen, half Wundverbände wechseln... eben alles, was morgens auf einer Station anliegt. Dabei schloß ich mich am Anfang immer irgendeiner netten Schwester an und spielte Schatten, doch bald ließ man mich die meisten Aufgaben selbständig ausführen.
Am Vormittag kamen die Ärzte zur Visite und ich durfte ihnen über die Schulter sehen. Nach einiger Zeit ließ man mich sogar holen, wenn eine interessante Untersuchung wie ein EKG oder eine Lumbalpunktion anstand. Unter Aufsicht durfte ich dann auch mal Blut abnehmen, intramuskuläre Spritzen setzen, Insulin spritzen, EKGs ansetzen, Eingipsen...
Nach dem Mittagessen (für mich in der Kantine des Schwesternwohnheimes) wurde es meistens ruhig auf den Stationen. Ich hatte Zeit, mit den Patientinnen zu reden, was sie sehr dankbar annahmen, konnte mit den Schwestern quatschen oder ich verbrachte ein paar Stunden als Zuschauerin im OP, was immer problemlos möglich war.
An besonders schönen Tagen konnte ich mich aber schon früh (14:00 Uhr) an den Strand verkrümeln, die Arbeitszeiten waren wirkIich sehr frei.
Schwestern und Ärzte des Victoria Hospitals waren durchweg freundlich (meistens auch recht jung) und immer bereit, mir etwas zu erklären und mich mitarbeiten zu lassen. In dieser familiären Atmosphäre habe ich sicher alles Notwendige über Pflege im Krankenhaus gelernt und durfte darüber hinaus schon bei vielen ärztlichen Tätigkeiten helfen.
Besonders hilfreich für mich waren die vielen Studenten, vor allem natürlich die deutschen PJ'ler, die mir halfen, mich im Krankenhaus zurechtzufinden, die mir vieles Medizinische erklärten und mit denen ich wirklich gute Freundschaften schloß, was auch für das Studium in Deutschland vorteilhaft sein kann (der berühmte Kontakt zu den höheren Semestern).

vermittelt durch World Of Xchange

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