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Erfahrungsberichte Auslandspraktika



Erfahrungsbericht von Eileen B.
Unternehmen: MRA-PR
Stadt: London
Land: Vereinigtes Königreich
Branche: Medien, Werbung & Marketing
Unternehmensbereich: übergreifend
Zeitraum: März 2005 bis Mai 2005
Bewertungen:
Aufgaben/Inhalte:  (2.0)
Entwicklungsmöglichkeiten:  (2.0)
Arbeitsklima:  (4.0)
Nutzen/Referenz:  (2.7)
Bezahlung:  (6.0)
Leben:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (3.2)
Bericht:
Ich arbeite in einer Public Relations company, MRA-PR, einer kleinen Agentur, die sich auf professionelle Make-up Produkte und Kosmetik spezialisiert hat und unter anderem Iman, Magic Tan und Dr.Bauman promotet. Dabei arbeitet sie mit grossen Magazinen wie Glamour, InStyle und Elle zusammen. Agenturchef Mark Smith wurde als bester PR-Agent ausgezeichnet und ist auch als PR Lehrer tätig.

Wegen der begrenzten anzahl von Mitarbeitern (3) werde ich in erster Linie vom Boss mit Aufgaben versorgt, unterstütze aber auch die anderen Mitarbeiterinnen. Ich arbeite täglich sieben Stunden, allerdings werden viele Kundengespräche auch in sPub verlegt oder bei einem gemeinsamen Frühstück vor der eigentlichen Arbeit erledigt.

Ich bin vor allem für Mailings, also das Versenden von Press Releases und Samples, für Cuttings und das Zusammenstellen der Pressereferenzen sowie für das Recherchieren und Zusammenstellen neuer Kontaktadressen zuständig. Ausserdem bearbeite ich die PR-Reviews, die detailliert auflisten, welche Tätigkeiten die Agentur für den Kunden erledigt hat und wieviel Zeit diese in Anspruch nehmen. Ich hatte auch schon die Ehre als Modell bei einem Fotoshooting für das Red-Magazine teilzunehmen - es ging um erste Fältchen ;-) - und konnte so hinter die Kulissen des Fashion-Business schauen. Mein Boss Mark antwortet mir gedulid auf alle Fragen und ermöglicht mir einen guten Einblick in die Gepflogenheiten und Prozesse, die im PR Bereich ablaufen.

Der Umgang mit meinen Kollegen war allerdings - besonders am Anfang- eher gewöhnungsbedürftig. Ich wurde weder gefragt, was ich eigentlich in Deutschland machen, noch wieso ich hier bin oder ob ich gut untergekommen bin. Private Angelegenheiten bleiben komplett aussen vor und ein starker Konkurrenzdruck (vor allem unter Frauen!) ist mir auch aufgefallen. Eine Freundin aus Polen die ebenfalls im PR Gebiet arbeitet berichtete, sie habe erst nach 4 Monaten die erste einladung auf einen Feierabenddrink bekommen. Das scheint also so üblich zu sein, dennoch fühlt man sich dadurch manchmal ein wenig einsam.

In meiner Agentur gibt es keinen dress code und durch dass ´you´ und das Anreden mit Vornamen erscheint der Umgang mit Vorgesetzten auf den ersten Eindruck unkomplizierter, aber letztlich ist der Chef eben der Chef, egal wie man ihn anredet.

Der einzige Haken sind die unglaublichen Kosten, die in London entstehen. Ich habe kein annehmbares WG-Zimmer undter 100 Pfund pro Woche gefunden und auch Transportkosten und Essen sind nicht mit dem vergleichbar, was wir in Deutschland bezahlen.

Vor dem Praktikum habe ich einen Sprachkurs gemacht, der phantastisch war um wieder in die Sprache reinzukommen (und in die Grammatik!). Ausserdem sind an der Regents School wunderbare Freundschaften entstanden, die man auch während des Praktikums noch geniessen kann. Und die Freizeitprogramme sind super!

Ich hoffe, dass ich mein PR-Praktikum in London in irgendeiner Weise mit meinem exotischen Lateinamerikanistik MA verbinden kann. Falls nicht, ist das auch egal, dann war es zumindest eine super Möglichkeit mein Englisch aufzufrischen und den britischen Arbeitsalltag kennen zu lernen.

Agentur: GLS Sprachenzentrum

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