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Praktikum in Italien

Einleitung
Praktikumsmarkt
Praktikumssuche
Bewerbung
Visum


Einleitung

Italien ist das Land der Pizza und Pasta, des Weins und der Mode. Viele junge Leute zieht es nach der Schule oder während des Studiums in dieses faszinierende Land im Süden Europas. Und an Stelle einer üblichen Reise tritt immer häufiger ein Praktikum, das sich auch für die berufliche Zukunft als sehr sinnvoll erweisen kann.

Innerhalb der EU ist Italien mit eins der einflussreichsten Länder und die Sprache ist gar nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht denken könnte. Das Beherrschen der unterschiedlichsten Sprachen wird in der heutigen Zeit zu einem wichtigen Kriterium bei der Einstellung gemacht. Gerade deshalb ist es beinahe unumgänglich, sich in so vielen verschiedenen Sprachen wie möglich verständigen zu können. Und Italienisch stellt hier eine gute Möglichkeit dar, seine Kenntnisse auszubauen.
Einige statistische Daten über Italien findet ihr auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes von Italien (ISTAT: Istituto Nazionale di Statistica): http://www.istat.it/

Anders als in Deutschland muss ein Praktikum in Italien in eine Ausbildung, eine Weiterbildung oder ein Studium integriert sein. Dieses Gesetz wurde 1998 von der italienischen Regierung verabschiedet, um jungen Menschen den Berufseinstieg zu erleichtern. Natürlich besteht dennoch die Möglichkeit, auch außerhalb eines solchen Beschäftigungsverhältnisses eine Praktikumsstelle zu bekommen, doch die Suche gestaltet sich in diesem Bereich eher schwierig. Macht man sich selbständig auf die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz muss man mit einem sehr viel größeren Zeit- und Arbeitsaufwand rechnen. Doch auch hier bieten sich Erfolgschancen.

Italien ist bekanntlich das liebste Urlaubsziel der Deutschen, und gerade in den Bereichen des Tourismus und der Dienstleistung bieten sich deshalb viele Möglichkeiten, ein Praktikum zu absolvieren. Im Jahr 2002 wurden in italienischen Hotels rund 100,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste registriert – Deutschland kam im selben Jahr „nur“ auf gut 40.000. Da sollte es doch genug Gelegenheit geben, ein Praktikum in diesem Sektor zu ergattern.


Praktikumsmarkt

Italien nimmt hinter den USA, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich den sechsten Platz in der Weltwirtschaft bezüglich des Bruttoinlandsrodukts (BIP) ein. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Italien sind sehr ausgeprägt, weshalb sich ein Austausch von beruflichen Erfahrungen sowie Arbeitskräften anbietet.

Mit einer Arbeitslosenquote von rund 8,6 % liegt Italien zwar unter dem europäischen Durchschnitt. Hierbei regiert jedoch ein starkes Nord/Süd-Gefälle. Einer moderaten Quote von etwa 4 % im Norden steht eine Arbeitslosenquote von über 20 % in einigen Regionen des Südens gegenüber. Deshalb sollte man sich vornehmlich im reicheren Norditalien oder in den bekannten Touristenregionen nach einem Praktikumsplatz umsehen. Hier stehen die Erfolgschancen wesentlich besser.

Besonders gute Aussichten bieten sich, wie bereits erwähnt, in den Sektoren des Tourismus und der Dienstleistungen. Denn in diesem Bereich nimmt Italien eine der führenden Positionen in Europa ein. Besonders in den Sommermonaten hat man sehr gute Chancen, in diesem Bereich eine Stelle zu finden.

In jedem Fall sollte man die italienische Sprache fließend beherrschen, ansonsten könnte sich die Suche nach einem Praktikumsplatz eher schwierig gestalten. Arbeitet man jedoch als Übersetzer, Deutschlehrer in einer Grundschule oder sonstigen Einrichtung, müssen die Sprachkenntnisse nicht zwangsläufig perfekt sein. Gerade in der Region Südtirol, in der vorwiegend Deutsch gesprochen wird, bieten sich gute Perspektiven für weniger „Sprachbegabte“.

Lässt man sich über spezielle Organisationen nach Italien vermitteln, bieten sich auch andere Berufssparten für ein Praktikum an: beispielsweise in der Modebranche, im Kunsthandwerk, in Designbüros, im Marketing oder auch im Versicherungswesen. Hier wird versucht, beinahe allen Wünschen der Bewerber Rechnung zu tragen.

In den meisten Fällen ist auch ein Praktikum in Italien, wie auch in Deutschland, nicht mit einer finanziellen Gegenleistung verbunden. Natürlich variiert dies je nach Unternehmen. Lässt man sich durch eine Organisation vermitteln, steigen auch die Aussichten auf eine kleine Entlohnung. In manchen Fällen berechnet die Organisation dann jedoch einen preislichen Aufschlag. Erkundigungen über die insgesamt entstehenden Gebühren sollten also dringend eingeholt werden.


Kosten und Finanzierung

I. Lebenshaltungskosten:
Früher galt Italien als relativ günstig, was die Lebenshaltungskosten anbelangte. Doch seit der Einführung des Euro hat sich diese Situation stark gewandelt. Nun lassen sich Miet-, Nahrungsmittel- oder auch Nebenkosten beinahe mit denen in Deutschland vergleichen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Lebensunterhalt im Süden, und im Besonderen auf dem Land, sich günstiger bestreiten lässt als im Norden bzw. in den großen Städten. Doch gleichzeitig sind in diesen Gegenden die Jobperspektiven nicht besonders vielversprechend.
Vor der Abreise nach Italien sollte man sich bei seiner Krankenkasse bzw. seiner Versicherung darüber informieren, welche Leistungen mir auch im Ausland zustehen. Es wird stets empfohlen, sich vor einem Auslandsaufenthalt einen Auslandskrankenschein zuzulegen, der gegebenenfalls durch ärztliche Behandlungen entstehende Kosten auffangen soll.

Bleibt man auf Grund eines Praktikums nur wenige Monate in Italien, so ist es wenig sinnvoll, sich für diesen kurzen Zeitraum eine eigene Wohnung zu suchen. Weit günstiger und unkomplizierter ist es, sich für diese Zeit in einer Jugendherberge oder einem Hotel einzumieten. Erste Adressen hierzu findet ihr in den Gelben Seiten Italiens: http://www.paginegialle.it/index.html

Übersicht aller Bed&Breakfast-Möglichkeiten in Italien:
http://81.208.34.7/_deu/default.asp

II. Finanzierung:
Da sich ein Praktikum im Ausland beinahe nie durch die Vergütung des ausländischen Unternehmens tragen lässt, muss man andere Möglichkeiten finden, um nicht im Anschluss an ein solches Praktikum ein Vermögen drauf bezahlt zu haben. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich ein solches Praktikum im Ausland finanziell unterstützen zu lassen:

Auslandsbafög:
Jeder Deutsche, der an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist, kann für ein studienrelevantes Praktikum Auslandsbafög beantragen. Die Höchstförderungsdauer beträgt 12 Wochen, wobei der gesamte Betrag als Zuschuss gewährleistet wird, also nicht zurückgezahlt werden muss. Weitere Informationen zum Auslandsbafög erhaltet ihr hier:
http://www.auslandsbafoeg.de/

Stipendien:
Um die beruflichen Chancen von jungen Leuten durch Auslandsaufenthalte zu verbessern, haben verschiedene Organisationen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, aus denen Auslandspraktika teilweise finanziert werden können. Um ein solches Stipendium zu erhalten, muss der Bewerber zwar einige Voraussetzungen erfüllen, aber die Antragstellung lohnt sich auf jeden Fall.
Auf diesen Seiten gibt es nähere Informationen zum Thema Stipendien:
Carl Duisberg Centren: http://www.cdc.de/de/sprachreisen/article_7057.htm
DAAD: http://www.daad.de/ausland/de/3.4.1.html
Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH: http://www.inwent.org

Europäische Bildungsprogramme: Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die internationale Zusammenarbeit durch die Bereitstellung finanzieller Mittel für Bildungsprogramme wie SOKRATES oder LEONARDO DA VINCI. Nähere Infos zu diesen Programmen bekommt ihr hier:
http://www.bmbf.de/de/919.php


Praktikumssuche

Bis vor kurzem waren Praktika in Italien noch nicht sehr weit verbreitet. Erst neuerdings nehmen auch in Italien immer mehr junge Leute diese Chance wahr, ihre beruflichen Qualifikationen zu verbessern. Auf Grund dieses relativ neuen Weges des Berufseinstiegs wissen manche Unternehmen noch nicht wirklich mit Praktikanten umzugehen. Gerade deshalb gestaltet sich die Suche nach einem Platz auf eigene Faust oft schwierig. Lässt man sich hingegen durch eine Organisation vermitteln, weiß diese genau, an welche Unternehmen sie sich zu wenden hat.

Als immatrikulierter Student kann man sich häufig einen geeigneten Praktikumsplatz durch die eigene Hochschule vermitteln lassen. Der Weg über eine Agentur ist zwar einerseits mit vermehrten Kosten verbunden, andererseits wird euch in vielen Fällen ein Sprachkurs vor Beginn des Praktikums gleich mit vermittelt. So habt ihr vorher noch einmal die Chance, eure vielleicht doch etwas eingerosteten Sprachkenntnisse auf Vordermann zu bringen. Die Gebühren, die eine solche Agentur von euch verlangt, liegen in etwa zwischen 1000 und 3000 Euro, je nachdem wie lange ihr bleiben wollt, ob ihr einen Sprachkurs mitbucht und ob euer späterer Arbeitgeber euch ein kleines Gehalt zahlt.

Eine Möglichkeit der Praktikumssuche ist die Initiativbewerbung. In einem solchen Fall müsst ihr euch um alle Einzelheiten eures Italien-Aufenthalts selbst kümmern. Dies spart zwar Kosten, ist jedoch gleichzeitig auch um einiges aufwendiger.

Italienische Praktikumsbörsen:
http://almalaurea.cineca.it
http://www.bancalavoro.it
http://www.bancaprofessioni.it
http://www.job-net.it
http://www.jobonline.it
http://www.lavorare.net
http://www.lavoronline.com
http://www.lavoroturismo.it
http://www.mondolavoro.com
http://www.primolavoro.it

Deutsche Praktikumsbörsen, die auch Plätze in Italien im Angebot haben:
http://praktika.de
http://www.jobpilot.de
http://www.prabo.de/
http://www.wiwo.de
http://karriere.unicum.de/praktikum/
http://www.praktikums-boerse.de/
http://www.campus-topline.de/index.html

Übersicht über alle deutschsprachigen Zeitungen in Italien (vornehmlich Südtirol), die in den meisten Fällen einen Anzeigenteil besitzen:
http://www.press-guide.com/italy.htm

Adressen weiterer Tageszeitungen mit Stellenangeboten:
http://il.corriere.it/lavoro/
http://lavoro.repubblica.it/lavoro/
http://www.ilsole24ore.com/fc?cmd=art&codid=22.0.1767765830
http://professionelavoro.caltanet.it/
Hier findet ihr eine Auflistung aller Zeitungen in Italien:
http://cgi.esperanto.se/kiosken.pl?land=IT

Auf dieser Seite findet ihr noch einmal viele wichtige Informationen zum Praktikum in Italien:
http://www.eurostage.org/de/index.htm

In dieser Broschüre der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) findet ihr weitere nützliche Tipps für ein Praktikum in Italien:
http://wwwserv1.rz.fh-hannover.de/usa/job_und_praktika_2005.pdf


Bewerbung

Im Gegensatz zu Deutschland werden Bewerbungen in Italien etwas anders verfasst und auch der Umgang mit ihnen folgt einem anderen Schema. Statt wie bei uns direkt alle verfügbaren Zeugnisse, Bescheinigungen und Referenzen direkt mitzuschicken, beschränkt man sich in Italien zunächst einmal auf das Anschreiben und den Lebenslauf. Erst bei direkter Nachfrage durch das Unternehmen sollte man die restlichen Unterlagen nachreichen. So spart man sich als Bewerber Kopierkosten und als Unternehmem die Kosten für Archivierung bzw. Entsorgung. Auch ein Foto wird seitens der Unternehmen nicht erwartet. Auch ein Punkt, bei dem man Kosten sparen kann.

Ein Punkt, an dem man auf keinen Fall sparen sollte, ist das Layout der Bewerbung: qualitativ hochwertiges Papier und eine übersichtliche und ansprechende Darstellung der Informationen ist unerlässlich. Auf eine Einheftung der Unterlagen kann verzichtet werden.

Das Anschreiben („lettera di accompagnamento al curriculum“) sollte maximal eine Seite lang sein und nur knappe und prägnante Sätze enthalten: warum möchte ich nach Italien, und warum ausgerechnet zu diesem Unternehmen? Das Anschreiben sollte stets maschinengeschrieben verfasst werden.

Der Lebenslauf („curriculum vitae“) hingegen kann auch ruhig mit der Hand geschrieben werden. So lassen sich Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers tätigen. Also: wenn ihr mit der Hand schreibt, tut dies ordentlich! Der Lebenslauf wird tabellarisch, nicht in vollständigen Sätzen angefertigt. Er sollte die bekannten Informationen über die eigene Person, schulische Ausbildung, berufliche Erfahrungen und besondere Kenntnisse enthalten. Falls man Noten aus der Ausbildung in seinen Lebenslauf einbaut, sollte man diese in das italienische Notensystem übersetzen. So wissen auch die Unternehmen mit euren Zensuren etwas anzufangen. Hobbies sollten nur erwähnt werden, falls sie etwas mit dem angestrebten Praktikumsplatz zu tun haben. Es ist nicht ausschlaggebend, ob der Lebenslauf chronologisch oder anti-chronologisch aufgebaut wird.

Die Bewerbungen werden in der Regel nicht zurückgesendet. Da man auch keine Benachrichtigung bei einer Absage bekommt, lohnt es sich, nach ein paar Wochen noch einmal nachzuhaken. Dann hat man Gewissheit.

Musterbewerbungen für einen Arbeitsplatz:
http://www.klett-verlag.de/download/pdf/pons/italienisch/i_bewerb.pdf

Muster für einen Lebenslauf:
http://www.klett-verlag.de/download/pdf/pons/italienisch/i_lebens.pdf

Muster für einen tabellarischen Lebenslauf:
http://www.jobpilot.de/content/journal/international/bewerben/it/lebenslauf.html

Das italienische Notensystem im Überblick:
http://www.jobpilot.de/content/journal/international/bewerben/it/noten.html


Visum

Für EU Bürger:
Zunächst einmal benötigt man als Bürger der EU keine speziellen Dokumente, um nach Italien einreisen zu können. Das Mitführen des Personalausweises bzw. des Reisepasses ist jedoch Pflicht.
Wenn man plant, länger als drei Monate in Italien zu bleiben, muss man innerhalb von acht Tagen die „carta/permesso di soggiorno“ (Aufenthaltsgenehmigung) bei der Ausländerbehörde („Ufficio Stranieri“) des lokalen Polizeipräsidiums („Questura“) beantragen. Dafür benötigt man:
– einen gültigen Reisepass oder Personalausweis,
– drei Passbilder
– und eine Arbeits- oder Studienbescheinigung.
Die „carta di soggiorno“ wird normalerweise für 5 Jahre ausgestellt, kann anschließend jedoch verlängert werden.
Für die Arbeitsaufnahme ist keine Arbeitserlaubnis notwendig, in manchen Fällen wird diese jedoch von den Unternehmen vor einer Einstellung verlangt.

Für Nicht-EU-Bürger:
Nicht-EU-Bürger müssen vor ihrer Einreise ein Visum, eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Arbeitserlaubnis beantragen, um in Italien leben und arbeiten zu können.
Die Aufenthaltsgenehmigung muss spätestens acht Tage nach der Einreise bei der örtlichen Polizeidienststelle beantragt werden.
Der Arbeitgeber lässt bei der Arbeitsbehörde seiner Provinz („Ufficio provinciale del lavoro“) eine Arbeitsgenehmigung für den Arbeitnehmer ausstellen.
Das Arbeitsvisum kann schließlich bei der italienischen Botschaft oder dem italienischen Konsulat des Heimatlandes unter Vorlage eines Arbeitsnachweises, das auf den Antragsteller ausgestellt ist und vom Arbeitgeber unterzeichnet wurde, für maximal zwei Jahre ausgestellt werden.



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