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Praktikum in Frankreich

Einleitung
Praktikumsmarkt
Praktikumssuche
Bewerbung
Visum


Einleitung

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht zur Zeit nicht besonders rosig aus: mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 10,8 % im Dezember 2004 steht Deutschland im europäischen Vergleich eher mäßig da. In der gesamten Eurozone lag die Arbeitslosigkeit im vierten Quartal des letzten Jahres bei knapp 9 %. Als Konsequenz daraus ergibt sich vor allem eine Sache: Wenn man in der heutigen Zeit einen Job in Deutschland bekommen möchte, muss man entweder das nötige Vitamin B, also Beziehungen, besitzen, oder sich durch besondere Kenntnisse und Fähigkeiten von potentiellen Mitbewerbern abheben.

Eine Möglichkeit, sich einen solchen Vorteil zu beschaffen, sind Auslandsaufenthalte. Im Besonderen werden im Ausland gemachte Arbeitserfahrungen auf dem deutschen Markt sehr gerne gesehen. Wer ein Praktikum im Ausland gemacht hat, dem wird automatisch Eigeninitiative, Anpassungsfähigkeit und eine höhere Qualifikation zugesprochen. Und das kann bei einer Bewerbung nur von Vorteil sein. Durch ein Praktikum im Ausland kann man gezielt die ersten beruflichen Erfahrungen sammeln und für sich selbst herausfinden, ob man in diesem Sektor weiter beschäftigt sein möchte. Zudem können durch ein Praktikum erste wichtige Kontakte geknüpft werden, falls man mit dem Gedanken spielt, später einmal ganz auszuwandern, um im Ausland zu arbeiten.

Eines der beliebtesten Länder für ein Auslandspraktikum ist unser Nachbarland Frankreich. Es ist das flächenmäßig größte und, hinter Deutschland, das bevölkerungsmäßig zweitgrößte Land Westeuropas. Mit weiteren Außengebieten in der Karibik, im Indischen Ozean, in Ozeanien, der Antarktis und in Südamerika kommt Frankreich auf eine Gesamtfläche von rund 543.965 km² und eine Bevölkerungszahl von rund 60 Millionen Einwohnern.
Weitere statistische Daten findet ihr auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes von Frankreich (INSÉÉ: Institut National de la Statistique et des Études Économiques France): http://www.insee.fr/fr/home/home_page.asp

Neben Englisch ist Französisch also gerade in der EU-Zone eine der wichtigsten Sprachen geworden. Und da man ja bereits in der Schule einen ersten Umgang mit dieser Sprache machen konnte, liegt es auf der Hand, diese Erfahrungen anzuwenden und durch einen Auslandsaufenthalt, kombiniert mit einem Praktikum, weiter auszubauen.


Praktikumsmarkt

Frankreich nimmt nach den USA, Japan, Deutschland und Großbritannien die fünfte Stelle in der Weltwirtschaft bezüglich des Bruttoinlandsrodukts (BIP) ein. Deutschland und Frankreich pflegen sehr intensive Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, weshalb auch ein Austausch von beruflichen Erfahrungen und Arbeitskräften stark forciert wird.

Gerade als Student ist es eher unproblematisch, einen geeigneten Praktikumsplatz in unserem Nachbarland zu finden. Ist man an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, kann man sich von dieser stets schriftlich bescheinigen lassen, dass ein Auslandspraktikum für das weitere Studium unerlässlich ist. Häufig verlangen französische Unternehmen nämlich eine solche Bescheinigung, entweder von einer deutschen Hochschule oder einem sonstigen Arbeitgeber, bei dem der zukünftige Praktikant beschäftigt ist.

Die beinahe wichtigste Voraussetzung für eine vielversprechende Praktikumsbewerbung ist das fließende Beherrschen der französischen Sprache. In anderen Ländern der EU kommt man vielleicht mit etwas weniger perfekten Sprachkenntnissen über die Runden. Nicht aber in Frankreich. Hier wird eine gute bis sehr gute Sprachbeherrschung vorausgesetzt. Manche Unternehmen verlangen gar den Nachweis dieser Kenntnisse durch einen Sprachtest. Hier gibt es verschiedene Varianten: Die einzigen vom französischen Bildungsministerium anerkannten Tests sind der DELF („Diplôme d'études en langue francaise“), der DALF („Diplôme approfondi de langue francaise“) sowie der TEF („Test d'évaluation de francais“). Weitere Infos zu diesen Prüfungen findet ihr auf den Seiten des CIEP (Centre international d'études pédagogiques): http://www.ciep.fr/
Ebenfalls gern gesehen werden die Sprachprüfungen der Pariser Industrie- und Handelskammer (CCIP):
http://www.fda.ccip.fr/default.asp?metaid=4


Kosten und Finanzierung

I. Lebenshaltungskosten:
Die Lebenshaltungskosten in Frankreich können in etwa mit denen in Deutschland verglichen werden. Einem leicht geringeren Einkommen stehen auch leicht geringere Steuerbelastungen gegenüber. Wer bloß für einen kurzen Praktikumsaufenthalt nach Frankreich kommt, braucht hier keine Steuern zu entrichten.

Auch die Mietkosten sind denen in Deutschland ähnlich. Wie auch hier sind Wohnräume in beliebten Großstädten wie Paris, Lyon oder Marseille erheblich teurer. Das Leben in ländlichen Gegenden dagegen ist wesentlich günstiger. Nahrungsmittel kosten in Frankreich etwas weniger als bei uns. Dafür ist es in Frankreich sehr viel kostenintensiver, abends auszugehen.

Bei einem eher kurzfristigen Aufenthalt von einigen Monaten lohnt es sich nicht unbedingt, eine gesamte Wohnung zu mieten. In Frankreich gibt es eine Reihe günstiger Hotels und Jugendherbergen, die für einen solchen Zeitraum wesentlich günstiger sein können. Viele solcher Hotels findet ihr in den Gelben Seiten Frankreichs: http://www.pagesjaunes.fr/

Adressen günstiger Jugendherbergen gibt’s hier:
http://www.hihostels.com/performExpandCountry.do?country=FR
http://www.fuaj.org/
http://www.auberges-de-jeunesse.com/

Zudem besteht die Möglichkeit, sich für die Zeit des Praktikums in einer WG einzumieten. Dies hat den Vorteil, dass man direkten Kontakt zu Einheimischen bekommt, so ständigen Umgang mit der französischen Sprache hat und auch die Stadt, in der man lebt, viel einfacher kennenlernen kann.
Diese Agentur vermittelt ausschließlich Plätze in Wohngemeinschaften: http://www.appartager.com/

Vor Beginn des Praktikums sollte man sich unbedingt bei seiner Krankenkasse bzw. Versicherung über den im Ausland gültigen Versicherungsschutz informieren. Spezielle Auslandskrankenversicherungen oder Haftpflichtversicherungen sollten auf jeden Fall abgeschlossen werden.

II. Finanzierung:
Da sich ein Praktikum im Ausland beinahe nie durch die Vergütung des ausländischen Unternehmens tragen lässt, muss man andere Möglichkeiten finden, um nicht im Anschluss an ein solches Praktikum ein Vermögen drauf bezahlt zu haben. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich ein solches Praktikum im Ausland finanziell unterstützen zu lassen:

Auslandsbafög: Jeder Deutsche, der an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist, kann für ein studienrelevantes Praktikum Auslandsbafög beantragen. Die Höchstförderungsdauer beträgt 12 Wochen, wobei der gesamte Betrag als Zuschuss gewährleistet wird, also nicht zurückgezahlt werden muss. Weitere Informationen zum Auslandsbafög erhaltet ihr hier:
http://www.auslandsbafoeg.de/

Stipendien: Um die beruflichen Chancen von jungen Leuten durch Auslandsaufenthalte zu verbessern, haben verschiedene Organisationen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, aus denen Auslandspraktika teilweise finanziert werden können. Um ein solches Stipendium zu erhalten, muss der Bewerber zwar einige Voraussetzungen erfüllen, aber die Antragstellung lohnt sich auf jeden Fall.
Auf diesen Seiten gibt es nähere Informationen zum Thema Stipendien:
Carl Duisberg Centren: http://www.cdc.de/de/sprachreisen/article_7057.htm
DAAD: http://www.daad.de/ausland/de/3.4.1.html
Deutsch-Französisches Jugendwerk:
http://www.dfjw.org (studienbegleitend)
http://www.dfjw.org (berufsorientiert)
Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH: http://www.inwent.org

Europäische Bildungsprogramme: Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die internationale Zusammenarbeit durch die Bereitstellung finanzieller Mittel für Bildungsprogramme wie SOKRATES oder LEONARDO DA VINCI. Nähere Infos zu diesen Programmen bekommt ihr hier:
http://www.bmbf.de/de/919.php


Praktikumssuche

Häufig kann man sich als ordentlicher Student einen Praktikumsplatz durch die eigene Hochschule vermitteln lassen. Ist man jedoch nicht immatrikuliert, besteht einmal die Möglichkeit, sich durch eine der vielen Organisationen nach Frankreich vermittlen zu lassen, oder aber eigene Initiativbewerbungen an in Frage kommende Unternehmen zu richten.

Lässt man sich die Vermittlungsarbeit durch spezielle Organisationen abnehmen, so ergibt sich die Konsequenz, dass die Organisationen für ihre geleistete Arbeit natürlich bezahlt werden möchten. Die Gebühren belaufen sich in diesem Fall ab etwa 1000 Euro für ein vierwöchiges Praktikum. Eventuell ist in diesem Budget noch ein Sprachkurs mit inbegriffen, in welchem vor Beginn des Auslandpraktikums die jeweilige Landessprache noch vertiefend erlernt werden kann. Nach oben hin ist der Preisskala leider keine Grenze gesetzt.

Folgende Organisationen vermitteln Praktikumsplätze in Frankreich:
Deutsch-Französisches Jugendwerk:
http://www.dfjw.org GLS Berlin: http://www.gls-berlin.com/X6_8_prakFRA.html

Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer:
http://www.francoallemand.com/d/index.htm

DiplomCampus:
http://www.diplomcampus.de/auslandspraktika/frankreich/auswahl.htm

Deutscher Bauernverband:
http://www.bauernverband.de/praktikantenaustausch_288.html

GapYear24:
http://www.gapyear24.com/workexperience/paris.php

Spracherlebnis:
http://www.spracherlebnis.de/frame_inhalt.htm

Deutsch-Französische Juristenvereinigung:
http://www.dfj.org/

Deutscher Famulantenaustausch:
http://www.dfa-germany.de/index2.htm

Dr. Frank Sprachen und Reisen GmbH:
http://www.dfsr.de/

European Law Students' Association:
http://www.elsa-deutschland.org/ueber_uns/step/de

Goethe Institut:
http://www.goethe.de/uun/bew/prk/aus/deindex.htm

Haus Burgund:
http://cgi.haus-burgund.de/cgi-bin/rubrique.php3?id_rubrique=4

Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV):
http://www.arbeitsagentur.de/


Eine weitere Möglichkeit, an eine Praktikumsstelle in Frankreich zu kommen, sind die Initiativbewerbungen. Dabei sucht man sich interessante Unternehmen im Internet heraus und schickt diesen auf gut Glück eine Bewerbung. Häufig inserieren Unternehmen auch offene Praktikumsplätze in bekannten Internet-Börsen. Eine erste Übersicht über die bekanntesten deutschen und französischen Praktikumsbörsen findet ihr hier:

Deutsche Praktikumsbörsen, die auch Plätze in Frankreich im Angebot haben:
http://praktika.de
http://www.jobpilot.de
http://www.prabo.de/
http://www.wiwo.de

Französische Praktikumsbörsen:
http://www.infostages.com/
http://www.en-stage.com/etudiants.htm
http://www.kapstages.com/
http://offres-stage.com/
http://www.iquesta.com/
http://www.placeojeunes.com/etudiants/form_rech_mail_ent.asp

Nationale Kleinanzeigenmärkte, in denen sowohl Praktika als auch günstiger Wohnraum angeboten werden:
http://www.pap.fr/
http://www.fusac.com/
http://www.lefigaro.fr/emploi/
http://www.lefigaro.fr/immobilier/
Hier findet ihr eine Auflistung aller Zeitungen in Frankreich:
http://cgi.esperanto.se/kiosken.pl?land=FR

Auf dieser Seite findet ihr noch einmal wichtige Informationen zum Praktikum in Frankreich:
http://www.eurostage.org/de/index.htm

In dieser Broschüre der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) findet ihr weitere nützliche Tipps für ein Praktikum in Frankreich:
http://wwwserv1.rz.fh-hannover.de/usa/job_und_praktika_2005.pdf


Bewerbung

Wendet man sich mit einer Initiativbewerbung an ein französisches Unternehmen, sollte man einige Dinge beachten, die in Frankreich anders gehandhabt werden als hier in Deutschland.

Zunächst einmal war es bis vor kurzem noch unumgänglich, das Anschreiben („La Lettre de motivation“) handschriftlich zu verfassen. Dies geschah hauptsächlich deshalb, damit die Schrift durch einen Graphologen überprüft werden konnte und dem jeweiligen Bewerber so bestimmte Stärken und Schwächen zugeordnet werden konnten. Mittlerweile geht man jedoch auch in Frankreich dazu über, die gesamte Bewerbung maschinengeschrieben einzureichen. Im Gegensatz zum deutschen Anschreiben, in dem auf jeden Fall ein persönlicher Ansprechpartner genannt sein sollte, reicht es in Frankreich aus, die Anrede mit Madame, Monsieur, Mesdames oder Messieurs zu beginnen. Das Anschreiben sollte knapp, höflich und zurückhaltend verfasst sein. Es sollte dargelegt werden, warum man ausgerechnet in diesem Unternehmen ein Praktikum absolvieren möchte. Eigentlich genau wie in Deutschland auch.

Des Weiteren muss ein Lebenslauf („curriculum vitae“) verfasst werden, der anti-chronologisch aufgebaut ist. Man beginnt also mit der Tätigkeit, die man zur Zeit ausübt und folgt dann zeitlich korrekt den Ereignissen bis hin zur Grundschule. Der Lebenslauf darf weder datiert noch unterschrieben werden. Auch ein Foto sollte nur auf besonderen Wunsch beigefügt werden. Sehr wichtig sind Angaben über berufliche Erfahrungen, Praktika, besondere Kenntnisse und Hobbies. Da in Frankreich kein gesteigerter Wert auf Noten, sondern eher auf Erfahrungen gelegt wird, sollte man alle relevanten Berufserfahrungen in den Lebenslauf einbauen. Hobbies lassen Rückschlüsse auf den Charakter des jeweiligen Bewerbers zu und sind somit auch von großer Wichtigkeit.

Zeugnisse, Arbeitsbescheinigungen und Referenzen müssen nicht zu Beginn der Bewerbung beigelegt werden. Erst auf persönliche Anfrage des Unternehmens hin sollten diese nachgereicht werden. Diese Handhabung lässt sich darauf zurückführen, dass Bewerbungsunterlagen in Frankreich bei Ablehnung nicht zurückgeschickt werden. So spart man sich als Bewerber die Kopierkosten und als Unternehmen die Kosten für Archivierung oder Entsorgung.

Weitere Infos zur perfekten französischen Bewerbung gibt’s beim Berufszentrum:
http://www.berufszentrum.de/franzoesische_bewerbung_text.html

Musterbewerbungen für Praktika („stage“) unterschiedlicher Dauer:
http://www.letudiant-emploi.fr/pages/default.asp?page=/emploi/lettres

Musterbewerbung für einen Praktikumsplatz:
http://www.klett-verlag.de/download/pdf/pons/franzoesisch/f_prakti.pdf

Muster für einen Lebenslauf:
http://www.klett-verlag.de/download/pdf/pons/franzoesisch/f_cvprak.pdf

Über 20 verschiedene Musterbewerbungen: http://www.berufszentrum.de/fr/musterbestellung.html


Visum

Für EU-Bürger:
Für EU-Bürger ist es ohne Beschränkungen möglich, einen Zeitraum von bis zu drei Monaten ohne jegliche Genehmigungen in Frankreich zu verbringen. Erst nach drei Monaten wird bei Studenten eine sogenannte „Carte de Séjour de Ressortissant de l’UE“ verlangt. Diese kann man sich entweder bereits in Deutschland erledigen, oder man reicht die dafür nötigen Unterlagen beim in Frankreich zuständigen Polizeikommissariat, dem Rathaus oder der Präfektur des Wohnortes ein. Benötigt werden für eine solche „Carte de Séjour“:
– Personalausweis bzw. Reisepass,
– Internationale Geburtsurkunde,
– Wohnungsnachweis,
– drei Passfotos,
– Studiennachweis,
– Nachweis der Krankenversicherung,
– Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel.

Für Nicht-EU-Bürger:
Nicht-EU-Bürger benötigen nach einer Dauer von drei Monaten eine gültige Aufenthaltsbedingung. Voraussetzung für eine solche Genehmigung ist eine Arbeitserlaubnis. Man sollte zunächst bei der französischen Botschaft oder beim Konsulat ein längerfristiges Visum beantragen. Nach der Einreise kann man dann seinen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis beim zuständigen Polizeikommissariat einreichen.



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