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Jobs in Kanada - Ratgeber

Einleitung
Arbeitsmarkt
Lebenshaltungskosten
Jobsuche
Bewerbung
Visum


Einleitung

Großflächige Wälder, riesige Seen und unberührte Natur in zahlreichen Nationalparks. Der Traum vieler naturverbundener Urlauber, die gleichzeitig ein wenig nordamerikanische Luft schnuppern wollen. ... und nicht wenige Deutsche verwirklichen sich diesen Traum, für immer die kanadische Freiheit zu genießen. Jedes Jahr wandern 2000 von ihnen ins schöne Kanada aus.

Kanada hat 31,8 Millionen Einwohner und ist mit einer Größe von 9.984.670 km² das zweitgrößte Land der Welt nach Russland, und somit 28 mal so groß wie Deutschland. Außerdem besitzt es mit 202.080 km die längste Küstenlinie der Welt. Das Land teilt sich in insgesamt zehn Provinzen und drei Territorien auf, welche alle eine eigene Hauptstadt haben. Die Hauptstadt von Kanada ist Ottawa in der Provinz Ottario.

Die klimatischen Unterschiede sind sehr groß, da das Land eine so riesige Fläche von Nordamerika einnimmt. Die nördliche Grenze Kanadas liegt gerade mal noch 800 km vom Nordpol entfernt. Daher eignen sich auch nur 12% der Fläche im südlichen Teil des Landes zur landwirtschaftlichen Nutzung, wo der Großteil aller Kanadier lebt.

Kanada kann im Gegensatz zum ’Melting Pot’ der USA als Mosaik der verschiedenen Nationen gesehen werden, die durch Toleranz respektiert und bewahrt werden sollen. Dies greift noch auf die Gründungsgeschichte des Landes zurück, denn England und Kanada, kämpften lange Zeit um die Macht des Staates bis 1763 alle nordamerikanischen Kolonien an die britische Krone fielen. Da die 65.000 französischsprachigen Kanadier aber der Überzeugung waren, ihre Kultur und Sprache beizubehalten, wurden das französische Zivilrecht und die Religionsfreiheit offiziell anerkannt und als Landessprachen gingen auf diese Weise Englisch und Französich hervor. In der größten Provinz Québec, die alleine eine Bevölkerung von 7,5 Mio. aufweist, leben die meisten frankokanadischen Einwohner. Daher ist Québec auch die einzige Provinz in Nordamerika, in der Französisch die ausschließliche Amtssprache ist.

Nachdem Kanada bereits 1867 eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber der britischen Krone erhielt, bekam das Land aber erst 1931 seine volle verfassungsmäßige Unabhängigkeit erklärt. Mit der Unterzeichnung des Verfassungsgesetzes1982 wurde schließlich das britische Mitspracherecht bei künftigen kanadischen Entwicklungen beendet.
Als Mitglied des Commonwealth hat Kanada Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt, die durch die Generalgouverneurin Adrienne Clarkson vertreten wird. Der derzeitige Premierminister ist Paul Martin.


Arbeitsmarkt

Durch reiche Rohstoffvorkommen und einen großen Agrarsektor gehört Kanada zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt, das 40% seines Bruttoinlandsproduktes exportiert. Dabei sind der größte Handelspartner die USA, wohin alleine 85% aller Warenexporte gehen. Sogar 74% werden wiederum vom Nachbarland importiert. Dadurch ist Kanada, das 2004 ein Wirtschaftswachstum von 2,8% erzeugte, auch gleichzeitig sehr von seinem Nachbarn abhängig.

Mit einer Arbeitslosigkeit von 7,2% bewegt sich Kanada im Mittelfeld, aber lange belegte es den ersten Platz für die beste Lebensqualität.
Inzwischen verlagert sich der Trend in der Wirtschaft von dem Rohstoffabbau und der Agrarproduktion in Richtung Dienstleistungen und Zukunftstechnologien. Besonders die Finanz- und Versicherungsbranche, die Biotechnologie, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und die IT-Branche weisen große Erfolge auf.

Obwohl die Gehälter in Kanada deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegen, lassen sich dennoch viele Einwanderer darauf ein. Dafür sind aber auch die Sozialabgaben viel niedriger, und in manchen Regionen auch die Lebenshaltungskosten. Vor allem halten aber die traumhafte Landschaft, die lockeren Umgangsformen auf der Arbeit und der schnellere Aufstieg im Beruf die Akademiker bei der Stange, obwohl sie in anderen Ländern mehr verdienen würden.
In der Regel erhalten Angestellte in Kanada auch nur zwei Wochen Urlaub, in Ausnahmefällen etwas mehr, die aber meistens nicht bezahlt werden. Auch die Absicherung im Job ist nicht die größte, da es meistens keinen Kündigungsschutz gibt und auch betriebliche Zusatzleistungen wie Weihnachtsgeld sind nicht gerade die Regel. Die Angst, plötzlich ohne Job dazustehen, ist also genauso groß wie in den USA.

Alle Kanadier und Einwanderer mit dauerhaftem Visum sind über die ’Medicare’, die staatliche Krankenversicherung, abgesichert. Diese wird wiederum aus Steuergeldern finanziert, weist aber Lücken auf. So müssen beispielsweise Medikamente selbst bezahlt werden und auch Zahnarztkosten werden nicht übernommen. Viele Arbeitnehmer sind daher noch über ihren Arbeitgeber zusatzversichert. Dieser Extra-Bonus verfällt jedoch, sobald das Arbeitsverhältnis erlischt.
Neben der regulären ’federal’ Einkommenssteuer, können die einzelnen Provinzen noch unterschiedlich hohe ’provincial’ Steuern erheben. Das Leben in Québec erweist sich damit am teuersten. Eine genaue Auflistung der einzelnen Steuersätze gibt es im Abschnitt Lebenshaltungskosten.

Die Sozialleistungen in Kanada sind sehr niedrig und werden überwiegend durch Steuern finanziert. Jeder Arbeitnehmer muss dafür bei Arbeitsaufnahme die “Social Insurance Number“ (SIN) beim örtlichen HRCC (Human Resources Centre of Canada) -Büro beantragen.
http://www.sdc.gc.ca/en/gateways/nav/top_nav/our_offices.shtml#100


Jobchancen

Am meisten sind ausgebildete Handwerker, Ingenieure, Techniker, Mediziner und andere Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen gefragt. Dabei werden vor allem Arbeitnehmer gesucht, die neben Englisch auch Französisch gut beherrschen und darüber hinaus mehrere Jahre Berufserfahrungen mitbringen. Für solche mehrsprachigen Fachkräfte gibt es oft auch Chancen in der Wirtschaft.
IT-Spezialisten werden in der Regel mit offenen Armen empfangen, da sie in Kanada, wie in den meisten anderen Ländern auch, Mangelware sind. Durch vereinfachte Einreisebestimmungen erhalten IT-ler häufig innerhalb von 6 Wochen ihr Visum.
Für die IT-Branche ist besonders Vancouver sehr interessant, da der Bereich dort immer noch sehr expandiert. Aber auch die anderen Metropolen wie Toronto, Montréal und Ottawa-Hull bieten durch ihr rasches Wirtschaftswachstum in vielen Branchen gute Einstiegsmöglichkeiten.
Eine Auflistung der meist gefragtesten Berufen gibt es hier: http://www.passtocanada.com/en/work/highdemand.aspx.

Wenn man allerdings nicht einer Berufsgruppe angehört, die in Kanada gerade sehr gefragt ist, wird es jedoch sehr schwierig, an ein längerfristiges Visum zu kommen, denn auch Kanada kann sich als beliebtes Einreiseland erlauben, die Besten auszuwählen.
Oftmals ist es daher wesentlich einfacher, einen Saisonjob mit einem befristeten Visum anzunehmen. Hier gibt es viele Möglichkeiten, denn der Landwirtschaftssektor ist sehr ausgeprägt. So werden z.B. immer Arbeitskräfte in den Wintersportorten der Rocky Mountains, beim Fischfang in Neufundland oder bei der Tabakernte in British Columbia gesucht. Aber auch im Gastronomiegewerbe besteht vor allem in den Metropolen Nachfrage.


Lebenshaltungskosten

Die Kosten des täglichen Lebens hängen in Kanada sehr von der entsprechenden Provinz ab. In der Regel sind die Kosten für Lebensmittel aber etwas geringer als in Deutschland und auch die Mietpreise sind oft nicht so hoch. Allerdings ist es wie überall in den Metropolen wesentlich kostenspieliger. Vor allem an der kanadischen Pazifikküste können die Mietpreise teilweise doppelt so hoch sein wie im Inland.

Auch wenn die Versorgung durch öffentliche Verkehrsmittel gut ist, führen die günstigen Benzinpreise, die gerade mal 50% von den deutschen Preisen betragen, in Versuchung, lieber in ein eigenes Auto zu steigen. Die Beiträge für die Autoversicherung sind dagegen ähnlich wie in Deutschland und variieren je nach Umfang der Leistung, nach Autotyp und wie lange der Fahrer schon im Besitz eines Führerscheins ist. Sinnvoll ist es daher auch, wenn man noch einen schriftlichen Versicherungsbeleg über die schadensfreien Jahre mitbringt.

Am sinnvollsten ist die Anschaffung eines Handys, bzw. ‘Cell-phones’ in Kanada. Durch Komplettpakete mit einer bestimmten Anzahl von Freiminuten im Monat, sind die Gespräche wesentlich preisgünstiger als mit einem Handy in Deutschland. Der einzige Nachteil ist, dass auch eingehende Anrufe von den Freiminuten runtergerechnet werden.

Die Einkommenssteur, in der die Sozialabgaben schon enthalten sind, staffelt sich progressiv nach der Höhe des Einkommens. Verschiedene Steuerklassen gibt es nicht. Die verschiedenen Beitragsstufen reichen von 16% für die ersten $35.595 bis hin zu 29% für Bruttoeinkommen über $115.739. Darüber hinaus erheben die einzelnen Provinzen noch die ’provincial tax’, die von Provinz zu Provinz stark variiert und je nach Einkommen zwischen 4 und 18% beträgt. Eine genaue Übersicht aller Steuerbeträge gibt es auf der Seite der kanadischen Steuerbehörde: http://www.cra-arc.gc.ca/tax/individuals/faq/taxrates-e.html
Mit dem ‘Tax-Calculator’ kann man sich ansonsten auch ganz unkompliziert die Steuern ausrechnen lassen: http://www.ey.com/
Kinderfreibeträge und andere Sonderleistungen können vom Bruttoeinkommen abgezogen werden.

Nur Einwanderer mit einem unbefristeten Visum sind nach dem dritten Monat über die ‘Medicare’ staatlich krankenversichert, vorausgesetzt, dass man sich dort auch nach der Einreise anmeldet. Ausführliche Infos gibt es auf der Seite von “Health Canada“ http://www.hc-sc.gc.ca/english/index.html.
Alle anderen mit einem befristeten Visum sollten eine Auslandskrankenversicherung abschließen, bzw. sich in Kanada eine private Krankenversicherung suchen. In manchen Provinzen kann man sich aber auch mit einem befristeten Visum über die staatliche Krankenversicherung absichern.


Jobsuche

Die Jobsuche vor Ort kann sich als schwierig erweisen. Um erste Kontakte zu knüpfen, sollte man daher zunächst mit einem regulären Touristenvisum einreisen, bevor man in Deutschland alle Zelte abbricht.
Jeder ausländische Bewerber sollte sich vor Augen halten, dass es nicht einfach ist, an eine feste Stelle in Kanada zu kommen, denn der potenzielle Arbeitgeber muss nachweisen können, dass er keinen Kanadier findet, der diese Arbeit erledigen könnte. Da dies sehr aufwendig ist, schrecken die meisten Unternehmen davor zurück.
Dennoch sollten diese hohen Hürden, die es zu überwinden gilt, einen nicht vor der Jobsuche im Traumland abschrecken lassen. Hier also die Hotspots einer erfolgreichen Jobsuche:

Zahlreiche Stellenausschreibungen gibt es in den kanadischen Tageszeitungen. Es ist aber kein Drama, wenn der Zeitungsladen um die Ecke international nicht so gut ausgerüstet ist, denn es lassen sich alle Zeitungen auch online einsehen. Hier die wichtigsten Blätter:

Überregional:
National Post – http://www.nationalpost.com
The Globe and Mail – http://www.globeandmail.com

Regional:
Le Droit – http://www.ledroit.ca (Ontario)
Le Soleil – http://www.lesoleil.com (Québec)
The Guardian – http://www.theguardian.pe.ca (Prince Edward Island)
The Hamilton Spectator – http://www.hamiltonspectator.com (Ontario)
The Herald – http://www.herald.ns.ca (Nova Scotia)
The Province – http://www.vancouverprovince.com (British Columbia)
The Telegram – http://www.thetelegram.com (Newfoundland)
Toronto Star – http://www.thestar.com (Ontario)

Eine Verzeichnis aller kanadischen Zeitungen findet man unter http://www.newspapers-canada.com. Hier lässt sich speziell nach einzelnen Provinzen suchen.


Auch die Jobbörsen im Internet bieten viele interessante Angebote:

Regional:
http://www.canjobs.com
http://www.jobshark.com
http://www.kanadastellenmarkt.de (überwiegend Praktika und Saisonjobs)
http://www.monkeysuit.ca (für Studenten und Hochschulabsolventen)
http://www.vancouverjobs.com (speziell für Vancouver)
http://www.vancouverjobshop.com
http://working.canada.com

Überregional:
http://www.careerbuilder.com
http://www.careerexchange.com
http://www.hotjobs.ca
http://www.jobpilot.com
http://www.monster.ca


Das kanadische Arbeitsamt HRSDC (Human Resources and Skills Development Canada) darf Ausländern keine Arbeit vermitteln, dennoch kann man alle Informationen unter http://www.hrsdc.gc.ca/en/home.shtml einsehen und die staatliche Jobbörse nutzen: http://www.jobbank.gc.ca

Darüber hinaus gibt es auch in Kanada viele Personalagenturen wie Adecco http://www.adecco.ca oder http://www.acchuman.com. Eine Übersicht über alle Jobagenturen gibt auf den Seiten http://www.jobagencies.ca und http://www.directoryofrecruiters.com.
Die kanadischen Arbeitgeber schätzen Eigeninitiative sehr. Für die nötigen Firmenadressen sind die folgenden Links sehr hilfreich:
Die Gelben Seiten http://www.yellowpages.ca oder der “Candian Trade Index“ http://www.ctidirectory.com bieten umfangreiche Adressen.

Die Kanadisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer verfügt über ein sehr informatives Verzeichnis, in dem sich nach den verschiedenen Branchen suchen lässt:

Canadian German Chamber of Industry and Commerce
480 University Ave., Suite 1410
Toronto, Ontario, M5G 1V2
Tel. 001416 598-3355, Fax: 001416-598-1840
Email: info.toronto@germanchamber.ca
Website: http://www.germanchamber.ca

Eine Übersicht über alle lokalen Handelskammern findet man auf der Seite des ‘World Chamber Networks’ http://www.tb-chamber.on.ca

Für € 80 ist unter http://www.aussenhandelspartner.de/firmenliste.htm eine Liste mit rund 750 in Kanada angesiedelten Firmen erhältlich.


Bewerbung

Die kanadische Bewerbung besteht lediglich aus einem cover letter (Anschreiben), einem curriculum vitae/résumé (Lebenslauf) und persönlichen Referenzen (’letters of recommendation’), bzw. der Angabe von Referenzgebern (’referees’) im Lebenslauf. Alle weiteren Zeugnisse sollte man erst zum Vorstellungsgespräch mitbringen oder sie auf Wunsch nachschicken, da dicke Bewerbungsmappen nicht üblich sind und meistens auch nicht zurückgeschickt werden. Auch auf ein Lichtbild wird verzichtet, damit die Gleichstellung aller Bewerber bewahrt bleibt.
Die Bewerbung wird in der Regel auf englisch geschrieben, obwohl dies immer von der Provinz abhängt, wo sich das Unternehmen befindet. Da in Québec die offizielle Amtssprache Französisch ist, sollte man die Bewerbung daher auch in der entsprechenen Sprache verfassen.

Cover letter:
Der individuelle cover letter dient zur Vermarktung des Bewerbers und sollte nicht länger als eine Seite sein. Hier sollen Fähigkeiten und Qualifikationen erläutert und Ambitionen bezüglich der vakanten Stelle beschrieben werden. Der cover letter muss das Interesse des Lesers wecken und ihn spüren lassen, dass man der Richtige für die Stelle ist. Wenn man bereits eine Arbeitserlaubnis besitzt, sollte dies in dem Anschreiben auch unbedingt kurz erläutert werden, denn es bedeutet für den Arbeitgeber weniger Bürokratie und zeigt gleichzeitig Eigeninitiative. Folgende Punkte sind beim cover letter wichtig:
Eine klare, übersichtliche Gliederung
Ein Briefkopf, der Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse enthält
Das Datum in amerikanischer Schreibweise, also MM/DD/YYYY
Möglichst eine direkte Anrede, daher vorher einen Ansprechpartner ausfindig machen!
Die Betreffzeile ist nicht unbedingt erforderlich
Der Grund, warum man sich bei dem Unternehmen bewirbt, warum man der Beste ist, und wie man beabsichtigt nach der Bewerbung zu verbleiben
Möglichst positive Schlagwörter und bislang erzielte Erfolge. Dabei können auch Namen und Zahlen genannt werden.
Beispiele für verschiedene cover letter gibt es unter:
http://resume.monster.ca/coverletter/
http://www.workopolis.com/content/resource/usablenews/resume.html

Curriculum vitae/résumé:
Beim kanadischen Lebenslauf sollten folgende Punkte beachtet werden:
Anti-chronologischer Aufbau (reverse chronological), was bedeutet, dass mit der letzten Beschäftigung begonnen wird
Es sollte darauf geachtet werden, dass nur jobrelevante Tätigkeiten erwähnt werden, weshalb alle anderen Erfahrungen normalerweise weggelassen werden. Interessante Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten können aber oft einen guten Eindruck machen
Persönliche Angaben wie z.B. Familienstand oder Nationalität werden nicht erwähnt, und auch das Alter wird normalerweise weggelassen
Es wird der gleiche Briefkopf benutzt wie bereits beim cover letter
Bei der Gliederung sollte vorab eine kurze Zusammenfassung des Profils gegeben und eventuell kurz auf das Berufsziel eingegangen werden. Danach werden in Themenblöcken die bisherigen beruflichen Tätigkeit mit Aufgaben und Erfolgen, die Ausbildung und sonstige Fähigkeiten gegliedert.
Ganz wichtig ist auch die Angabe von referees (möglichst mit Telefonnummer), welche neben ehemaligen Arbeitgebern auch Freunde oder Lehrer sein können, die den Bewerber gut einschätzen können
Das resume wird nicht unterschrieben!
Beispiele für resumes findet man unter:
http://resume.monster.ca/samples/

Mittlerweile sind in Kanada Onlinebewerbungen Alltag, da diese für beide Seiten Kosten sparen. Viele Unternehmen bieten auf ihrer Website auch Bewerbungsbögen an, die dort ausgefüllt werden können.


Visum

Leider ist es auch in Kanada nicht ganz so einfach, für längere Zeit sesshaft zu werden. Da es ein beliebtes Einwanderungsland ist, hat es strikte Einwanderungsvorschriften. Hier die verschiedenen Möglichkeiten, ins Land zu kommen:

Einwanderungsvisum:
Ein Einwanderungsvisum zu bekommen, also ein ’permanent resident’ zu werden, ist am schwierigsten. Nur wenn man mehrere Bedingungen erfüllt, hat man Chancen.
Alleine 55% wandern als Skilled Worker ein. Hier gilt es auf Grund seiner Leistungen und ohne Unterstützung eines Sponsors bei einem Punktesystem möglichst gut abzuräumen, während die Herkunft des Bewerbers uninteressant ist. Je höher die Punktzahl im Test, umso besser die Chancen auf ein Einreisevisum. Dabei werden für folgende Kategorien Punkte vergeben:

Studium und Berufserfahrung
Der Bewerber gehört einer Berufsgruppe an, die in Kanada derzeit sehr gefragt ist. Eine Auflistung solcher Berufsguppen ist die National Occupation Classification List, die von der kanadischen Einwanderungsbehörde herausgegeben wird http://www.cic.gc.ca/english/skilled/qual-2-1.html
Man hat bereits schon einmal in Kanada gelebt und/oder kann nachweisen, dass man dort erfolgreich gearbeitet, bzw. Kurse an der Uni, etc. belegt hat
Das Alter des Bewerbers liegt zwischen 21 und 49
Gute, möglichst sehr gute Englisch- und/oder Französischkenntnisse, die durch einen Test nachgewiesen werden müssen
Der Bewerber verfügt bereits über eine Arbeitserlaubnis, die vom Arbeitsamt (HRDC) bestätigt worden ist
Es gibt Verwandte in Kanada

Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass man genug Vermögen hat, um sich 6 Monate selbst zu versorgen.
Eine Übersicht über die Punktvergabe gibt es hier: http://www.cic.gc.ca/english/skilled/qual-5.html. Alle weiteren Infos über das Skilled-Worker-Visum gibt es unter http://www.cic.gc.ca/english/skilled/qual-1.html oder auf deutsch http://www.canadajournal.ca/Einwanderung_Skilled.htm.

Zur Zeit kostet ein Einwanderungsvisum $550. Bei negativem Bescheid wird die Gebühr nicht zurückerstattet. Eine Übersicht über alle Visa-Gebühren gibt es unter http://www.cic.gc.ca/english/applications/fees.html#swpf.


Einzelne Provinzen bieten zudem eigenständige Einwanderungsbedingungen an, wenn dort ein Mangel an bestimmten Arbeitskräften herrscht. So kann es auch manchmal einfacher sein, gezielt nach Québec auszuwandern, wenn man sehr gut Französisch kann http://www.cic.gc.ca/english/skilled/provnom/index.html.
Auch wenn man Familienangehörige in Kanada hat und diese einen notfalls versorgen können, sind die Chancen, ein Einreisevisum zu bekommen, recht gut.
Auch Selbstständige können es mitunter leichter haben, wenn sie über genügend Startkapital verfügen und die nötige Qualifizierung nachweisen können. Auf diese Weise können sie das Punktesystem umgehen. Mehr Infos unter http://www.cic.gc.ca/english/business/index.html.

Befristete Visa:
Normalerweise ist es wesentlich einfacher, an zeitlich befristete Visa zu kommen. Hier gibt es viele unterschiedliche Visaarten, die sich durch Zweck und Dauer des Aufenthaltes unterscheiden.

Touristen können ohne Visum bis zu 6 Monate im Land zu bleiben. Dafür ist nur ein gültiger Reisepass erforderlich.

Mit dem Working-Holiday-Visum kann ein Ausländer bis zu einem Jahr in Kanada arbeiten, wenn er zwischen 18 und 35 Jahre alt ist. Dabei darf man so lange bei einem Arbeitgeber tätig sein wie man will.

Etwas schwieriger wird es, wenn man für mehrere Jahre bei einem Unternehmen arbeiten möchte. Für das Arbeitsvisum braucht ein Angebot eines kanadischen Arbeitgebers, der dann den Behörden nachweisen muss, dass er unbedingt den ausländischen Bewerber braucht, und dass es keinen arbeitslosen Australier gibt, der diese Aufgaben erledigen kann. Meistens wird es nur höher qualifizierten Fachkräften bewilligt.
Für besondere Berufsgruppen wie z.B. IT-Spezialisten gibt es vereinfachte Auflagen.

Alle weiteren Infos findet man auf den Seiten der kanadischen Einwanderungsbehörde http://www.cic.gc.ca.




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