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Jobs in Italien - Ratgeber

Einleitung
Arbeitsmarkt
Lebenshaltungskosten
Jobsuche
Bewerbung
Visum
Krankenversicherung


Einleitung

Die italienische Esskultur ist in Deutschland schon seit langem beliebt. Pasta und Cappuccino sind mittlerweile genauso wenig auszudenken wie ein sonniger Urlaub in Rom, Venedig oder Florenz. Aber warum nicht gleich länger bleiben als ein paar Urlaubstage? Als EU-Land steht der italienische Arbeitsmarkt auch den Deutschen offen.

Italien hat mehr als 57 Millionen Einwohner und ist in insgesamt 20 Regionen unterteilt. Zu Italien zählen neben dem Festland, das in Form eines Stiefels ins Mittlemeer ragt, die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba sowie das völkerrechtlich nicht anerkannte Fürstentum Seborga.
Vom Klima hat Italien durch die Alpen, das Flachland und die Mittelmeerlandschaft viel zu bieten, ebenso sind auch Flora und Fauna sehr mannigfaltig. Außerdem gibt es mit dem Versuv, Ätna und Stromboli noch drei aktive Vulkane.
Zudem ist Italien ein beliebtes und vor allem interessantes Urlaubsziel auf Grund seiner reichen Kunst- und Kulturschätze vergangener Epochen. Auch wenn der Einheitsstaat Italien offiziell erst 150 Jahre alt ist, sehen sich die Italiener gerne als Nachfahren der alten Römer.
Bekannt ist Italien außerdem für seinen Wein (nach Frankreich das Land mit dem größten Weinexport) und seine klassische Musik. Besonders die Oper prägte Europa sehr.

Seit 1946 besitzt Italien eine parlamentarische Republik, deren Regierungschef der Ministerpräsident Silvio Berlusconi seit 2001 ist.
Auch in Italien gibt es seit 1984 freie Religionsfreiheit, doch ca. 97% sind noch römisch-katholisch.


Arbeitsmarkt

Italien ist die fünftgrößte Industrienation, die besonders von ihren kleinen und mittelständischen Betrieben profitiert, deren Dymnamik einzigartig ist. Größere Konzerne waren dagegen lange Zeit ganz oder teilweise in Staatsbesitz, was deren Produktivität milderte. Allerdings sollen laufende Reformen für immer mehr Privatisierung sorgen.
Die erfolgreichsten Branchen sind die Auto-, Textil- und Schuhindustrie, wo italienische Produkte für Qualität stehen. Aber auch der Maschinenbau, die Nahrungsmittelproduktion und die Chemiebranche weisen Erfolge auf.
Dagegen werden Forschung und Entwicklung auf Grund des geringen Engagements kritisiert und auch der Dienstleistungssektor ist stark unterentwickelt.

Trotz eines stetigen Rückgangs der Arbeitslosigkeit, die in den vergangenen Jahren noch zwischen 10 und 11% betrug und mittlerweile unter 8% gesunken ist, gibt es immer noch ein starkes Nord-Süd-Gefälle der Wirtschaft, was sich auch in den gegensätzlichen Arbeitslosenquoten wiederspiegelt. Während im Norden mit teilweise nur 4% nahezu Vollbeschäftigung herrscht, weist der Süden dagegen mit 20% und mehr alarmierende Zahlen auf, wo trotz zahlreicher Entwicklungsprogramme die Wirtschaft noch stark hinterher hinkt. Auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit erreicht Spitzenwerte von 40%.
Mit zahlreichen neuen Reformen hat Italiens Regierung zwar einen Rückgang der Arbeitslosen erreicht, dennoch steigt die Produktivität des Landes kaum an, was Italiens Wettbewerbsfähigkeit zunehmend einschränkt. Besonders die überdurchschnittlich vielen kleinen und mittleren Betriebe treten auf der Stelle und bieten kaum Möglichkeiten der Weiterentwicklung, da es an Sponsoren fehlt.

Die Gehälter und Löhne liegen derzeit immer noch deutlich unter dem deutschen Niveau. So erhalten Fach- und Führungskräfte durchschnittlich 15.000 € weniger als Deutsche. Befristete Arbeitsverhältnisse bringen in der Regel 760 € netto, während eine 36-jährige Krankenschwester 1300 € und ein Arbeiter (41 J.) in Norditalien rund 1200 € netto verdient. Nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern bleiben einem 45-jährigen Lehrer noch ca. 1260 € und einem Hochschulprofessor etwa 1700 €.
Die Steuern und der Beitrag zur Sozialversicherung werden gleich vom Einkommen abgezogen. Die Steuern sind ähnlich hoch wie in Deutschland (näheres dazu im Abschnitt Lebenshaltungskosten).
Von den obligatorischen Sozialversicherungsbeiträgen für Alters-, Invaliden-, Krankheits-, Unfall-, Arbeitslosigkeits- und Mutterschaftsversicherung übernimmt der Arbeitgeber ca. 26%, 9% fallen für den Arbeitnehmer an. Außerdem muss der Arbeitgeber noch Familienzulagen zahlen, die sich nach der Anzahl der Kinder des Arbeitnehmers („nucleo familiare“) richten. Allerdings liegen die Leistungen der Sozialversicherung teilweise stark unter dem deutschen Standard.

Selbstständige und Freiberufler müssen ihre Sozialversicherungsbeiträge selbst an die entsprechende Stelle zahlen.

Allen Personen, die ihren Wohnsitz in Italien haben, steht die medizinische Versorgung über den staatlichen Gesundheitsdienst („Servizio Sanitario Nazionale“) zu. Dabei ist ein Arbeitsverhältnis nicht notwendig. Nachdem man bei der örtlichen Gesundheitsbehörde („Unità Sanitaria Locale (ASL)“) eingetragen hat, kann man die Leistungen bei Krankheit oder Mutterschaft in Anspruch nehmen. Ausgenommen sind allerdings Medikamente und medizinische Sonderleistungen, bei denen selbst zugezahlt werden muss.

Informationen zu den Sozialleistungen gibt es auf den Seiten des Zentralamtes für Sozialversicherung, I.N.P.S. („Instituto Nazionale della Previdenza Sociale“) http://www.inps.it/

Die Arbeitszeit beträgt in der Regel zwischen 36 und 40 Stunden, wobei eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden gesetzlich festgehalten ist. Die bezahlten Urlaubstage hängen von der Branche ab und betragen üblicherweise zwischen 25 und 30 Tage, wozu noch 15 Feiertage kommen.


Jobchancen

Auf Grund der hohen Arbeitslosenquote im Süden Italiens ist es ratsam, sich im Norden oder in Touristenregionen zu bewerben. Die besten Erfolsaussichten bieten dabei größere Städte wie Turin, Mailand, Verona, Bologna und Rom, wo allerdings gute Italienischkenntnisse absolut notwendig sind, da die wenigsten ausreichend englisch sprechen. Dennoch kann man mit guten Englischkenntnissen trumpfen.
Wie in den meisten Ländern sind auch in Italien IT-Spezialisten und Ingenieure sehr gefragt. Aber auch Arbeitnehmer in Bildung und Erziehung werden viel gesucht. Besonders in Mailand suchen Familien nach deutschen Kindermädchen, die der Familie (besonders den Kindern) deutsch beibringen, wobei umfangfreiche Italienischkenntnisse hierbei nicht unbedingt erforderlich sind.
Gute Einstellungschancen haben auch Köche, die permanent gesucht werden, vereinzelt auch Sekretärinnen, Industriemechaniker und Fachkräfte aus dem Baugewerbe.
Saisonkräfte werden immer im Dienstleistungssektor gesucht, wo der Großteil aller Arbeitsnehmer unterkommt. Neben Jobs in der Gastronomie, Hotellerie und Animation, suchen auch Call Center immer wieder nach fremdsprachigem Personal.
Arbeitnehmer mit wenig Italienischkenntnissen können sich auch in Südtirol bewerben, wo überwiegend deutsch gesprochen wird. Hier ist die Tourismusbranche sehr ausgeprägt.
Eine Nachfrage lohnt sich auch oft bei deutschen Firmen, die eine Schwesterfirma in Italien besitzen, und ebenso bei italienischen Firmen, die Geschäftsbeziehungen mit Deutschland pflegen.

Umfangreiche Informationen über den Arbeitsmarkt einzelner Regionen Italiens gibt es auf den Seiten von EURES http://europa.eu.int/eures/main.jsp?catId=57


Lebenshaltungskosten

Die Inflation in Europa macht auch vor Italien nicht halt, weshalb die Stimmung dort relativ schlecht ist. Viele beklagen sich über die erhöhten Lebenshaltungskosten, die seit der Euroeinführung gestiegen sind und sich nicht mehr großartig von den deutschen unterscheiden.
Allgemein ist es im Süden und auf dem Land viel günstiger zu leben, aber dort sind auch die Jobperspektiven nicht sonderlich rosig. Die höchsten Kosten für das täglich Brot kommen im Norden auf einen zu. Besonders beliebte Städte wie Venedig weisen relativ hohe Mietpreise auf, die vergleichbar mit deutschen Großstädten sind.
Die Kaufkraft der Italiener ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen und nur noch 25% geben an, monatlich etwas sparen zu können. Dabei galt Italien früher neben Japan als das Land, wo am meisten gespart wurde. Dies liegt unter anderem daran, dass durch Berlusconis Steuerreform die Einkommenssteuer („Imposta sul reddito delle persone fisiche“) zwar gesenkt wurde (für 2006 sind noch weniger Steuersätze geplant, außerdem soll dann ein Einkommen bis 7500 € nicht mehr besteuert werden), aber gleichermaßen stiegen die Steuerzuschläge an und die Steuerfreibeträge wurden für Familien gesenkt.
Steuern werden fällig, wenn man länger als 183 Tage in Italien arbeitet. Zur Zeit betragen die Steuersätze bei einem Einkommen von

bis zu 15.000 € – 23%
bis zu 29.000 € – 29%
bis zu 32.600 € – 31%
bis zu 70.000 € – 39%
ab 70.001 € – 41%

Selbstständige zahlen die regionale Produktionssteuer („Imposta regionale sulle attività produttive“), die 4,25% des Nettoproduktionswertes beträgt. Im Moment liegen die allgemeinen Steuerfreibeträge noch bei 3000 €, für Selbstständige bei 4500 €, für Rentner bei 7000 € und Angestellten wird ein Freibetrag von 7500 € gewährleistet.
Von der Steuer können u.a. Arztkosten, Spenden an Kirchen und Versicherungsbeiträge abgesetzt werden. Zwar erhalten Familien noch gewisse Steuerfreibeträge extra, aber verschiedene Steuerklassen gibt es dagegen nicht.

Für die Zahlung von Steuern wird die Steuernummer („codice fiscale“) benötigt, die beim beim örtlichen Finanzamt („Ufficio delle entrate“) unter Vorlage eines gültigen Ausweises und der Aufenthaltserlaubnis („carta di soggiorno“) beantragt wird. Die codice ist außerdem bei allen wichtigen Rechtsgeschäften wichtig, da sie zur Identifikation dient und somit eine ähnliche Stellung wie ein Personalausweis hat. Mehr Infos gibt es auf den Seiten des Wirtschafts- und Finanzamtes http://www.mef.gov.it

Die wirtschaftliche Situation bringt auch viel Unsicherheit mit sich, weshalb Arbeitnehmern mit befristeten Arbeitsverhältnissen kaum noch Kredite bewilligt werden.

Die Benzinpreise sind in Italien ähnlich hoch wie in Deutschland. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dagegen sehr günstig.
Nach 6 Monaten muss der Führerschein in Italien umgeschrieben werde. Eine Haftpflichtversicherung ist auch in Italien Pflicht. Genauere Infos gibt es auch unter http://www.aci.it/wps/portal/_s.155/1053 (Automobile Club d’Italia).

Arbeitslose können ihr Arbeitslosengeld auch für 3 Monate über das INPS („Istituto Nazionale della Previdenza Sociale“) in Italien beziehen. Dafür ist eine ordnungsgemäße Abmeldung in Deutschland erforderlich und eine Anmeldung bei dem italienischen Arbeitsamt innerhalb von 7 Tagen.


Jobsuche

In Italien geht nichts über das Netz der Beziehungen. Irgendwie ist es immer wichtig, dass man jemanden kennt oder schnell Bekanntschaften knüpft, die einen zum Job führen. Auf diese Weise werden auch viele Jobs vergeben, ohne dass man je von ihnen gehört hat.
Bei der Jobsuche in Italien ist es vor allem wichtig, geduldig zu bleiben und sich bei einem potentiellen Arbeitgeber ruhig persönlich vorzustellen. Dieses Verfahren ist besonders in südlichen Regionen Italiens üblich.
Auch wenn man nach einer Bewerbung von dem Unternehmen nichts hört, sollte man nicht gleich aufgeben, sondern ruhig nachhaken. Meistens werden Bewerbungen nicht zurückgeschickt.

In Deutschland kann man schon vorab eine Berufsberatung für Italien erhalten:

Europäisches Berufsberatungszentrum für Italien
Arbeitsamt München
Kapuzinerstraße 26
D-80337 München
Tel. 089/51 54-31 45 od. 089/51 54-31 95
Fax: 089/51 54-66 65 od. 089/51 54-66 07
E-Mail: Berufsberatung_Muenchen@t-online.de

EU-Bürger haben bei der Arbeitsvermittlung durch das italienische Arbeitsamt („Ufficio di Collocamento“) die gleichen Rechte wie Italiener und erhalten die gleichen Informationen. Für die Vermittlung müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:
Ein Arbeitsbuch („Libretto di Lavoro“), das beim Einwohnermeldeamt der Gemeinde („Anagrafe del comune“) unter Vorlage eines Passes, der „carta di soggiorno“ und eines Studien- oder Ausbildungsnachweises (evtl. auch die „codice fiscale“) erhältlich ist
Eine Familienstandsbescheinigung (gibt es ebenfalls beim Einwohnermeldeamt)
Beglaubigte und übersetzte Zeugnisse durch einen Dolmetscher

Allerdings ist diese Vermittlung nicht immer sehr erfolgsversprechend. Dagegen lohnt sich schon eher ein Blick in die bekannteren Tageszeitungen wie „Il Corriere della Sera“ http://www.corriere.it und für Akademiker „La Repubblica“ http://www.repubblica.it, die immer viele Stellenanzeigen enthalten. Auch die Wirtschaftszeitungen „Il Sole – 24 Ore“ http://www.carriera24.ilsole24ore.com, für Rom „Il Messaggero“ http://ilmessaggero.caltanet.it, für Bologna „Il Resto del Carlino“ und „La Stampa“ http://www.lastampa.it für Turin, bieten einen großen Stellenmarkt.

Zahlreiche Stellenangebote findet man auch auf den verschiedenen Jobbörsen im Internet:

Regional:
http://almalaurea.cineca.it
http://www.bancalavoro.it
http://www.bancaprofessioni.it
http://www.job-net.it (überwiegend IT-Branche)
http://www.jobonline.it
http://www.lavorare.net
http://www.lavoronline.com
http://www.lavoroturismo.it (nur Touristenjobs)
http://www.mondolavoro.com
http://www.primolavoro.it (für Berufsanfänger)

Überregional:
http://www.experteer.it
http://www.jobpilot.it
http://www.monster.it
http://www.stepstone.it

Aus Deutschland:
http://www.jobpilot.de
http://www.monster.de
http://www.stepstone.de

Bei den meisten Webseiten ist es möglich, ein Profil von sich zu veröffentlichen. Außerdem bieten sich in Italien auch Initiativbewerbungen an, obwohl man nicht unbedingt eine Reaktion der Firmen erwarten sollte. Für die nötigen Kontaktadressen sind die italienischen Gelben Seiten http://www.paginegialle.it und das Branchenverzeichnis der italienischen Handelskammer http://www.infoimprese.it sehr hilfreich.
Da es in Italien zahlreiche Niederlassungen und Tochterfirmer deutscher Unternehmen gibt, ist auch die Deutsch-Italienische Handelskammer ein wichtiger Ansprechpartner. Auf der Webseite werden zudem auch Stellenangebote veröffentlicht
Deutsch-Italienische Handelskammer
Camera di Commercio Italo-Germanica
Via Napo Torriani, 29
20124 Milano
Tel.: 02-679.131
Fax: 02-669.809.64
e-mail: info@ahk-italien.it
Internet: http://www.ahk-italien.it/

Da in Italien immer mehr Zeitverträge abgeschlossen werden, sind Zeitarbeitsfirmen immer gefragter:
http://www.adecco.it
http://www.manpower.it
http://www.randstad.it


Bewerbung

Die italienische Bewerbung besteht aus dem Anschreiben („lettera di accompagnamento al curriculum“) und einem Lebenslauf („curriculum vitae“). Ein Foto wird nicht beigelegt. Auch dicke Bewerbungsmappen sind nicht üblich. Übersetzte Zeugnisse und Referenzen werden (wenn nicht anders bei der Stellenausschreibung erwähnt) erst auf Wunsch des Arbeitgebers nachgeschickt oder zum Vorstellungsgespräch mitgebracht, da Bewerbungen auch in der Regel nicht zurückgeschickt werden. Online-Bewerbungen sind daher auch in Italien Alltag.

Die Bewerbung sollte auf italienisch geschrieben sein, wenn es sich nicht gerade um ein internationales Unternehmen handelt. Es ist auf jeden Fall immer ratsam, seine Italienischkenntnisse zu präsentieren.

Das Anschreiben sollte maximal eine Seite lang sein und kurze, prägnante Sätze enthalten. Dabei sollte man sich auf die Stellenausschreibung beziehen, den angehängten Lebenslauf und die Bitte um ein Vorstellungsgespräch erwähnen. Ein kurzer Umriss der vorhandenen Qualifikation bezüglich des Jobangebots sollte zwar auch gegeben werden, dennoch wird in einer italienischen Bewerbung weniger motivationsgeladen geschrieben. Stattdessen ist das Layout und die Qualität des Papiers besonders wichtig. Wichtig ist es auch, dass man sich vorher schon nach einem Ansprechpartner im Unternehmen erkundigt hat. Persönliche Bewerbungen haben wesentlich bessere Chancen. Auch das Angeben einer italienischen Kontaktadresse kann punkten.

Der Lebenslauf wird tabellarisch angefertigt, wobei man auf
- Persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, Alter, Staatsangehörigkeit, Zivilstand)
- Ausbildung (Schule, Beruf, Studium)
- Berufserfahrung
- Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten (Sprachen, EDV)
eingeht. Erreichte Abschlüsse sollten übersetzt und Hobbies nur dann erwähnt werden, wenn sie etwas mit dem Job zu tun haben. Der Lebenslauf kann in chronologischer Reihenfolge, aber auch anti-chronologisch verfasst sein.

Beispielbewerbungen gibt es unter
http://www.pons.de (unter Musterbriefe)
http://www.arbeitsagentur.de

Um zu prüfen, ob der deutsche Abschluss, bzw. die deutsche Ausbildung anerkannt wird, sollte man sich an das italienische Arbeitsministerium oder Bildungsministerium wenden:

Ministero del Lavoro
Uffizio Centrale per I'Orientamento e la Formazione
Professionale dei Lavoratori - OFPL
Divisione II
Via Castellfidardo 43
I-00185 Roma

Ministero della Pubblica Istruzione
Direzione Generale Istruzione Professionale
Via Carcani 9
I-00153 Roma
http://www.istruzione.it/welcome.html

oder speziell für Akademiker:

CIMEA –
Centro di Informazione sulla mobilità e le equivalenze accademiche
Viale XXI Aprile 36
I - 00162 Roma.
Tel.: 0039 - 06 - 8632 - 1281
http://www.cimea.it


Visum

Wenn man plant, länger als drei Monate in Italien zu bleiben, muss man – auch als EU-Bürger - innerhalb von acht Tagen die „carta/permesso di soggiorno“ (Aufenthaltsgenehmigung) bei der Ausländerbehörde („Ufficio Stranieri“) des lokalen Polizeipräsidiums („Questura“) beantragen. Für die Ausstellung braucht man einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, drei Passbilder und eine Arbeits- oder Studienbescheinigung. Selbstständige müssen zudem nachweisen, dass sie einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen werden.
Die „carta di soggiorno“ wird normalerweise für 5 Jahre ausgestellt und kann dann verlängert werden.
Für die Arbeitsaufnahme ist keine Arbeitserlaubnis notwendig, allerdings stellen viele Unternehmen die Arbeitnehmer erst ein, wenn diese über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen.

Der Wohnsitz wird in Italien beim „Ufficio Anagrafe“ (Einwohnermeldeamt) umgemeldet. Dafür braucht man den Reisepass, die Aufenthaltsgenehmigung, einen Wohnungsnachweis (Mietvertrag), den „codice fiscale“ und eine Bescheinigung über die Zusammensetzung der Familie („certificato di stato di famiglia“).

Nicht EU-Bürger:
Bürger, die nicht einem EU-Land angehören, müssen ein Einreise-Visum, eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Arbeitserlaubnis beantragen, um in Italien leben und arbeiten zu können.
Zuerst beantragt der Arbeitgeber bei der Arbeitsbehörde seiner Provinz („Ufficio provinciale del lavoro“) eine Arbeitsgenehmigung.
Das Arbeitsvisum kann schließlich bei der italienischen Botschaft oder dem italienischen Konsulat des Heimatlandes unter Vorlage eines Arbeitsnachweises, das auf den Antragsteller ausgestellt ist und vom Arbeitgeber unterzeichnet wurde, für maximal zwei Jahre ausgestellt werden.

Die Aufenthaltsgenehmigung muss spätestens acht Tage nach der Einreise bei der örtlichen Polizeidienststelle („Questura“) beantragen.
Genauere Informationen gibt es unter http://www.poliziadistato.it/pds/index.html


Krankenversicherung für Italien:
http://www.ess-europe.de/europa/kvsys_italien.htm




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