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Jobs in England - Ratgeber

Einleitung
Arbeitsmarkt
Lebenshaltungskosten
Jobsuche
Bewerbung
Visum


Einleitung

Die Tradition und Kultur Großbritanniens zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen aufs Neue an, denn in nahezu jeder Stadt gibt es Interessantes zu entdecken. Dazu kommen noch die schöne Landschaft und der britische Humor, die allein schon eine Reise wert sind. Besonders in England, das oft fälschlicherweise mit Großbritannien gleichgesetzt wird, tobt das internationale Leben und auch die Wirtschaftslage ist wesentlich positiver als in Deutschland. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche den Vorteil als EU-Bürger nutzen und ins nahegelegene United Kingdom ausreisen...

Großbritannien besteht aus den Landesteilen England, Schottland und Wales, außerdem werden aber noch die Hebriden, die Orkney- und die Shetland-Inseln hinzugerechnet. Zusammen mit der Provinz Nordirland bilden die Landesteile von Großbritannien das “Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland“.
Großbritannien ist mit einer Fläche von 229.898 km² die größte Insel Europas und der Britischen Inseln, außerdem die achtgrößte Insel der Welt. Die Gesamtfläche mit Nordirland beträgt etwas mehr als 244.000 km².
Von den rund 60 Millionen Einwohnern, die im Vereinigten Königreich leben, befinden sich alleine 49,5 Millionen in England, womit der Staat die größte Bevölkerungsdichte aufweist, während Schottland die niedrigste hat.
Die größten Städte sind London (ca. 7,7 Mio. Einwohner), Birmingham (ca. 1,1 Mio. Einwohner), Leeds (ca. 726.000 Einwohner), Glasgow (ca. 668.000 Einwohner) und Sheffield mit rund 530.000 Einwohner. Darüber hinaus hat die schottische Hauptstadt Edinburgh etwa 451.000 Einwohner und Belfast, die Hauptstadt von Nordirland, ca. 285.000.

Die Entstehung des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland war ein langwieriger Prozess. Nachdem zunächst Wales 1536 offiziell zum Teil von England wurde und sich England und Schottland 1707 zum Königreich Großbritannien vereinigten, brauchte es noch ein Jahrhundert bis Irland 1800 mit Großbritannien vereinigt wurde. Allerdings wurde ein großer Teil Irlands 1922 zum irischen Freiheitsstaat und nur noch der nördliche Teil blieb seitdem bei Großbritannien.

Nachdem Großbritannien im 19. Jahrhundert führende Seemacht und Wirtschaftsnation war, beherrschte es Anfang des 20. Jahrhunderts rund zwei Fünftel der gesamten Erdoberfläche, von denen nach den beiden Weltkriegen viele Teile aber wieder aufgelöst wurden.
Großbritannien spielte außerdem eine bedeutende Rolle in der Wissenschaft und Literatur.

       ANGEBOTE


       ARBEITSMARKT

Arbeitsmarkt

In den letzten Jahren ist Großbritannien zum Vorzeigeland Europas geworden und kann zu Recht neidische Blicke von seinen Nachbarn ernten. Während die anderen EU-Länder ihre Arbeitslosigkeit nicht unter 10% bringen und auch die Wirtschaft nicht so richtig ins Rollen kommen will, verzeichnet Großbritannien Anfang 2005 einen neuen Tiefstand für die Arbeitslosenquote von nur 4,7% und auch die Inflationsrate ist sehr niedrig. Dazu kommt ein kräftiges Wirtschaftswachstum, welches u.a. durch die hohe Inlandsnachfrage entsteht.

Nachdem Großbritannien bereits vor 20 Jahren durch die Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktreformen ging, die in Deutschland erst angelaufen sind, wird das Land jetzt dafür belohnt. Das Arbeits- und Sozialamt ist auf der großen Insel schon lange in einem, was für eine schnellere Arbeitsvermittlung sorgt, und die Entwicklung zur privatisierten Dienstleistungsgesellschaft brachte zudem mehr Arbeitsplätze.
Zu den wichtigsten Exportgütern des Landes zählen Maschinen, Computer und die Bodenschätze der Nordsee wie Erdöl und Erdgas. Aber auch in der Luftfahrtindustrie, im Schiffbau und in der Rüstungsindustrie erlebte Großbritannien einen großen Aufschwung. Deutschland ist sowohl im Im- als auch im Export der Haupthandelspartner Großbritanniens.

Als bedeutendes Wirtschaftszentrum des Landes gilt die Hauptstadt London. Die 7-Millionen-Einwohner-Metropole ist nicht nur eines der führenden Finanzzentren der Welt, auch im Bereich Mode, Kultur und Unterhaltung sucht die multikulturelle Stadt ihresgleichen, was unzählige Touristen anzieht. So ist mittlerweile auch die Tourismusbranche zum wichtigen Wirtschaftszweig geworden.
Dagegen ist der Landwirtschaftssektor stark eingebrochen, der Preis für Rundholz ist jämmerlich. Viele Bauern sind daher zur Aufgabe ihrer Höfe gezwungen, die dann oft von wohlhabenden Städtern für Steuerabschreibungen übernommen werden.

Mittlerweile explodieren die Immobilienpreise förmlich und steigen derzeit jeden Monat erneut kräftig an, sodass sich Briten, die in den 90er Jahren ein Eigenheim zugelegt haben, jetzt reich fühlen und vermehrt Geld ausgeben. Der Boom der Immobilienbranche wird daher auch als Wirtschaftsmotor angesehen.

Das Leben in Großbritannien ist keinesfalls billig, denn die Lebenshaltungskosten liegen dort rund 15% über dem mitteleuropäischen Durchschnitt. Besonders in London, Südost- und Ostengland muss man tiefer in die Tasche greifen. Dafür liegen hier aber auch die Einkommen wesentlich höher, während sie in Wales, Nordirland und im Nordosten Englands deutlich niedriger sind.
Das Durchschnittseinkommen für voll erwerbstätige Briten lag 2002 bei £ 465 in der Woche, allerdings ist das regionale Ungleichgewicht dabei sehr groß. Das Einkommen ist in letzter Zeit parallel zum Wirtschaftswachstum gestiegen.

Alle Erwerbstätigen (auch Selbständige) sind in Großbritannien sozialversicherungspflichtig, weshalb man sich vor Beschäftigungsantritt eine “National Insurance Number“ (Sozialversicherungsnummer) beim örtlichen “Department of Social Security“ (Sozialversicherungsbüro) besorgen muss. Dabei umfasst das britische Modell ähnliche Sozialleistungen wie in Deutschland.
Auch die Einkommensteuer, zu der jeder Erwerbstätige verpflichtet ist, wird automatisch durch den Arbeitgeber an das Finanzamt weitergeleitet. (Mehr zu den Beiträgen im Abschnitt Lebenshaltungskosten).

Alle im Land ansässigen Personen werden über das staatliche Gesundheitssystem “National Health Service“ (NHS) versorgt, sobald sie sich nach ihrer Einreise dort registriert haben. Dieses System wird durch Steuergelder finanziert, so dass zwar keine Krankenversicherungsbeiträge anfallen, aber bei Zahnbehandlungen, Medikamenten und Sehhilfen die Zuzahlungen sehr hoch sind.

Obwohl der Arbeitnehmer in Großbritannien gesetzlich bis zu 48 Stunden in der Woche arbeiten darf, liegt die durchschnittliche Arbeitszeit bei etwa 37,5 Stunden. Der bezahlte Urlaub beträgt je nach Vertrag mindestens 4 Wochen, außerdem gibt es 8 Feiertage.
Die britische Regierung hat dagegen keinen offiziellen Kündigungsschutz vorgesehen, der aber je nach Vertrag individuell geregelt werden kann.


Jobchancen

Auch wenn die Wirtschaftslage besonders in den größeren Städten Großbritanniens sehr gut ist und eine geringe Arbeitslosigkeit herrscht, sollte die Jobsuche nicht unterschätzt werden, da es nicht in jeder Branche entspannt zugeht.

Gute Jobaussichten gibt es aber für Spezialisten aus dem Gesundheitswesen (besonders für Ärzte), sowie für qualifiziertes Personal aus der Informations- und Kommunikationsbrache und des Dienstleistungssektors. Aber auch Fachkräfte im Bereich Vetriebswesen haben gute Karten. Bei nahezu jedem Job in Großbritannien sind aber sehr gute Englischkenntnisse essentiell. Für deutsche Muttersprachler tun sich zudem auch Perspektiven in den zahlreichen Call Centern auf.
Vor allem in London, wo nahezu Vollbeschäftigung herrscht, suchen Banken und andere große Unternehmen nach Trainees. Hier besteht aber auch eine große Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Maschinenbau und Baugewerbe, sowie Bedarf an Sozialarbeitern, Lehrkräften und Pflegepersonal.
Aber auch die anderen größeren Städte bieten gute Einstellungschancen.
Dagegen sieht es in ländlicheren Regionen eher schlecht aus, da sich der Agrarsektor zurückentwickelt und sich die Wirtschaft verstärkt auf die Dienstleistungen spezialisiert hat.
Eine genaue Arbeitsmarktanalyse der einzelnen Regionen Großbritanniens bieten die Seiten von EURES

Da sich die Jobsuche auf den britischen Inseln für Hochschulabsolventen nicht unbedingt leichter entpuppt als hierzulande, hilft oft auch ein Praktikum für den nötigen Einstieg als Trainee. Auf jeden Fall glänzt aber ein renommiertes Londoner Unternehmen immer im Lebenslauf.
Auch Quereinsteiger sollten keine Hemmungen haben, denn auf der anderen Seite des Ärmelkanals ist es nahezu normal, die Branche zu wechseln, wenn man sich dadurch bessere Perpektiven erhofft.

Saisonkräfte werden ansonsten auch verstärkt in der Tourismusbranche gesucht und zur Erntezeit im Landwirtschaftssektor, wo man allerdings nicht mit hoher Bezahlung rechnen sollte. Auch im Gastronomiesektor gibt es besonders in den größeren Städte zahlreiche Jobmöglichkeiten, wodurch man bereits erste Beziehungen vor Ort knüpfen kann und für ein Vorstellungsgespräch schnell präsent ist.


Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten hängen genau wie das Einkommen sehr von der entsprechenden Region in Großbritannien ab. So ist es beispielsweise in London überdurchschnittlich teuer, aber auch in Südost- und Ostengland. Dagegen ist das Leben im nördlichen Teil Englands und in bevölkerungsärmeren Regionen, wie beispielsweise Wales, Schottland und Nordirland, wesentlich günstiger.

Die meisten Briten schwören auf ihre eigenen vier Wände, was aber mittlerweile in London für den Otto-Normalverbraucher zum Wunschdenken geworden ist, seit die Immobilienpreise immer wieder neue Rekordhöhen erreichen. Mit einem Durchschnittseinkommen lässt sich selbst ein kleines bescheidenes Haus schwer finanzieren. Selbst wenn beide Partner berufstätig sind, kann man oftmals nur mit einem Häuschen außerhalb des Stadtkerns vorlieb nehmen.
Wohnungen in London sind knapp und deshalb auch teuer zu mieten, wodurch sich alle reich und glücklich schätzen, die sich bereits vor Jahren ein Eigenheim zugelegt haben. Die Mietpreise für winzige Ein-Zimmer-Appartments in London fangen bei etwa £ 150 – 200 pro Woche an. Oftmals ist es daher günstiger, mit mehreren Leuten eine Haus-WG zu bilden.
Die Kosten für Lebensmittel variieren genau wie die Mietpreise je nach Region. Dennoch sind die Lebensmittelpreise durchschnittlich nicht viel höher als in Deutschland.
Die Unterhaltung eines Autos ist auch in Großbritannien alles andere als günstig, denn die Benzinpreise liegen noch über den deutschen Preisen. Außerdem fällt auch eine Haftpflichtversicherung an, zu der jeder Halter verpflichtet ist. Dabei hängen die Beiträge, wie in Deutschland, vom Umfang der Leistung, den schadensfreien Jahren und dem Autotyp ab. Auch um die KFZ-Steuer führt kein Weg vorbei. Die einzelnen Steuerauflistungen findet man unter http://www.direct.gov.uk.

Die Sozialversicherungs- und Steuerbeiträge werden monatlich vom Arbeitgeber an die zuständige Finanzbehörde weitergeleitet. Arbeitnehmer mit einem Einkommen von unter £ 82 pro Woche bleiben von der Sozialversicherungspflicht befreit. Ansonsten werden 11% vom Einkommen gezahlt, allerdings gilt als Bemessungshöchstgrenze ein Einkommen von £ 630 pro Woche. Die aktuellen Beitragssätze gibt es hier http://www.inlandrevenue.gov.uk/rates/nic.htm.
Die Einkommenssteuer staffelt sich progressiv nach der Höhe des Einkommens. So werden von den ersten £ 2.090 10% gezahlt, 22% von dem Einkommen zwischen £ 2.090 und £ 32.400, und von allem Einkommen, das über £ 32.400 liegt, werden 40% abgeführt. Der Freibetrag liegt derzeit bei £ 4.895. Außerdem gibt es noch weitere Freibeträge für Verheiratete, Kinder und Behinderte. Eine ausführliche Auflistung der einzelnen Steuerabgaben gibt es auf den Seiten der ‘Inland Revenue’ http://www.inlandrevenue.gov.uk/rates/it.htm.

Arbeitslose können ihr Arbeitslosengeld auch für 3 Monate im Vereinigten Königreich beziehen, sofern sie bereits in Deutschland Anspruch darauf hatten und sich dort ordnungsgemäß abgemeldet haben. Für den Bezug des Arbeitslosengeldes in einem EU-Land ist das E303-Formular notwendig und eine Anmeldung beim britischen “Jobcentre“ innerhalb von 7 Tagen.


Jobsuche

Wer sich bei renommierten britischen Firmen bewerben will, sollte auf jeden Fall über sehr gute Englischkenntnisse verfügen. Außerdem sollte man auch mit einer Portion Ausdauer gewappnet sein, denn mitunter kann es eine Weile dauern, bis man an den gewünschten Traumjob kommt.
Um aus Deutschland schon mal die ersten Jobangebote zu prüfen, lohnt es sich unbedingt, die größeren überregionalen Tageszeitungen genauer ins Visier nehmen, denn hier gibt es viele interessante Stellenangebote (überwiegend für Akademiker), die auch online einzusehen sind:

The Daily Telegraph – http://www.telegraph.co.uk
The Financial Times – http://www.ft.com
The Guardian – http://www.guardian.co.uk
The Independent – http://www.independent.co.uk
The Times – http://www.thetimes.co.uk

Für Führungspositionen lohnt sich auch die Wochenzeitschrift “The Economist” http://www.economist.com, während der “Times Educational Supplement“ http://www.tes.co.uk Stellenangebote für das Bildungswesen veröffentlicht.

Ansonsten bieten auch die zahlreichen Jobbörsen im Internet breitgefächerte Jobangebote an:

Regional:
http://jobs.guardian.co.uk
http://www.gradunet.co.uk
http://www.topjobs.co.uk
http://www.uk.plusjobs.com

Überregional:
http://www.careerbuilder.com
http://www.hotjobs.com
http://www.jobpilot.co.uk
http://www.monster.co.uk
http://www.rekruter.de
http://www.stepstone.co.uk

Auch Initiativbewerbungen machen einen guten Eindruck bei potentiellen Arbeitgebern. An die nötigen Firmenadressen kommt man durch die britischen Gelben Seiten http://www.yell.com, durch “Kelly’s Business Directory“ http://www.kellysearch.com und durch die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer http://www.germanbritishchamber.co.uk.

Wenn man sich bereits auf der britischen Insel befindet, kann man auch die staatliche Arbeitsvermittlung nutzen. Die lokalen ’Jobcentre Plus’ sind das britische Gegenstück zur ’Deutschen Bundesanstalt für Arbeit’ und in jeder größeren Stadt zu finden. Das zuständige Amt findet man unter http://www.jobcentreplus.gov.uk. Die Jobcenter verfügen außerdem über eine eigene Jobbörse.
Auch von Deutschland aus kann man den staatlichen Arbeitsvermittlungsdienst EURES (European Employment Sercices) in Anspruch nehmen. Die Jobbörse von EURES bietet umfangreiche Stellenangebote in ganz Europa http://europa.eu.int/eures/index.jsp.

In Großbritannien gibt es zudem zahlreiche private Arbeitsvermittlungsagenturen, die "Recruiting Agencies". Auf den Seiten des Fachverbandes “Recruitment & Employment Confederation“ http://www.rec.uk.com findet man eine Übersicht über alle eingetragenen Vermittler. Dort kann man nach Stadt und entsprechender Branche suchen. Die Vermittlungsgebühr übernimmt in der Regel der Arbeitgeber.

REC
36-38 Mortimer Street
London WIN 7RB
Tel.: ++44 (0) 207 323 4300
Fax.: ++44 (0) 207 255 2878

Für die Ausübung bestimmter Berufe (z.B. Ärzte, Lehrer, Architekten oder Physiotherapeuten) ist die staatliche Anerkennung des Abschlusses notwendig und ggf. eine Prüfung, die in Großbritannien abgelegt werden muss.
Die folgende Organisation hilft beim Vergleich der internationalen Abschlüsse:

International Jobsearch Advice
Jubilee House
33-41 Park Place
Leeds
LS1 2RE
Tel: ++44 (0) 113 285 8666 / 8665 / 8667
Fax: ++44 (0) 113 285 8680

Das “National Academic Recognition Information Centre“ (NARIC) bietet außerdem die Möglichkeit, die in Deutschland erworbenen Qualifikationen in das britische Qualifizierungssystem einordnen zu lassen, allerdings können die Dienstleistungen kostenpflichtig sein:

UK NARIC ECCTIS Ltd.
Oriel House
Oriel Road
Cheltenham
Gloucester GL50 1XP
Tel: ++44 1242 260 010 (akademische Berufe)
++44 1242 260 225 (andere Berufe)
http://www.naric.org.uk


Bewerbung

Die Bewerbung in Großbritannien, welche immer auf englisch geschrieben wird, besteht lediglich aus einem Anschreiben (‘cover letter’), einem Lebenslauf (’curriculum vitae’ – CV) und persönlichen Referenzen (’letters of recommendation’), bzw. der Angabe von Referenzgebern (’referees’) im Lebenslauf. Alle weiteren Zeugnisse sollte man erst zum Vorstellungsgespräch mitbringen oder sie auf Wunsch nachschicken, da dicke Bewerbungsmappen nicht üblich sind und meistens auch nicht zurückgeschickt werden. Auch auf ein Lichtbild wird verzichtet, damit die Gleichstellung aller Bewerber bewahrt bleibt.

Cover letter:
Der individuelle ’cover letter’ dient zur Vermarktung des Bewerbers und sollte nicht länger als eine Seite sein. Hier sollen Fähigkeiten und Qualifikationen erläutert und Ambitionen bezüglich der vakanten Stelle beschrieben werden. Der ’cover letter’ muss das Interesse des Lesers wecken und ihn spüren lassen, dass man der Richtige für die Stelle ist. Folgende Punkte sind beim ’cover letter’ wichtig:
- Eine klare, übersichtliche Gliederung
- Ein Briefkopf, der Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse enthält
- Das Datum in britischer Schreibweise, also DD/MM/YYYY
- Möglichst eine direkte Anrede, daher vorher einen Ansprechpartner ausfindig machen
- Eine Betreffzeile kann eingefügt werden, ist aber nicht unbedingt erforderlich
- Der Grund, warum man sich bei dem Unternehmen bewirbt, warum man der Beste ist, und wie man beabsichtigt nach der Bewerbung zu verbleiben
- Möglichst positive Schlagwörter und bislang erzielte Erfolge. Dabei können auch Namen und Zahlen genannt werden

Beispiele für ‘cover letter’ gibt es unter:
http://www.ukstudentlife.com/Work/CV.htm#ExampleCV
http://www.le.ac.uk/careers/coveringletter.html
http://www.bradleycvs.co.uk/cvservice/coverle.htm

Curriculum vitae:
Beim britischen Lebenslauf sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Anti-chronologischer Aufbau (reverse chronological), was bedeutet, dass mit der letzten Beschäftigung begonnen wird
- Es sollte darauf geachtet werden, dass nur jobrelevante Tätigkeiten erwähnt werden, weshalb alle anderen Erfahrungen normalerweise weggelassen werden. Interessante Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten können aber oft einen guten Eindruck machen
- Es wird der gleiche Briefkopf benutzt wie bereits beim cover letter
- Bei der Gliederung sollte vorab eine kurze Zusammenfassung des Profils gegeben und eventuell kurz auf das Berufsziel eingegangen werden. Danach werden in Themenblöcken persönliche Angaben, die bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit Aufgaben und Erfolgen, die Ausbildung und sonstige Fähigkeiten gegliedert
Ganz wichtig ist auch die Angabe von referees (möglichst mit Telefonnummer), welche neben ehemaligen Arbeitgebern auch Freunde oder Lehrer sein können, die den Bewerber gut einschätzen können
- Der Lebenslauf wird weder datiert noch unterschrieben

Beispiele für den britischen CV findet man unter:
http://www.bradleycvs.co.uk/cvservice/examcv.htm

Weitere Tipps gibt es hier:
http://www.le.ac.uk/careers/cvs.html

Auch Onlinebewerbungen sind auch im Vereinigten Königreich nicht mehr ungewöhnlich, da sie für beide Seiten Kosten sparen. Besonders wenn eine E-Mailadresse in der Stellenausschreibung angegeben ist, kann man diese Variante wählen.


Visum

Jeder EU-Bürger darf in Großbritannien leben und arbeiten, ohne dass er ein spezielles Einreisevisum, eine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beantragen muss. Auch bei der Arbeitssuche werden alle EU-Bürger mit den Briten gleichgestellt, solange sie mindestens die gleiche Qualifikation aufweisen können. Die einzige Ausnahme bilden dabei die Kanalinseln und die Isle of Man, da diese offiziell nicht zu Großbritannien zählen. Hierfür muss eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragt werden.
Für die Arbeitsaufnahme in Großbritannien braucht man lediglich einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Nach der Einreise hat man schließlich 6 Monate Zeit, auf Arbeitssuche zu gehen oder sich selbstständig zu machen.
Um den Aufenthalt verlängern zu können, muss man nach 6 Monaten nachweisen können, dass man sich intensiv um einen Arbeitsplatz bemüht und ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung hat, um sich über Wasser zu halten.
Sollte man schon in den ersten 6 Monaten einen Job gefunden haben, kann man bereits die “residence permit“ (Aufenthaltsgenehmigung) beantragen, was zwar freiwillig ist, aber Rechtsgeschäfte erleichtern kann. Das Antragsformular (ECC1) und weitere Informationen darüber gibt es beim “Home Office“ (Innenministerium):

The Home Office
Immigration and Nationality Directorate
Lunar House
40 Wellesley Road
Croydon CR9 2BY
Tel.: ++44 (0) 8706 067766
http://www.homeoffice.gov.uk

Alle weiteren Fragen zum britischen Leben und zur Einwanderung klärt die Deutsche Botschaft in London:

Deutsche Botschaft/Embassy of the Federal Republic of Germany
23 Belgrave Square
London
SW1X 8PZ
Tel.: ++44 (0) 207 824 13 00
Fax: ++44 (0) 207 824 14 35
http://www.german-embassy.org.uk

Nicht EU-Bürger:
Alle Bürger, die nicht aus den EU-Ländern kommen, benötigen ein Einreisevisum. Außerdem ist eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erforderlich, wenn beabsichtigt wird, länger als 6 Monate in Großbritannien zu bleiben und dort auch zu arbeiten. Eine Ausnahme bilden Bürger der USA und der Commonwealth-Staaten, die zwar kein Einreisevisum, aber auch eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung benötigen.

Die Dauer der Aufenthaltsgenehmigung richtet sich in der Regel nach der Gültigkeitsdauer der Arbeitserlaubnis und beträgt maximal 4 Jahre. Danach wird normalerweise eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung (‘permanent settlement’) ausgestellt.

Nur mit der Arbeitserlaubnis ist es Nicht-EU-Bürgern erlaubt, eine Arbeit im Vereinigten Königreich anzunehmen. Die Arbeitserlaubnis, welche maximal für 4 Jahre ausgestellt wird, muss vom Arbeitgeber bei dem “Overseas Labour Service“ (OLS) beantragt werden und ist an diese spezielle Arbeitsstelle gebunden. Allerdings darf diese Arbeitserlaubnis nur dann ausgestellt werden, wenn es keinen qualifizierten EU-Bürger gibt, der diese Tätigkeit ausüben kann.



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