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Jobs in Australien - Ratgeber
Einleitung Der kleinste Kontinent auf der anderen Seite des Erdballs hat für viele seinen ganz besonderen Reiz. Das Down Under gilt als das Land der Extreme, das viele Touristen immer wieder aufs Neue fasziniert. Hat man einmal den australischen Busch, die rote Erde, die faszinierenden Regenwälder, und im Gegensatz dazu die beeindruckenden Metropolen Australiens gesehen, ist man dieser exotischen Welt verfallen und möchte sich hier für immer niederlassen. Warum also nicht in Australien leben und arbeiten? Australien blickt zurück auf eine lange kulturelle Geschichte, die noch von den Aborigines handelt, welche sich mit hunderten ihrer Stämme auf dem kleinen Kontinent niederließen. Erst 1770 ließ sich der erste Europäer Captain Cook an der jetzigen "Botany Bay" nieder und entschied entgegengesetzt zu vorigen Entdeckern, dass Australien mit dem gewöhnungsbedürftigen Klima durchaus wirtschaftlich interessant sein könnte. So ging der Osten des Kontinents offiziell an die britische Krone und New South Wales war geschaffen. Nachdem zunächst britische Gefangene in die Gefängnisse am Ende der Welt verbannt wurden und die Aborigines durch britische Truppen systematisch ausgerottet wurden, ließen sich mit der Zeit immer mehr britische, aber auch deutsche Siedler in Süd-Australien nieder, wo sie die Religionsfreiheit genossen. Als 1851 Gold gefunden wurde, zog es zahlreiche Amerikaner, Chinesen und weitere Kontinentaleuropäer nach Australien, die verschiedene Siedlungen gründeten, welche mittlerweile zu bedeutenden, international geprägten Metropolen herangewachsen sind. 1907 wurde der Australische Bund als politisch unabhängig von Großbritannien erklärt, hat aber als Mitglied des Commonwealth Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt. 2004 gewann der Ministerpräsident John Howard mit der national-liberalen Koalitionsregierung erneut die Wahl. Der Australische Staat gliedert sich in sechs Bundesstaaten, sowie zwei Territorien und mehrere Außengebiete. Insgesamt leben in dem sechsgrößten Land der Erde auf ca. 7,7 Mio. km² nur ca. 20,08 Mio. Einwohner (Juli 2004). Das entspricht etwa der 20fachen Größe Deutschlands, jedoch nur einem Viertel der deutschen Bevölkerung. Die größten und bekanntesten Städte sind Sydney (knapp 4 Mio. Einwohner), Melbourne (ca. 3,7 Mio. Einwohner), Brisbane (ca. 1,6 Mio. Einwohner) und Perth (ca. 1,4 Mio. Einwohner). Canberra ist mit 325.000 Einwohnern die Hauptstadt und wurde zwischen Sydney und Melbourne gegründet, da sich die beiden Städte nicht einigen konnten, wer die Hauptstadt werden sollte. Im Gegensatz zu dem eher dicht besiedelten Südosten entlang der Küste, ist das Landesinnere immer noch sehr bevölkerungsarm, da es dort zu trocken ist. Australien beeindruckt immer noch sehr mit seiner Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Beuteltiere, wie z.B. das Känguru, gibt es nirgendwo so zahlreich wie im australischen Outback und auch 85% der heimischen Pflanzenarten sind endemisch, das heißt sie kommen nur hier vor. Arbeitsmarkt Die wirtschaftliche Lage in Australien ist derzeit besser als je zuvor, weshalb der Zeitpunkt fürs Auswandern nicht günstiger sein könnte. Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,75% liegt Australien noch vor den USA und auch eine niedrige Arbeitslosenquote von nur 5,5% macht das Leben und Arbeiten in Australien äußerst attraktiv. Dazu kommt noch die angenehme, relaxte Lebensart der ‘Aussies’, die es geschafft haben, einen Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben herzustellen. Australien profitiert besonders von seinen reichen, natürlichen Ressourcen, mit deren Handel das Land bereits vor über 100 Jahren einen hohen Lebensstandard erlangte. Zwar hat sich das Land in den letzten Jahren verstärkt auf die "New Economy", insbesondere auf den IT-Sektor konzentriert, wo es in vielen Bereichen führend ist, dennoch sind die industrielle Produktion, die Landwirtschaft und der Bergbau immer noch sehr wichtig. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Steinkohle, Erze, Gold, Erdöl, Fleisch, Fisch, Wolle, Getreide, Zucker, Kraftfahrzeuge und Wein. Das Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen ist in Australien gut entwickelt und auch die Forschung wird vom Land stark unterstützt. Durch ca. 300 Gewerkschaften, in denen mehr als die Hälfte aller Angestellten vertreten sind, hat Australien recht gute Löhne und Arbeitsbedingungen. In der Regel gilt daher eine 38-Stunden-Woche mit 4 Wochen Jahresurlaub, wozu noch 10 Feiertage und 5 bis 10 Krankheitstage gezählt werden. Außerdem bekommen Beschäftige, die 10 bis 15 Jahre im gleichen Betrieb tätig waren, einen sogenannten “Long Service Leave“, einen bezahlten Sonderurlaub von zwei bis drei Monaten. Viele Australier arbeiten jedoch 40 Stunden und mehr. Das Lohnniveau in Australien liegt zwar unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt, aber die Sozialabgaben und Lebenshaltungskosten sind dafür nicht so hoch. Etwa 40% aller Arbeitnehmer sind Frauen, allerdings liegt ihr Einkommen wesentlich unter dem der Männer. Zuletzt lagen die wöchentlichen Durchschnittseinkünfte aller Branchen bei 888 Australischen Dollar (AUD) für Arbeitnehmer und bei 956 AUD für Selbständige. Dabei verdienen qualifizierte Bergbauarbeiter, Fachkräfte aus dem Finanz- und Rechtswesen, der Telecom- und IT-Branche, sowie aus dem Gas-, Wasser- und Elektrobereich am besten. Eine Übersicht der durchschnittlichen Löhne gibt es auf den Seiten des Australian Bureau of Statistics http://www.abs.gov.au. Es gibt außerdem gesetzliche Mindeststundenlöhne, die zwischen der Bundesregierung und den Gewerkschaften in Tarifabkommen festgelegt werden. Gelegenheitsjobs für Schüler, Studenten und Teilzeitkräfte werden im Einzelhandel meistens zwischen 10 AUD und 14 AUD pro Stunde vergütet. Die Einkommensteuer (Income Tax) wird (auch bei kurzer Tätigkeit) monatlich vom Bruttogehalt einbehalten und in ihr ist bereits der Sozialversicherungsbeitrag enthalten (genauere Infos unter Lebenshaltungskosten). Alle australischen Bürger und Einwanderer mit einem Daueraufenthaltsvisum sind über die staatliche Krankenversicherung „Medicare“ versichert, deren Beitrag gerade mal 1,5% des Bruttolohns beträgt. Allerdings gilt dieses nicht für Einreisende mit einem Kurzzeitvisum! Die Versorgung durch Medicare deckt auch nur 85% der Arztkosten ab und Zahnarztkosten werden beispielsweise gar nicht übernommen, weshalb eine Zusatzkrankenversicherung genauso empfehlenswert ist wie eine private Altersvorsorge. Weitere Informationen kann man direkt bei Medicare erfragen: Medicare Shop Cg05 Canberra Centre, City Walk Canberra City ACT 2608 http://www.hic.gov.au Jobchancen Alleine im Dienstleistungssektor, der 2/3 zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt, werden 4/5 aller Australier beschäftigt. Besonders das Rechts- und Finanzwesen, die IT-Branche, der Handel sowie die Medienbranche gelten als besonders zukunftsträchtig und bieten gute Einstellungschancen für Ausländer. Aber auch die Bio-, Nano- und Medizintechnologie boomen und bieten gute Perspektiven. Sehr gute Aussichten haben auch immer Ärzte, Krankenpflegepersonal, Ingenieure, Lehrer und Unternehmer, aber auch vereinzelt Handwerker und Elektriker. Wenn man allerdings nicht einer der Berufsgruppen angehört, die in Australien gerade gefragt sind, wird es sehr schwierig an ein längerfristiges Visum zu kommen, denn Australien ist ein beliebtes Land, das es sich erlauben kann, genau auszuwählen. Die Liste mit den zur Zeit gefragtesten Berufsgruppen (MODL) wird jedes Jahr von der Regierung veröffentlicht http://www.immi.gov.au/migration/skilled/modl.htm. Oftmals ist es daher wesentlich einfacher, einen Saisonjob mit einem befristeten Visum anzunehmen. Hier gibt es viele Möglichkeiten, denn der Landwirtschaftssektor ist stark vertreten und auch im Gastronomiegewerbe besteht Nachfrage. Wenig Perspektiven gibt es dagegen für kaufmännische Ausbildungen, da die deutsche Ausbildung meistens nicht anerkannt wird und es in Australien oft nur angelernte Tätigkeiten sind. Die besten Aussichten auf eine feste Einstellung gibt es in den Ballungszentren Sydeny, das als Servicemetropole und Finanzzentrum gilt, und Melbourne. Ca. 1/3 aller deutschen Unternehmen haben in einer der beiden Metropolen einen Asien-Pazifik-Hauptsitz. Besonders New South Wales ist der wirtschaftlich stärkste und bevölkerungsreichste Staat. Hier haben 70% aller IT- und Telekommunikationsfirmen ihren Hauptsitz und 40% der biotechnologischen Unternehmen. Aber auch Queensland und Victoria bieten viele gute Perspektiven. Neben der richtigen Berufsqualifizierung sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse unbedingt notwendig für eine erfolgreiche Bewerbung. Spätestens wenn es um das Langzeit-Visum geht müssen diese durch einen Test oder ein Zeugnis nachgewiesen werden. Lebenshaltungskosten Die Lebenshaltungskosten sind in Australien etwas geringer als in Deutschland, wodurch das niedrigere Einkommen wieder ausgeglichen wird. Viele Lebensmittel, besonders Fleisch und Fisch sind günstiger, während Obst und Gemüse etwa genauso viel kosten wie in Deutschland. Alkohol und Zigaretten sind dagegen deutlich teurer. Die Mietpreise sind sehr von der Region abhängig. In Großstädten bezahlt man ähnliche Preise wie in Deutschland, aber im Umland liegen die Preise dafür unter mitteleuropäischem Durchschnitt. Viele Australier besitzen aber ein eigenes Haus. Bei den großen Entfernungen, die man in Australien überwinden muss, sind Handy und PKW nahezu überlebensnotwendig. Nach dem Autokauf muss man eine Mindestversicherung, die "Compulsory Third Party Insurance“, abschließen, die zusammen mit der Registrierung bezahlt wird. Der Versicherungsbeitrag richtet sich nach der Anzahl der Zylinder und ist außerdem vom Staat abhängig. Für 4 Zylinder bezahlt man etwa 600 AUD im Jahr, wobei Steuern, etc. schon inklusive sind. Darüber hinaus können noch umfangreichere Versicherungen abgeschlossen werden. Auch der Beitritt in einen Automobilclub bringt viele Vergünstigungen. Die Benzinpreise betragen erfreulicherweise ca. 40% weniger als in Deutschland. Ansonsten fahren aber auch Busse und Züge überall hin, und mit einem Studentenausweis gibt es oft großzügige Vergünstigungen. Für ca. 25 AUD im Monat erhält man schon eine Flatrate beim größten Telefonanbieter Telestra. Günstigere Angebote gibt es auch bei AAPT. Fernseh- und Rundfunkgebühren gibt es in Australien nicht. Ein paar Sender empfängt man über Antenne, ansonsten sind die meisten Unterhaltungskanäle gegen Kabelgebühren erhältlich. Viele größere Banken bieten kostenlose Konten an, wo man zwar keine Zinsen erhält, aber dafür mehrere kostenlose Transaktionen durchführen kann. Für die Einrichtung müssen bloß zwei gültige Ausweisdokumente (z.B. Reisepass und Büchereiausweis oder Kreditkarte) vorgelegt und eine australische Postadresse angegeben werden. Die Einkommenssteur, in der für Australier und Ausländer mir Langzeitvisum schon die Sozialabgaben enthalten sind, staffelt sich progressiv nach der Höhe des Einkommens, während Einkommen bis 6.000 USD als Freibetrag gelten. Verschiedene Steuerklassen gibt es nicht. Die verschiedenen Beitragsstufen reichen von 17% ab 6.001 USD bis hin zu 47% für Einkommen über 60.000 USD. Besucher mit einem befristeten Visum sind leider sehr benachteiligt. Jede Tätigkeit, unabhängig von der Dauer, wird höher besteuert und auch einen Steuerfreibetrag gibt es nicht. Wenn man noch keine ‘Tax File Number’ (TFN) besitzt, werden gleich 47% vom Einkommen abgezogen. Daher ist ein Gang zum ’Australian Taxation Office’ (ATO) nur ratsam. Für die Steuernummer, die auch gleichzeitig als Art Lohnsteuerkarte gilt, benötigt man einen gültigen Reisepass, das ausgefüllte Antragsformular und ein Visum, das ein Arbeitsverhältnis erlaubt. Mit der TFN staffelt sich die Lohnsteuer ebenfalls progressiv und reicht von 29% (Einkommen bis 21.600 USD) bis 47% (Einkommen über 62.500). Den genauen Betrag kann man sich mit dem ‘Tax Calculator’ der staatlichen Steuerbehörde ausrechnen http://www.ato.gov.au/scripts/taxcalc/calc_standard_hire.asp Sonst hilft das Finanzministerium Department of Finance and Administration GPO Box 1920 Canberra ACT 2601 Internet: http://www.dofa.gov.au Staatliche finanzielle Unterstützung wie Arbeitslosen-, Kinder- und Alleinerziehungsgeld, Renten oder Wohngeld werden nur für Australier und Einwanderer mit Langzeitvisum, die mindestens zwei Jahre in Australien gelebt haben, geleistet. Jobsuche Die Jobsuche gestaltet sich meistens leichter, wenn man sich bereits in Australien aufhält und sich direkt mit den Unternehmen in Verbindung setzt. Auf diese Weise können sich die potentiellen Arbeitgeber gleich ein Bild von dem Bewerber machen und auch einem kurzfristigen Bewerbungsgespräch steht dann nichts mehr im Wege. Da auf dem australischen Arbeitsmarkt auch ein Großteil aller Jobs über Beziehungen vergeben wird, ist es empfehlenswert, schnell Kontakte zu knüpfen. Oft verhilft auch ein erstes Praktikum zu dem nötigen Einstieg. Wer es dann doch lieber klassisch mag, kann auch gerne auf die Tageszeitungen zurückgreifen, denn sie sind für Stellenausschreibungen genauso beliebt wie in Deutschland und auch online einzusehen, wenn der Zeitungsladen um die Ecke nicht gerade auf internationalem Standard ist. Besonders am Wochenende beinhalten sie einen großen Stellenmarkt. Hier ein paar wichtige Zeitungen: The Australian - http://www.theaustralian.news.com.au The Daily Telegraph - http://dailytelegraph.news.com.au ... und stärker regional bezogen: Herald Sun (Melbourne) - http://www.heraldsun.news.com.au Sydney Morning Herald (Sydney) - http://www.smh.com.au The Age (Melbourne) - http://www.theage.com.au The Courier-Mail (Brisbane) - http://www.couriermail.news.com.au The West Australian (Perth) - http://www.thewest.com.au Zahlreiche Stellenangebote bieten auch die Jobbörsen im Internet: Regional: http://www.careerone.com.au http://www.careersonline.com.au (allgemeine Tipps zur Jobsuche und Bewerbung) http://www.jobnet.com.au (speziell für IT-Fachkräfte) http://www.jobsguide.com.au http://www.jobsplus.com.au http://www.seek.com.au Überregional: http://www.careerbuilder.com http://www.monster.com http://www.mycareer.com.au Immer mehr Firmen lassen die Stellenausschreibungen von Jobagenturen abwickeln, die bereits eine Vorauswahl treffen und dafür ein Honorar bekommen. Eine gute Übersicht gibt es unter http://www.wages.com.au und http://employment.byron.com.au, wo nach Branche und Region gesucht werden kann. Die staatliche Arbeitsvermittlung bietet zudem auch noch ein umfangreiches Angebot an Stellenausschreibungen: http://www.jobsearch.gov.au. Für Initiativbewerbungen lohnt sich immer ein Blick in die australischen ’Yellow Pages’ http://www.yellowpages.com.au oder in die Verzeichnisse der Deutsch-Australischen Handelskammer http://www.germany.org.au. Bewerbung Die australische Bewerbung besteht lediglich aus einem Anschreiben (cover letter), einem Lebenslauf (curriculum vitae/résumé) und den persönlichen Referenzen (letters of recommendation). Dicke Bewerbungsmappen sind nicht üblich, da sie in der Regel auch nicht zurückgeschickt werden. Daher sollte man übersetzte Zeugnisse erst zum Vorstellungsgespräch mitbringen oder sie auf Wunsch nachschicken. Auch ein Lichtbild wird nicht mitgeschickt, um die Gleichstellung aller Bewerber zu gewährleisten. Cover letter: Der individuelle cover letter dient zur Vermarktung des Bewerbers und sollte nicht länger als eine Seite sein. Hier sollen Fähigkeiten und Qualifikationen erläutert und Ambitionen bezüglich der vakanten Stelle beschrieben werden. Der cover letter muss das Interesse des Lesers wecken und ihn spüren lassen, dass man der Richtige für die Stelle ist. Folgende Punkte sind dabei wichtig: Eine klare, übersichtliche Gliederung Ein Briefkopf, der Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse enthält Das Datum in amerikanischer Schreibweise, also MM/DD/YYYY Möglichst eine direkte Anrede, daher vorher einen Ansprechpartner ausfindig machen! Die Betreffzeile ist nicht unbedingt erforderlich Der Grund, warum man sich bei dem Unternehmen bewirbt, warum man der Beste ist, und wie man beabsichtigt nach der Bewerbung zu verbleiben Möglichst positive Schlagwörter und bislang erzielte Erfolge. Dabei können auch Namen und Zahlen genannt werden. Beispiele für verschiedene cover letter gibt es unter: http://yahoocareers.it.seek.com.au/editorial/0-4-20_coverletter.htm http://www.mission.com.au Curriculum vitae/résumé: Beim australischen Lebenslauf sollten folgende Punkte beachtet werden: Anti-chronologischer Aufbau (reverse chronological), was bedeutet, dass mit der letzten Beschäftigung begonnen wird Es sollte darauf geachtet werden, dass nur jobrelevante Tätigkeiten erwähnt werden, weshalb alle anderen Erfahrungen normalerweise weggelassen werden. Interessante Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten können oft punkten Persönliche Angaben wie z.B. Familienstand werden nicht erwähnt, das Alter ist obligatorisch Es wird der gleiche Briefkopf benutzt wie bereits beim cover letter Bei der Gliederung sollte kurz auf das Berufsziel, die bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit Aufgaben und Erfolgen, die Ausbildung und sonstige Fähigkeiten eingegangen werden Ganz wichtig ist auch die Angabe von referees (möglichst mit Telefonnummer), welche neben ehemaligen Arbeitgebern auch Freunde oder Lehrer sein können, die den Bewerber gut einschätzen können Beispiele für resumes findet man unter: http://yahoocareers.it.seek.com.au/editorial/0-4-3_resume_guide.htm http://www.mission.com.au/ (pdf Dokument) Mittlerweile sind in Australien Onlinebewerbungen Alltag, da diese für beide Seiten Kosten sparen. Bei vielen Unternehmen können auch direkt auf der Internetseite Bewerbungsbögen ausgefüllt werden. Visum Einwanderungsvisum: Australien ist ein beliebtes Einwanderungsland für viele Nationen, weshalb sehr genau ausgewählt wird, wer ein ’Aussie’ auf Dauer werden darf. Daher ist es auch recht schwierig, eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, bzw. permanent resident zu werden, wenn man nicht mehrere Bedingungen erfüllt. Die Regierung legt jedes Jahr neu fest, wieviele Einwanderer sich im Down Under niederlassen dürfen, unabhängig von der Herkunft des Bewerbers. Vielmehr geht es darum, bei einem Punktesystem möglichst gut abzuräumen, denn je höher die Punktzahl, desto besser die Chancen. Dabei werden für folgende Kategorien Punkte vergeben: Der Bewerber gehört einer Berufsgruppe an, die in Australien derzeit sehr gefragt ist. Siehe auch http://www.immi.gov.au/migration/skilled/modl.htm Man hat bereits schon einmal in Australien gelebt und/oder kann nachweisen, dass man dort erfolgreich gearbeitet, bzw. Kurse an der Uni, etc. belegt hat Das Alter des Bewerbers ist nicht höher als 45 Gute, möglichst sehr gute Englischkenntnisse, die durch einen Test nachgewiesen werden müssen Es liegt bereits ein Arbeitsangebot eines australischen Arbeitgebers vor Weitere Alternativen zu den oben genannten Punkten wären eigenes Vermögen oder die Förderung durch ein direktes Familienmitglied oder eine anerkannte Organisation in Australien In der Regel haben eher hochqualifizierte Fachkräfte bessere Chancen. Besonders, wenn sie auch bereit sind dort zu arbeiten, wo Australier ungern hinziehen. Auch für Selbstständige kann es mitunter leichter werden, wenn sie über genügend Startkapital verfügen und die nötige Qualifizierung nachweisen können. Genauere Infos gibt es bei der australischen Einwanderungsbehörde http://www.immi.gov.au. Die Bearbeitung des Einwanderungsvisums kann manchmal bis zu 6 Monate dauern und ist sehr kostenspielig. Derzeit liegt die Gebühr bei 770 EUR. Sie muss bei der Antragstellung bezahlt werden und man bekommt sie auch bei negativem Bescheid nicht zurück. Eine Übersicht über die verschiedenen Gebühren der einzelnen Visa hat die australische Botschaft http://www.australian-embassy.de Befristete Visa: Normalerweise ist es wesentlich einfacher, an zeitlich befristete Visa zu kommen. Hier gibt es viele unterschiedliche Visaarten, die sich durch Zweck und Dauer des Aufenthaltes unterscheiden. Für Touristen gibt es Visa, die einem erlauben 3 oder auch 6 Monate im Land zu bleiben. Studenten, die nicht länger als 3 Monate studieren wollen, können mit dem Touristenvisum einreisen, ansonsten müssen sie ein extra Studentenvisum beantragen. Hierzu braucht man einen gültigen Reisepass, 4 Passbilder, eine Immatrikulationsbescheinigung einer australischen Hochschule und einen Nachweis, das man krankenversichert ist. Will man als Student nebenbei arbeiten, muss man noch eine zusätzliche Visagebühr zahlen. Mit dem Working-Holiday-Visum kann ein Ausländer bis zu einem Jahr in Australien arbeiten, wenn er zwischen 18 und 30 Jahre alt ist. Dabei darf man nicht länger als drei Monate beim gleichen Arbeitgeber tätig sein und muss zudem nachweisen können, das man genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hat (ca. 2800 EUR), um den Rückflug zu bezahlen und sich einige Zeit über Wasser zu halten, falls man keinen Job findet. Dieses Visum kann man nur ein einziges Mal bekommen und kann mittlerweile nur noch online beantragt werden kann. Auch Praktikanten können mit dem Working-Holiday-Visum arbeiten, wenn die Praktikumsdauer nicht länger als drei Monate beträgt. Ansonsten muss ein Occupational Training Visa beantragt werden, was der Arbeitgeber bei der Einwanderungsbehörde tun kann. Etwas schwieriger wird es, wenn man für mehrere Jahre bei einem Unternehmen arbeiten möchte. Dafür braucht man das Long Stay Visum oder Business-Visum, das einen Aufenthalt bis zu 4 Jahren ermöglicht und dann sogar noch verlängert werden kann. Hierfür muss der Arbeitgeber nachweisen, dass er den ausländischen Bewerber unbedingt braucht, und dass es keinen arbeitslosen Australier gibt, der diese Stelle besetzen kann. Meistens wird es nur höher qualifizierten Fachkräften bewilligt. Da ausländische Unternehmen ihr eigenes Personal mitbringen können, hilft es manchmal auch, sich nach deutschen Niederlassungen umzusehen. Eine gute Übersicht bietet die Seite Australien-Ausbildung.com http://www.australien-ausbildung.com/ Alle weiteren Infos findet man auf den Seiten der australischen Einwanderungsbehörde http://www.immi.gov.au. LINKS
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