> Hi Au Pairs oder vorallem hi an alle die es weden wollen
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> Ich war einen Monat lang in der Naehe von Boston/Massachusets bei einer ziemlich reichen Familie mit 2 Kindern, 4 und 6 Jahre alt. Am Anfang lief auch alles ganz gut. Allerdings entschied die Famile nach EINER Woche, dass mein Heimweh zu gross sei und ich ihnen nicht garantieren koennte, dass ich das ganze Jahr durchhalte. Ihr muesst wissen ich habe einen Freund, das wusste die Familie aber auch vorher. In dem Gespraech, in dem meine Gastmutter mir mitteilte, dass wir uns etwas wegen meinem Heimweh und so ueberlegen muessten, meinte sie sie haette ja vorher nicht gewusst, dass es so ernst zwischen uns waere. Ich dachte mir so, wie bitte. Ich hatte ihr vorher erzaehlt, dass wir schon ueber ein Jahr zusammen sind. Was ist daran bitte nicht ernst. Was ich auch mehr als unfair fand war das Gespraech mit meinen LCC, der Betreuerin in meiner Region. Sie kam einen Tag spaeter. Und anstat zu versuchen mit Familie und Au Pair eine Loesung zu finden, was eigentlich ihre Aufgabe ist, stellte sie mich vor die Entscheidung entweder ich fahre sofort nach Hause oder ich versuche eine neue Familie zu finden. Ich hatte keine Chance mich irgendwie zu verteidigen oder meine Gastmutter noch mal umzustimmen. Die Entscheidung, dass ich gehen muss war schon lange gefallen, obwohl es am Vortag noch hiess wir muessten eine Loesung finden. Aber ok damit fing der ganze Schlamasell ja erst an. Ich musste eine neue Familie finden. Dazu hatte ich 2 Wochen Zeit. Bei meiner Organisation ( Cultural Care AuPair von EF, kurz CCA ) war es so geregelt, das ich immer einen Familienvorschlag in meinem Onlineaccount bekam. Allerdings konnte ich die Familie nicht kontakten und musste immer warten bis die sich bei mir melden. Das hat immer so 3-4 Tage gedauert und wenn ich nicht jeden Tag mindestens einmal bei CCA angerufen haette, wahrscheinlich noch laenger. Da hatte ich dann Vorschlaege wie: Familie mit 2-jaehrigen Zwillingen oder Familie mit 5 Kindern, obwohl ich in meiner Bewerbung angegeben hatte, Kinder ab 4 Jahre und nicht mehr als 2. War dann natuerlich super, du hast sowieso nur 2 Wochen Zeit und dann voellig unpassende Vorschlaege. Ich weiss nicht ob es nur an den Personen gelegen hat, die fuer mich zustaendig waren oder ob alle Angestellten dort so inkompetent sind.
> Jedenfalls hat es CCA nicht geschafft mir innerhalb von 2 Wochen eine Familie irgendwo in den Staaten zu finden. Das heisst, ich musste nach Hause.
> Meine Gastfamilie hatte aber schon ein neues Au Pair. Also musste ich auch noch eine Weile bei meinem LCC wohnen, da die mich nicht da haben wollten, wenn das neue Au Pair kommt.
> War natuerlich super. Ich hatte jetz 3 wochen mit den kids verbracht und auch in der Umgebung viele andre Au Pairs und Amis kennengelernt, mich also so langsam aber sicher schon dort eingelebt. Aber ich konnte nichts machen, ich musste weg. Du fuehlst dich dort so hilflos und im Stich gelassen. Sie geben dir das Gefuehl, als waer alles deine Schuld.
> Jedenfalls musste ich dann noch 4 tage bei meinem LCC verbringen und die wohnte natuerlich meilenweit weg. So konnte ich nicht einamal die Abende mit den andren verbringen.
> Nach endlosem Warten kam dann der Tag meines Heimfluges. Ich wurde von einem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Am Schalter erklaerte mir dann die nette Dame, dass fuer mich aber kein Flug reserviert sei. Ich dachte ich hoer nicht richtig. Die Angestellte der Airline erklaerte sich aber netter Weise bereit mit CCA zu telefonieren und zu versuchen alles zu klaeren. Ja es stellte sich heraus, dass beim Buchen des Fluges irgendetwas schief gegangen war. Da stand ich nun mutterseelenallein auf dem riesigen Bostoner Flughafen voellig verzweifelt. War diese Organisation denn zu gar nichts faehig? Nach langem Hin und Her hatten sie mir ein Hotelzimmer und einen Flug fuer morgen gebucht. Nach 5 Stunden Warten und Verhandeln konnte ich dann endlich mit dem Shuttlebus zum Hotel fahren. Dort angekommen wollte ich natuerlich einchecken, ging auch alles soweit glatt bis der Rezeptionist fragte, wie ich denn zahlen wolle. Ich dachte, ich werd nicht mehr. Was war das denn jetz schon wieder? Es folgten wieder unzaehlige Telefonate bis geklaert was, dass CCA das Zimmer bezahlt. der Nervenzusammenbruch war echt nicht mehr weit weg. Und alles was ich von denn Leuten von CCA als Entschuldigung zu hoeren bekam war SORRY.
> Am naechsten tag lief zum Glueck alles glatt, mehr haette ich aber auch echt nicht mehr verkraftet.
> Letztendlich war ich dann auch ziemlich froh wieder zu hause zu sein, wie sich sicher jeder vorstellen kann. Trotzdem war natuerlich die ganze Vorbereitung umsonst gewesen. Die ganze Zeit, die man investiert hat, geschweige denn das Geld aber auch der ganze seelische Kram, die Abschiede usw. Meine Eltern haben fuer diesen einen Monat ueber 1500,- Euro hingeblaettert und mit Haengen und Wuergen habe ich meine Kaution zurueckbekommen aber auch nur, weil ich nicht locker gelassen habe.
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> Also sucht euch eure Organisation sorgfaelltig aus. Achtet darauf, dass ihr immer mehrere Familien gleichzeitig zur Auswahl habt und nicht dieses seltsame und umstaendliche System von CCA. Vergleicht auf alle Faelle mehrere Organisationen, vorallem auch die Preise und nehmt nicht die erst beste, so wie ich. Und lasst am besten die Finger von CCA.
> Ausserdem solltet ihr euch wirklich ueberlegen, ob ihr in die USA wollt. Das Land ist echt schoen, es gibt super viel zu sehen aber die Menschen haben eben doch eine ziemlich andere Mentalitaet. Ich will auf keinen Fall sagen, dass alle Amis schlecht sind. Nein, um Gottes Willen. Ich habe viele nette, hilfsbereite und sehr realistische Amerikaner kennengelernt. Aber viele Leben doch in ihrer perfekten Welt und leider treffen auch viele der Vorurteile zu, zum Beispiel die Oberflaechlichkeit. Zudem haben viele Leute dort ein Problem damit, etwas vielleicht nicht ganz so Positives zu sagen. Sie machen dir Komplimente ohne Ende aber die wenigsten koennen dir ins Gesicht sagen, was sie denken, vorallem wenn es eben nicht so erfreulich ist.
> Ich werde sicher nocheinmal in die USA reisen aber dann als Tourist, denn es gibt dort wirklich soooooooo viel zu sehen. Aber wie gesagt ueberlegt euch vorher, ob ihr mit solchen Sachen leben koennt, vorallem, wenn ihr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit schaetzt. Ein Jahr ist eine verdammt lange Zeit.
> Ich selbst bin jetzt in Irland fuer 6 Monate. Mir gefaellt es hier super gut. Die Leute sind so unkompliziert, ehrlich und menschlich. Im Enteffekt muss ich sagen, bin ich ganz froh ueber den Verlauf der Dinge, denn das hier ist eher meine Welt. Die Menschen hier meinen was sie sagen.
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> Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick verschaffen, wie sowas verlaufen. Ich moechte euch sicher nicht davon abbringen Au Pair zu werden. Ich moechte lediglich, dass ihr die Sache ernst nehmt und euch sorgfaeltig vorbereitet. Ich wuensche euch auf jeden Fall viel Glueck und Spass bei eurer Au Pair Zeit, denn sie soll als tolles Erlebnis in eurem Gedaechtnis bleiben.
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> Falls ihr noch irgendwelche Fragen haben solltet, bei denen ich euch vielleicht helfen koennte, koennt ihr mir gerne eine mail schreiben: kuschelmonsterli@web.de
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