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Erfahrungsberichte Au Pair


Erfahrungsbericht von Swetlana B.
Stadt: Florham Park, NJ
Land: USA
Vermittler/Organisation: Cultural Care Au Pair
Zeitraum: August 2005 bis September 2000
Bewertungen:
Arbeiten/Aufgaben:  (1.0)
Familienatmosphäre:  (1.0)
Betreuung:  (3.0)
Leben:  (2.0)
Bezahlung:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.8)
Bericht:
(Irgendwie funktioniert das mit dem Datum oben nicht. Anstatt 2000 muss dort 2006 hin)

Hallo!

Es war immer schon mein größter Traum als Au Pair in die USA zu gehen und letztes Jahr war es endlich soweit. Von einer Bekannten wußte ich, dass sie mit Cultural Care Au Pair in die USA gegangen ist und somit hatte ich mich auch für diese Organisation entschieden. Ich hatte mehrere Familienvorschläge, aber nur eine Familie wollte mich haben. Dann war es endlich soweit. Ich bekam meine Flugticktes für den 15.08. zugeschickt und war schon super aufgeregt. Am Flughafen lernte ich gleich andere Mädels kennen, die auch als Au Pair auf dem Weg in die USA waren. (Erkannt habe ich sie daran, dass sie alle so verheult ausgesehen haben wie ich.) Ich war froh, dass ich nicht ganz alleine war.
Nach einem langem Flug sind wir am 16.08. am JFK - Airport gelandet. Ich saß neben einem netten Amerikaner und er zeigte mir das Empire State Building von oben, aber für mich sahen die Gebäude zu dem Zeitpunkt noch alle gleich aus. Nachdem wir unser Gepäck hatten und durch den Security Check gegangen sind, wartete auch schon unser Fahrer auf uns. Mit einem Van wurden wir nun zur Trainigs School gebracht. Unser Fahrer hat unsere Koffer so hoch gestapelt; ich dachte mir nur, wenn wir einen Unfall bauen, fliegt uns unser luggage um die Ohren. Aber zum Glück ist alles gut gegangen. Die Luft draußen war furchtbar stickig und es war so heiß. Unser Fahrer hatte die Klimaanlage auf höchste Stufe an und ich habe gefroren!
Die Woche auf der University war ganz ok. Nur das Essen mochte ich überhaupt nicht (Fast Food!) und die Zimmer waren auch nicht sehr sauber. (Aber nachdem ich nun in mehrern Hostels in den USA geschlafen habe - es gibt noch viel schlimmere Unterkünfte!) Während der ersten Woche hat mir der Internartional Sing Along am Besten gefallen und natürlich der Ausflug nach NYC!
Als meine hostfamily mich abgeholt hat, war ich noch aufgeregter als vor meinem Flug. Mit diesen Menschen würde ich nun ein ganzes Jahr verbringen. In den ersten Tagen hat meine Gastfamilie mich versucht so viel wie möglich zu beschäftgen, damit ich ja kein Heimweh bekam. Hatte auch gleich mein erstes Au Pair Meeting wo ich nette Mädels kennen gelernt habe, mit denen ich später meine ganze Freizeit verbracht habe.
Ich war das fünfte Au Pair in meiner Gastfamilie. Mit den Kids (John 7 und Cara 10) habe ich mich von Anfang an gut verstanden. Natürlich gab es auch Momente wo ich mir nur dachte, wann ist dieser Tag endlich vorbei. Es war auch nicht immer leicht mit John die Hausaufgaben zu machen, da er sich durch alles ablenken lässt. Das hat mich manchmal ganz schön viele Nerven gekostet. Aber die vielen schönen Momente die ich mit meiner Gastfamilie hatte, überragen einfach.
Wie ich oben schon eben erwähnt habe, habe ich bei meinem ersten Au Pair Meeting echt nette Mädels kennen gelernt, ohne die mein Jahr nicht so erlebnisreich und spaßig geworden wäre. Mit Ihnen habe ich alle möglichen Städte erkundet, Snowboarden gelernt oder einfach nur Stunden bei Starbucks verbracht. (Es ist vorallem ein tolles Gefühl durch New York zu laufen und keine Map mehr gebrauchen zu müssen, da man schon so oft da war und weiß wo alles ist).
Nach einiger Zeit habe ich sie auch meiner Gastfamilie vorgestellt und seit dem waren die immer bei uns willkommen. Meine Gastfamilie hat meine Freundinnen immer eingeladen, egal ob zu Weihnachten, zu meinem Geburtstag oder zum Football-Spiel, sie waren bei allem dabei. Das fand ich sehr gut.

Unsere Au Pair Meetings haben mir jedes mal gefallen. Ich hatte von einigen anderen Au Pairs gehört, dass die Meetings total langweilig sein sollen, aber das war bei uns nicht der Fall. Ich muß schon sagen, dass unser LCC in der Hinsicht recht einfallsreich war und manchmal hat sie auch uns gefragt, was wir gerne beim nächsten Metting machen wollen. Aber an anderen Au Pairs habe ich gesehen, dass wenn sie die Familie wechseln wollten, unser LCC das jeweilige Au Pair nicht unterstützt hat. Der LCC war immer auf der Seite der Gastfamilie. Das finde ich wiederrum nicht gut, aber zum Glück musste ich diese Erfahrung nicht machen.

Die Amerikaner sind schon ein Volk für sich. Sie sagen immer Dinge die sie machen werden, aber im Endeffekt tuen sie es doch nicht. Die Menschen dort sind so sehr von sich und ihrem Land überzeugt. Und egal wo man hingeht, man findet überall die amerikanische Fahne!
Weihnachten fand ich furchtbar. Es fehlte einfach die Gemütlichkeit. Die ganze Familie meiner Gastfamutter war an Heiligabend bei uns (meine Mädels natürlich auch). Gegessen wurde aus Plastiktellern und im Stehen! Die Geschenke wurden alle gleichzeitig aufgerissen und niemand wusste im Nachhinein mehr wer was von wem bekommen hat. Es gab auch nicht für jeden ein paar Geschenke, sondern für jeden ein paar mehr! Das ganze Zimmer war voll mit Geschenken! Meine Kids wussten nachher gar nicht mehr was sie alles bekommen haben. Das war Weihanchten in Amerika...
Ich finde, dass die Menschen an der Ostküste auch ganz anders sind als die an der Westküste. Die an der Ostküste sind immer sehr hektisch und eher oberflächlich. Dort ist auch alles mehr europäisch. An der Westküste ist erstes schon die Luft ganz anders. Man kann da viel besser atmen. Die Menschen sind viel offener und freundlicher. Dort habe ich das Amerika gefunden, wie ich mir das Land vorgestellt hatte.

Nachdem ich ein ganzes Jahr bei meiner Gastfamilie verbracht habe, hatte ich mich dazu entschieden noch eine dreiwöchige Tour mit Suntrek zu machen. Die Tour ging durch California, Arizona, Nevada und Utah und war richtig genial. Ein Abenteuerurlaub der sich wirklich gelohnt hat. Wir waren fast jeden Tag an einem anderen Ort. Ich hätte vorher niemals gedacht, dass ich fähig bin den Grand Canyon runter zu wandern!

Nach meinem Urlaub habe ich noch eine Woche bei meiner Gastfamilie verbracht und bin dann am 11.09.06 wieder zurück nach Hause geflogen. Zum Glück wollten an diesem Tag nicht viele Leute fliegen und somit war das Flugzeug halb leer. Da ich mit Lufthansa geflogen bin, haben alle Stuardessen natürlich deutsch gesprochen, aber ich hatte es noch nicht eingesehen wieder deutsch zu sprechen und habe mich mit Ihnen auf englisch unterhalten.

Aus dem Flugzeug konnte ich noch einen letzten Blick auf New York werfen... Mein Jahr als Au Pair ging wirklich schnell vorbei und ich kann sagen, dass es das Beste Jahr meines Lebens war. Ich habe so viele neue Erfahrungen gesammelt und so viele neue Meschen kennen gelernt. Der Abschied meiner Gastfamilie war ganz schön tränenreich. Aber irgendwann werde ich mit Sicherheit zu Besuch rüberfliegen.

Das war eine kurze Zusammenfassung über mein Jahr als Au Pair. Es hat sich wirklich gelohnt und ich würde es jedem weiter empfehlen. Natürlich wird nicht immer alles perfekt sein, aber man muss das Beste draus machen...

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