Für mich stand schon immer fest, dass ich nach dem Abitur für ein Jahr ins Ausland gehen möchte.
Als ich bei einer Berufsmesse über Cultural Care stolperte stand auch schnell fest, wie es passieren sollte: Als Aupair in die USA. (2007/2008)
Nachdem ich mich sorgfältig informiert hatte, füllte ich die in der Cultural Care Informationsbroschüre enthaltene Kurzbewerbung aus und kurze Zeit später wurde ich zu einem Informationstreffen eingeladen.
Dieses Treffen wurde von einem ExAupair veranstaltet, die uns von ihren Erlebnissen erzählte, alle offenen Fragen beantwortete und anschließend jeden Einzelnen zum Interview bat.
Kaum Zuhause angekommen stellte ich meine Unterlagen zusammen: Den Bewerbungsbogen, die Fotocollage mit Bildern von meiner Familie und Freunden und die Referenzen, die ich die letzten Wochen bereits von Lehrern und Arbeitgebern hatte ausfüllen lassen.
Da Babysitten schon immer zu meinen Nebenjobs gehörte, fiel es mir nicht schwer die verlangten 200 Stunden Kinderbetreuung zusammen zu bekommen.
Einige Wochen später erhielt ich den Brief, dass ich ins Cultural Care Aupair Programm aufgenommen wurde und schon im Juni fand ich meinen Match:
Eine Family in Columbus, Ohio mit zwei Kindern. Alec, 2 und Ariana,5.
Ende August hieß es dann Kofferpacken und es ging erstmal für vier Tage in die Aupairschule nach New York, wo uns alle wichtigen Aspekte der Kinderbetreuung erläutert wurden.
Und dann lernten wir unsere Familien kennen..
Nachdem ich meine Koffer also geholt hatte kam er endlich, der Moment auf den ich seit Juni wartete: Ich sah meine Gastfamilie zum ersten Mal.
Ich wurde unglaublich herzlich begrüsst, die Kinder hatten mir Bilder gemacht und ich bekam Blumen.
In dem Moment in dem ich die beiden Kleinen sah habe ich mich verliebt. Und auch meine Hosteltern Kim und Russel wirkten sehr sehr nett! Außerdem war noch die Omi mitgekommen, wie meine Kids sie nennen. Die Mutter meiner Hostmum, gebürtige Deutsche, lebt allerdings schon seit über 25 Jahren in den USA.
Zuhause erwartete mich dann ein riesiges Zimmer, mein eigenes Bad, ein tolles Haus mitten auf einem Golfplatz, ein Fitnessraum und –das Highlight- mein Auto: Ein Mini Cooper!
Ich fühlte mich sofort beim Eintreten in das Haus wie Zuhause und wusste, dass ich hier glücklich werden sollte. Und so war es auch: Das folgende Jahr war das Schönste in meinem Leben!
Die Kinder sind mir unglaublich ans Herz gewachsen und ich habe mich auch in Columbus, meine Stadt, verliebt und sehe es als mein zweites Zuhause.
Es gab soviele lustige, unvergessliche und auch traurige Momente mit den Kindern, die ich immer mit mir tragen werde.
Auch die monatlich organisierten Aupairmeetings waren abwechslungsreich und meistens sehr lustig.
Zudem fühlte ich mich immer gut betreut: Sowohl meine LCC als auch das Büro in Boston stand jederzeit für alle Fragen zur Verfügung.
Ich erlebte unglaublich schöne Momente:
Ich besuchte die Ohio State University um meine Credits zu bekommen, feierte meinen Geburtstag mit Freunden, verliebte mich, sang um die Wette mit den Footballfans, feierte Thanksgiving in Connecticut, verbrachte ein traditionelles Christmas mit meiner Gastfamilie, lernte Spanisch, traf sehr interessante Leute, reiste unglaublich viel (Washington DC, Chicago, Cincinnati, Cleveland,Florida,New York an Silvester, New Jersey, Connecticut, San Diego, Mexico (SpringBreak in Cancun)und Canada) und shoppte bis zum Umfallen!
Meine Familie in den USA bedeutet mir sehr viel, ich vermisse meine Freunde unglaublich und bin bereits am Planen des nächsten Besuches!
Mittlerweile stehe ich kurz vorm Beginn meines Studiums. Eine Sache, die ich ohne mein Jahr in den USA vermutlich nie gewagt hätte: Ich werde nach Holland gehen um ein englischsprachiges Studium anzufangen. Auch der 3-monatige Mexiko Aufenthalt, aus dem ich gerade erst wiedergekommen, wäre ohne die Erfahrung als Aupair wohl nicht zustande gekommen.
Insgesamt bin ich sehr viel selbstbewusster und unabhängiger geworden, toleranter und offener.
Das Jahr hat sich für mich in vielfacher Hinsicht ausgezahlt und ich kann es jedem nur empfehlen. Auch mit Cultural Care als Agentur habe ich einen Glücksgriff getan und würde sofort wieder mein ganzes Vertrauen investieren.
Mein Fazit? Das beste Jahr meines bisherigen Lebens fand definitiv als Aupair in den USA statt und das ist vielen Faktoren zu danken. Ich fühle mich gewappnet für das Studium und das Berufsleben und denke oft: \"Du bist mit zwei kleinen Kindern klargekommen...da löst du dieses Problem doch locker!\"
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